Graf Gerlach I von Nassau

Graf Gerlach I von Nassau

männlich 1258 - 1361  (103 Jahre)


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  • Name Gerlach I von Nassau
    • Das Haus Nassau war ein weit verzweigtes deutsches Adelsgeschlecht von europäischer Bedeutung, dessen Anfänge bis ins 11. Jahrhundert reichen. Das Haus teilte sich im 13. Jahrhundert in eine nördliche und eine südliche Hauptlinie und seit dem Spätmittelalter in zahlreiche weitere Linien auf. Der südlichen Linie entspross der 1292 gewählte römisch-deutsche König Adolf von Nassau.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_Nassau
    Titel Graf
    Geburt 1258 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung 1326  Wetterau Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Wird kaiserlicher Vogt der Wetterau 
    Besitz 1326  Schloss Neuweilnau Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erwirbt die Hälfte der Grafschaft Weilnau mit Schloss Neuweilnau. 
    • Die Grafschaft Weilnau entstand in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts durch die Abspaltung einer Nebenlinie der Grafen von Diez, die auf der 1208 erstmals erwähnten Burg Altweilnau ihren Sitz nahm und sich in der Folge Grafen von Weilnau nannte.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Weilnau
    Besitz 1328  Merenberg Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erwirbt die Herrschaft Merenberg 
    • Das Haus Merenberg war eine mittelalterliche Adelsfamilie, die sich nach der Burg Merenberg in Merenberg bei Weilburg an der Lahn im Landkreis Limburg-Weilburg in Hessen nannte. Die Familie verfügte im 12. und 13. Jahrhundert über ausgedehnten Besitz im heutigen Mittelhessen. Mit dem Aussterben der Familie im Mannesstamm 1328 ging ihr Besitz an das Haus Nassau-Weilburg über; noch heute trägt der Großherzog von Luxemburg aus dieser Familie den Titel eines Herrn zu Merenberg. Daneben führte seit 1868 eine morganatische Nebenlinie des herzoglichen Hauses Nassau, die 1965 im Mannesstamm erlosch, einen gräflichen Titel von Merenberg.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Merenberg_(Adelsgeschlecht)
    Tod 7 Jan 1361  Burg Sonnenberg, Wiesbaden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Die Burg Sonnenberg ist die Ruine einer Spornburg in Wiesbaden-Sonnenberg an den Hängen des Vordertaunus in Hessen. Sie wurde ab 1200 von den Grafenbrüdern Heinrich II. und Ruprecht von Nassau zum Schutz von Wiesbaden auf einem Felsen errichtet als Feste gegen die benachbarten Herren von Eppstein, mit denen es dauerhafte Grenzstreitigkeiten gab. Die Nassauer waren von Friedrich I. wahrscheinlich als Dank für Ihre Unterstützung in den Römerzügen 1154 mit dem Königshof Wiesbaden belehnt worden. Der Königshof Wiesbaden erscheint erstmals 829 als Verwaltungssitz des Königssondergaus, welcher von Karl dem Großen eingerichtet wurde. Die Gerichtsstätte für den Gau lag aber auf dem Herrschaftsgebiet der Eppsteiner. Diese komplizierte räumliche Besitzverteilung beider Häuser gab Anlass zu ständigem Unfrieden.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Sonnenberg
    Beerdigung Kloster Klarenthal Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Das Kloster Klarenthal ist ein ehemaliges Klarissenkloster und Hauskloster des Hauses Nassau im Wiesbadener Stadtteil Klarenthal. Klarenthal war das einzige Kloster in der heutigen Gemarkung Wiesbaden.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Klarenthal
    Personen-Kennung I22745  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 11 Feb 2026

    Vater König Adolf von Nassau,   geb. vor 1250   gest. 2 Jul 1298, bei Göllheim Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 48 Jahre)
    Mutter Imagina von Limburg (von Isenburg),   geb. cir 1255, Limburg an der Lahn ? Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 29 Sep 1318, Kloster Klarenthal bei Wiesbaden Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 63 Jahre)
    Eheschließung cir 1270 
    Familien-Kennung F5478  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Agnes von Hessen,   geb. cir 1290   gest. 13 Jun 1332 (Alter 42 Jahre)
    Eheschließung vor 1307 
    Notizen 
    • Kinder:
      - Adolf I. (1307–1370), Graf von Nassau-Wiesbaden-Idstein (1355–1370)
      - Johann I. (1309–1371), Graf von Nassau-Weilburg (1355–1371)
      - Gerlach von Nassau (1322–1371), Erzbischof von Mainz (1346–1371)
      - Adelheid († 8. August 1344), verheiratet mit Ulrich III. von Hanau. Ihr Grabstein ist im Kloster Arnsburg erhalten.
      - Agnes, 1333 als Nonne und um 1355 als Äbtissin des Klosters Klarenthal genannt
      - Anne, 1337 mit Graf Crafft (Kraft) von Hohenlohe verlobt gewesen
    Kinder 
    +1. Graf Adolf I von Nassau-Wiesbaden-Idstein,   geb. 1307   gest. 17 Jan 1370, Idstein Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 63 Jahre)
    +2. Johann I. von Nassau-Weilburg,   geb. 1309   gest. 20 Sep 1371, Weilburg, Hessen, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 62 Jahre)
    +3. Adelheid von Nassau   gest. 8 Aug 1344
    Familien-Kennung F11641  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 11 Feb 2026

    Familie 2 Irmengard (Irmgard) von Hohenlohe-Weikersheim,   geb. 1315   gest. 11 Mai 1371, Kloster Liebenau, Worms, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 56 Jahre)
    Notizen 
    • Mit seiner zweiten Frau Irm(en)gard von Hohenlohe-Weikersheim (* 1315; † 1371/1372), Tochter von Kraft von Hohenlohe-Weikersheim und Witwe von Konrad von Zollern († 1334), hatte er die Kinder:

      - Kraft (nach 1333–1356), Graf von Nassau-Sonnenberg (1355–1356), gefallen in der Schlacht bei Maupertuis (Frankreich)
      - Ruprecht VII. (um 1340–1390), Graf von Nassau-Sonnenberg (1356–1390)
    Familien-Kennung F11642  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 20 Mai 2020

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsBesitz - Erwirbt die Hälfte der Grafschaft Weilnau mit Schloss Neuweilnau. - 1326 - Schloss Neuweilnau Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Erwirbt die Herrschaft Merenberg - 1328 - Merenberg Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 7 Jan 1361 - Burg Sonnenberg, Wiesbaden, DE Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeerdigung - - Kloster Klarenthal Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Nassau - Grafenwappen
    Nassau - Grafenwappen
    Wappen aus dem Scheiblerschen Wappenbuch 1450–1480, älterer Teil: Grafen von Nassau

    Die Wappen des Hauses Nassau sind vom Wappen der französischen Region Franche-Comté abgeleitet.
    Stammwappen der ottonischen Linie:
    Im blauen, mit goldenen Schindeln bestreuten Schild ein goldener rotbewehrter Löwe; auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein schwarzer Flug, belegt mit einem aufgebogenen silbernen Schrägbalken, der mit goldenen Lindenblättern belegt ist, die aus goldenem Flechtwerk oberhalb des Balkens, durch dessen Maschen die Schwungfedern des Fluges gesteckt sind, herabhängen. (Ab dem 16. Jahrhundert wurde das Flechtwerk nicht mehr dargestellt.)
    Stammwappen der walramischen Linie:
    Im blauen, mit goldenen Schindeln bestreuten Schild ein goldener rotbewehrter Löwe (seit dem 15. Jahrhundert auch rot- oder goldengekrönt); auf dem Helm mit blau-goldenen Decken zwei blaue, mit goldenen Schindeln bestreute Büffelhörner, zwischen denen seit 1353 der goldene, rotbewehrte und rotgekrönte Pfälzer Löwe sitzt.
    Anlässlich der Erbeinigungskonferenzen, inklusive des Nassauischen Erbvereins, zwischen den beiden Hauptlinien wurde zu Bad Ems im Sommer 1783 festgesetzt, dass der nassauische Löwe rot bewehrt und rot gekrönt werden solle. Dessen ungeachtet wird er heute, wie auch schon im großen und mittleren Wappen des Königreichs Preußen und der preußischen Provinz Hessen-Nassau, bzw. der späteren Provinz Nassau, im königlich niederländischen Wappen wie im großherzoglich luxemburgischen Wappen golden gekrönt.

    Bild: Verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c – Image 40
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Gerlach_I._(Nassau)

      Gerlach I. (* um 1285; † 7. Januar 1361 auf Burg Sonnenberg, begraben im Kloster Klarenthal[1]) war von 1305 bis 1344 Graf von Nassau aus der walramschen Linie mit dem Herrschaftsgebiet Nassau-Idstein und bis 1361 Graf von Nassau-Sonnenberg.

      Leben
      Gerlach war der jüngere Sohn des deutschen Königs Adolf von Nassau und der Imagina von Isenburg-Limburg. Er folgte seinem älteren Bruder Ruprecht VI. nach dessen frühem Tod 1305 und residierte auf Burg Sonnenberg bei Wiesbaden. Gerlach war ein entschlossener Mann, der sich mit den ehemaligen Gegnern seines Vaters aussöhnte und den Ruf seines Hauses Nassau nach dessen Tod wiederherstellte. In der Politik hatte er mehr Glück als sein Vater und konnte den Besitz seines Hauses stetig erweitern.

      Bereits 1309 gelang ihm die Überführung des Leichnams seines Vaters in den Dom zu Speyer. In diesem Zusammenhang ließ er an dessen Todesort bei Göllheim das Königskreuz errichten. Es ist das älteste Flurkreuz der Pfalz. Gerlach stand dem Haus Luxemburg und Heinrich VII. nahe und begleitete Heinrich 1312 zu dessen Kaiserkrönung nach Italien. 1310 begleitete er Heinrichs Sohn Johann von Böhmen, später König von Böhmen, nach Prag. Nach dem Tod Heinrichs nahm er Partei für den Habsburger Friedrich den Schönen, den Sohn Albrechts I. von Österreich, des ehemaligen Feindes seines Vaters. 1318 hielt er als Verteidiger Wiesbadens der Belagerung Ludwigs stand, worauf er eine eigene Münze erhielt. Erst 1322, nach der Schlacht bei Mühldorf, erkannte Gerlach Friedrichs Gegenspieler Ludwig den Bayern als deutschen König an. Bereits im bayerischen Bruderkrieg hatte er Ludwigs Bruder Rudolf I. unterstützt und sich vehement für einen Landfrieden eingesetzt.

      Nach 1322 söhnte er sich mit Ludwig aus. 1326 wurde er kaiserlicher Vogt der Wetterau und erwarb die Hälfte der Grafschaft Weilnau mit Burg Neuweilnau. 1328 erwarb er die Herrschaft Merenberg, 1336 erhielt er die Biebricher Fähre als Reichslehen, und 1338 war er kaiserlicher Gesandter beim Papst in Avignon.

      In Fehden stand er mit Kurmainz, Kurtrier und auch mit den Grafen von Katzenelnbogen, mit denen er verwandtschaftlich verbunden war, da seine mit Walram II. verheiratete Großmutter Adelheid eine Schwester des Grafen Diether V. von Katzenelnbogen und Tochter des Grafen Diether IV. von Katzenelnbogen war.

      Abdankung und Teilung der Grafschaft
      1338 besuchte ihn Kaiser Ludwig auf seiner Residenz Burg Sonnenberg. 1344 dankte er zugunsten seiner Söhne Adolf und Johann ab, blieb aber weiterhin Herr von Sonnenberg. Als Anhänger von Karl IV. trat er in dessen Gefolge auf. Seine zweite Frau Irmengard von Hohenlohe-Weikersheim erbat 1351 von König Karl IV. die Stadtrechte für Sonnenberg, die ihr gewährt wurden.

      Bereits 1355 wurde die walramsche Herrschaft aufgeteilt in Nassau-Wiesbaden-Idstein (Sohn Adolf aus erster Ehe), Nassau-Weilburg (Sohn Johann aus erster Ehe) und Nassau-Sonnenberg (Sohn Kraft aus zweiter Ehe). Da Kraft schon im folgenden Jahr in der Schlacht bei Maupertuis fiel, folgte ihm Gerlachs jüngster Sohn Ruprecht als Graf von Nassau-Sonnenberg.