Königin Bertha von Schwaben (von Burgund)

Königin Bertha von Schwaben (von Burgund)

weiblich 907 - nach 966  (~ 59 Jahre)

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  • Name Bertha von Schwaben (von Burgund) 
    • Berta von Alamannien / Berthe von Burgund / Bertha of Swabia / Berthe de Souabe / Berthe de Bourgogne
    • Aus der Linie der Hunfriedinger / Burchardinger
    Titel Königin 
    Spitzname die Spinnerin 
    Geboren cir 907 
    Geschlecht weiblich 
    Beruf / Beschäftigung Kloster Säckingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Laienäbtissin (urkundlich nicht belegt) 
    Titel auf Deutsch 922 bis 933  Königreich Hochburgund Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Königin von Hochburgund nachdem ihr Vater Burkhard II. im Jahre 919 bei Winterthur König Rudolf II, besiegt hat und den sie darauf heiratete. 
    Titel auf Deutsch 933 bis 945  Königreich Burgund Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Nach der Vereinigung von Hoch- und Niederburgund ab 933 Königin von Burgund 
    Titel auf Deutsch 937 bis 947  Lombardei, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Königin der Lombardei 
    Gestorben nach 2 Jan 966 
    Begraben Abtei Payerne, Waadt, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2353  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren, Zurfluh Helena - Vorfahren, Zwyer Katharina - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 29 Jan 2020 

    Vater Herzog Burkhard II. (Burchard) von Schwaben (Hunfriedinger / Burchardinger),   geb. cir 885,   gest. 29 Apr 926, Novara, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 41 Jahre) 
    Mutter Herzogin Reginlinde (Regelinda) von Thurgau (von Schwaben),   geb. zw 885 und 890,   gest. 958, Insel Ufenau, Zürichsee Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 68 Jahre) 
    Familien-Kennung F2309  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 König Rudolf II. von Hochburgund (Welfen),   gest. 11 Jul 937 
    Verheiratet cir 922 
    Kinder 
     1. König Konrad III. von Burgund, der Friedfertige,   geb. 923,   gest. 19 Okt 993  (Alter 70 Jahre)
    +2. Kaiserin Adelheid von Burgund (Welfen),   geb. zw 931 und 932, Hochburgund Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 16 Dez 999, Kloster Selz, Elsass Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 67 Jahre)
     3. Dux Rudolf von Burgund
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 
    Familien-Kennung F772  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 2 König Hugo I. von Niederburgund (von Italien) (Bosoniden),   geb. vor 887,   gest. 10 Apr 947, Arles Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 60 Jahre) 
    Verheiratet 12 Dez 937 
    Kinder 
     1. Bertha (Eudokia) von Niederburgund und Italien (Bosoniden)
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 
    Familien-Kennung F983  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsTitel auf Deutsch - Königin von Hochburgund nachdem ihr Vater Burkhard II. im Jahre 919 bei Winterthur König Rudolf II, besiegt hat und den sie darauf heiratete. - 922 bis 933 - Königreich Hochburgund Link zu Google Earth
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    Link zu Google MapsTitel auf Deutsch - Königin der Lombardei - 937 bis 947 - Lombardei, Italien Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBegraben - - Abtei Payerne, Waadt, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Bertha von Schwaben
    Bertha von Schwaben
    Königin Bertha und die Spinnerinnen - Gemälde von 1888

    Bild: Wikipedia / © public domain

    Wappen, Siegel, Münzen
    Bertha von Schwaben - Wappen
    Bertha-von-Schwaben
    Wappen der Bertha von Schwaben

    Karten
    Burgund - Hoch- und Niederburgund - Karte
    Burgund - Hoch- und Niederburgund - Karte
    Die Königreiche Hoch- und Niederburgund sowie das Herzogtum Burgund im 9. und 10. Jahrhundert
    Burgund / Schwaben - Karte
    Burgund / Schwaben - Karte
    Karte des Königreichs Hochburgund und des Herzogtums Schwaben im 10. Jahrhundert

    Königreich Hochburgund, 888 - 1032
    Herzogtum Schwaben, gegründet 911/915

  • Notizen 
    • Auszug aus: NEUJAHRSBLATT der Gesellschaft zu Fraumünster auf das Jahr 2020

      Bertha, Königin von Burgund

      Reginlindes Tochter Bertha (*907) wurde schon früh in die politischen Umbrüche ihrer Zeit involviert. Ihr Vater, Burkhard II., hatte seine Machtbasis in Rätien. Bei den widerborstigen Alemannen war seine Herrschaft indessen umstritten; König Rudolf II. überschritt die Aare, eroberte den Aargau, überquerte die Reuss und machte sich zum Herrn über den Zürichgau. Erst 919 in Winterthur wurde er, beim Versuch, auch den Thurgau zu erobern, von Herzog Burkhard besiegt.
      Nach drei Jahren Verhandlungen einigte man sich in drei Punkten: Erstens, die Reuss bildete die neue herrschaftliche Grenze zwischen Hochburgund und Alemannien. Zweitens, der Herzog und der König, die Herren über die Bündner und Walliser Pässe, verfolgten von nun an eine gemeinsame Politik zur Eroberung Italiens. Und drittens, der ledige Rudolf II. erhielt Bertha zu seiner Ehefrau.

      Mehr unter der Quelle [1]


    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Berta_von_Alamannien

      Berta von Alamannien (* um 907; † nach 2. Januar 966), als Gattin von Rudolf II. Königin von Hochburgund und nach der Vereinigung von Hoch- und Niederburgund ab 933 Königin von Burgund, in der Schweiz meistens Bertha von Schwaben genannt. Nach 937 wurde sie durch Heirat auch Königin der Lombardei.
      Berta war die Tochter des Herzogs Burchard II. von Schwaben. Nachdem die expansiven Herrscher von Hochburgund ihre Ostgrenze auf Kosten Schwaben-Alamanniens von der Aare an die Reuss verlegten, dann aber 919 in der Schlacht bei Winterthur eine Niederlage erlitten hatten, wurde Berta wohl 922 als Versöhnungsgeste mit König Rudolf II. von Hochburgund vermählt. Die gemeinsame Tochter Adelheid wurde in zweiter Ehe die Gattin von Kaiser Otto I.
      Rudolf und Berta wurden große Kirchenstifter in der Westschweiz. Nach Rudolfs Tod 937 amtierte Berta zeitweise als Vormund von König Konrad von Burgund. Sie heiratete am 12. Dezember 937 König Hugo von Italien Die Ehe blieb unglücklich; nach Hugos Tod 947 verbrachte Berta den Rest ihres Lebens wieder nördlich der Alpen, wobei die Angaben unsicher sind.
      Berta hat die Gründung des Marienkloster Payerne, das nach ihrem Tod von ihrer Tochter, Kaiserin Adelheid über der Grablege der Mutter zum Zwecke der Memoria (siehe auch Memorialwesen) errichtet wurde, mit Schenkungen befördert.
      Sie ist eine sagen- und legendenumwobene Identifikationsfigur in der französischsprachigen Schweiz (die gute Königin Bertha, La reine Berthe), auch etwa bei der Gründung des Kantons Waadt. Mit der Reformation wurde ihr Bild von der guten Herrscherin zu jenem der vorbildlichen Hausfrau umgedeutet. Ein weiterer Beiname, Berta die Spinnerin, leitet sich daraus ab.

      Literatur
      • Ernst Tremp: Bertha. In: Historisches Lexikon der Schweiz
      Weblinks
       Commons: Berta von Alamannien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
      • Historischer Bericht über Berta von Alamannien (PDF-Datei; 71 kB)


    • Zitat aus: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D20781.php

      Bertha
      957/961, Königin von Burgund. Tochter Hzg. Burchards II. von Schwaben und der Herzogin Reginlinde. Nach Burchards Sieg über Kg. Rudolf II. von Hochburgund bei Winterthur 919 wurde B. wohl 922 mit Rudolf vermählt. Als Königin trat sie wenig in Erscheinung. Nach Rudolfs Tod 937 wurde sie zum Instrument der Machtpolitik und von Kg. Hugo von Italien geehelicht. Nach offenbar unglückl. Ehe (laut Liutprand von Cremona) 947 zum zweiten Mal Witwe, verbrachte B. die letzten Lebensjahre in Burgugund. Mit Schenkungen leitete sie die Gründung des Priorats Payerne ein, die durch ihre Tochter Adelheid vollendet wurde. Adelheid liess B. vor dem 8.4.961 in Payerne bestatten. Die Tradition der Königin Bertha als Stifterin des Klosters Payerne geht von einem im frühen 12. Jh. fabrizierten "Testament" aus, das am Beginn eines in der Westschweiz bis heute wirkenden Nachlebens der "guten Königin Bertha" steht. Die spätma. Grabinschrift in der Klosterkirche wurde in der Reformation zerstört. Vom 15. Jh. an weitete sich der Gründungskult auf weitere burgund. Stifte aus: Saint-Victor in Genf, St. Ursen in Solothurn (hier anstelle der Königin Bertrada), St. Mauritius in Amsoldingen und Saint-Imier. Das Zepter auf einem der Siegel der Peterlinger Fälschungen wurde vom 17. Jh. an als Spinnrocken interpretiert und mit der Redensart "z.Z., da Bertha spann" in Verbindung gebracht. Kult und Legende erlebten vom frühen 19. Jh. an einen grossen Aufschwung: Bertha wurde zu einer Identifikationsträgerin des jungen Kt. Waadt (u.a. Schriften von Philippe-Sirice Bridel, angebl. Auffindung der Gebeine 1817, hist.-patriot. Umzüge). Literar. Bearbeitung erfuhr die Persönlichkeit B.s 1947 durch Charles-Albert Cingria.

      Quellen
      – MGH DD reg. Burg., 1977
      – Corpus inscriptionum medii aevi Helvetiae 2, 1984, 210-212
      Literatur
      – H.E. Mayer, «Die Peterlinger Urkundenfälschungen und die Anfänge von Kloster und Stadt Peterlingen», in DA 19, 1963, 30-126
      – HS II/2; III/2
      – A. Lombard, La reine Berthe, 1988
      – V. Durussel, J.-D. Morerod, Le Pays de Vaud aux sources de son Histoire, 1990, 73-82
      Autorin/Autor: Ernst Tremp


    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Königreich_Burgund

      Königreich Niederburgund (ab 880)

      877, zwei Jahre nachdem er die burgundischen Lande geerbt hatte, starb Karl der Kahle (Westfrankenreich). Sein Sohn Ludwig der Stammler konnte nicht verhindern, dass sich noch im selben Jahr ein burgundischer Adliger, Graf Boso von Vienne, selbständig machte. Boso ließ sich 880 mit Hilfe des Papstes Johannes VIII. und auf Drängen seiner Gattin Irmengard, einer Tochter Ludwigs II. von Italien, auf einer Versammlung der Großen zu Mantala (Montaille bei Vienne) zum König von Burgund und der Provence proklamieren. Er begründete somit das Reich Niederburgund, das auch das cisjuranische Burgunderreich genannt wurde, oder nach seiner Hauptstadt Arles das Königreich Arelat. Boso konnte sich gegen den neuen König des Ostfrankenreiches, Karl den Dicken (876–887, seit 880 auch König von Italien und seit 881 Kaiser), behaupten, jedoch den äußersten Nordosten seines Landes, Wallis, Aosta und Savoyen, nicht halten.

      Ludwig der Blinde, König von Niederburgund 887–924, König der Langobarden (König von Italien) 899–905, Römischer Kaiser 901–905, war der Sohn Bosos und dessen Gemahlin Irmengard. Nach seines Vaters Tod huldigte er als unmündiger Erbe gemeinsam mit seiner Mutter dem ostfränkischen König und Kaiser Karl dem Dicken und empfing von ihm sein Erbe als Lehen. In demselben Verhältnis stand Ludwig auch zu Karls Nachfolger Arnulf von Kärnten. Ludwig wurde 899 König der Langobarden und wurde 901 von Papst Benedikt IV. zum Kaiser gekrönt. 905 unterlag er Berengar von Friaul, der ihn blendete und aus Italien vertrieb. Graf Hugo von Provence war ab 905 Regent von Niederburgund und ab 924 König von Niederburgund. Seit dem Rückzug Rudolfs II. von Hochburgund im Jahre 926 war er zugleich König von Italien.

      Königreich Hochburgund (ab 888)

      Nach der Absetzung Karls des Dicken (888) zerfiel das Ostfrankenreich und auf dem Boden seiner burgundischen Landesteile proklamierte sich 888 in Saint-Maurice der Welfe Rudolf I. (888–912), ein Neffe des Königs Hugo von Frankreich, zum König von Hochburgund. Das Reich umfasste die spätere Freigrafschaft Burgund (Franche-Comté) und die Markgrafschaft Transjuranien. Im selben Jahr schlug der Schwager von Rudolf I., Richard der Gerichtsherr (858–921) – Gründer des westlich der Saône gelegenen mittelalterlichen Herzogtums Burgund – die Normannen bei Saint-Florentin. Diese waren 888 in Burgund eingefallen und hatten Bèze geplündert.

      Rudolf II. von Hochburgund (912–937) führte mehrere Kriege zur Ausdehnung Hochburgunds gegenüber Alamannien. Er erwarb um 912/19/26 Basel und Gebiete im Aargau. Erst die Neugründung des Herzogtums Schwaben unter Burchard II. verhinderte eine weitere Ausdehnung. In der Schlacht bei Winterthur (919) wurde Rudolf entscheidend geschlagen. Schwaben und Hochburgund verbanden sich anschließend zur Durchsetzung beidseitiger Interessen in Italien – Rudolf II. heiratete Berta von Alamannien, eine Tochter Burchards II. Die Grenze zwischen Schwaben und Hochburgund wurde durch die Linie Huttwil-Aarwangen-Basel definiert. 922 wurde Rudolf von der gegen Berengar I. von Friaul, Kaiser und König von Italien, gerichteten Opposition nach Italien gerufen und besiegte Berengar. 926 zog er sich aus Italien wieder zurück und überließ es Hugo von Provence, dem König von Niederburgund.


    • Verwandtschaft:

      https://stammler-genealogie.ch/relationship.php?altprimarypersonID=&savedpersonID=&secondpersonID=I1&maxrels=1&disallowspouses=0&generations=50&tree=StammlerBaum&primarypersonID=I2353


  • Quellen 
    1. [S80] Fraumünster Neujahrsblatt 2020, Jeannette Röthlisberger, Niederscherli, (Gesellschaft zu Fraumünster in der Edition Gilde Gutenberg (2 Jan 2020)), ISSN 1663-5264., Seite 32.