König Chlothar II. (Merowinger)

König Chlothar II. (Merowinger)

männlich 584 - 630  (46 Jahre)

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  • Name Chlothar II. (Merowinger) 
    Titel König 
    Spitzname der Junge 
    Geboren 584 
    Geschlecht männlich 
    Titel auf Deutsch 584 bis 629 
    König der Franken 
    Gestorben zw 18 Okt 629 und 8 Apr 630 
    Personen-Kennung I23992  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 29 Jan 2021 

    Vater König Chilperich I. (Merowinger),   geb. cir 535,   gest. zw 27 Sep und 9 Okt 584, Chelles Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 49 Jahre) 
    Mutter Fredegund,   gest. 597 
    Verheiratet 570/571 
    Familien-Kennung F12353  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Heldetrud (Haldetrud),   gest. vor 613 
    Verheiratet cir 599 
    Kinder 
     1. Merowech
     2. N,   gest. nach 613
    +3. König Dagobert I. (Merowinger),   geb. cir 608,   gest. 19 Jan 639, Épinay-sur-Seine Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 31 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 18 Jan 2021 
    Familien-Kennung F12348  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 2 Bertetrud,   gest. 618 
    Zuletzt bearbeitet am 18 Jan 2021 
    Familien-Kennung F12349  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 3 Königin Sigihild,   geb. cir 590,   gest. 28 Sep 629, Clichy Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 39 Jahre) 
    Notizen 
    • Mutter unklar!

      Die beiden Hauptquellen für die Historie des fränkischen Reiches des 7. Jahrhunderts machen widersprüchliche Angaben darüber, wer die Mutter Chariberts II., Unterkönig in Aquitanien, war. So gibt die Chronik des Fredegar an, dass Charibert der zweiten Ehe Chlothars mit Bertetrud entstammte – die Autoren der Gesta Dagoberti, der Lebensgeschichte des Dagobert II. im Liber Historiae Francorum, nennen dagegen ausdrücklich Sichildis als Chariberts Mutter.[1] Aufgrund des Umstands, dass Dagobert II. sofort nach dem Tod seines Vaters seine Ehefrau Gomatrud, die Schwester seiner Stiefmutter Sichildis, verstieß und auch deren Bruder Brodulf ermorden ließ, da dieser vehement die Ansprüche Chariberts II. auf den fränkischen Thron vertrat, geht die Forschung beinahe einhellig davon aus, dass es sich bei Charibert tatsächlich um den leiblichen Sohn von Sichildis handelte.
    Kinder 
     1. Charibert II.
    Zuletzt bearbeitet am 18 Jan 2021 
    Familien-Kennung F12350  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos Mittelalter
    Chlothar II. - Münze
    Chlothar II. - Münze
    Bild: Wikipedia; PHGCOM - photographed at the British Museum

    © Gemeinfrei

    Orte, Wohnen
    Fränkisches Reich - Herrschaftsgebiete
    Fränkisches Reich - Herrschaftsgebiete
    Mitteleuropa im frühen Mittelalter.
    Austrasien ist in dunkelgrün dargestellt.

    Bild: Wikipedia; Sémhur ·✉·✍·, translated by Jka - Own work, from en:Image:Frankish power 481 814.jpg, from the Historical Atlas by William R. Shepherd (Shepherd, William. Historical Atlas. New York: Henry Holt and Company, 1911.)
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

  • Notizen 
    • Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Chlothar_II.

      Chlothar II. (* 584; † zwischen 18. Oktober 629 und 8. April 630), genannt der Junge, aus dem Geschlecht der Merowinger war König der Franken von 584 bis 629.

      Leben
      Chlothar war wenige Monate alt, als sein Vater Chilperich I. 584 ermordet wurde. Seine Mutter, Königin Fredegunde, verwaltete das Königreich bis zu ihrem Tod im Jahr 597. Sein Onkel Guntram I., König des burgundischen Teilreichs, stellte Fredegunde und Chlothar bis zu seinem Tod 592 unter seinen Schutz. Im Alter von 13 Jahren bestieg er den Thron.

      Chlothar siegte 613 über Brunichild (Brunhilde), die Regentin von Burgund, und ließ sie hinrichten. Damit war Chlothar II. seit dem Tod seines Großvaters der erste König über das gesamte Frankenreich. Allerdings musste er im Jahre 614 dem fränkischen Adel, der entscheidend zu seinem Sieg über Brunhilde beigetragen hatte, im Edictum Chlotharii wichtige Zugeständnisse machen. Damit legte er den Grundstein für den späteren Aufstieg der Hausmeier, insbesondere der Karolinger.

      In Burgund blieb die Lage nach dem Tod der Brunichild angespannt, die Burgunder versuchten, wieder ein eigenständiges Teilkönigreich zu erschaffen. Godinus, der Sohn des burgundischen Hausmeiers Warnachar, heiratete 626 dessen Witwe und trat dessen Nachfolge an, allerdings ohne Zustimmung Chlothars. Chlothar lockte daraufhin Godinus nach Neustrien und ließ ihn umbringen. Das Amt des burgundischen Hausmeiers blieb bis 642 unbesetzt.

      Insgesamt war Chlothars Regierungszeit eine Friedenszeit für das Frankenreich, so berichtet es zumindest die Fredegarchronik. Er verlegte seine Residenz von Rouen nach Paris und stellte die alten Grenzen der Teilkönigreiche wieder her. Zusammen mit der Herrschaft seines Sohnes gilt diese Zeit als letzter Höhepunkt des merowingischen Königtums.

      623 übergab Chlothar das Königreich Austrasien, als Unterkönigreich auf Forderung des austrasischen Adels, seinem Sohn Dagobert I. Chlothar starb im Winterhalbjahr 629/630 und wurde in Paris in der Kirche St. Vincent beerdigt.

      Ehen und Nachkommen
      Chlothar heiratete dreimal:

      um 599 Heldetrud (Haldetrud), † vor 613, begraben St. Ouen in Rouen
      Bertetrud, † 618, begraben in St. Vincent in Paris
      Sigihild, 625/626 bezeugt, † 28. September 629, begraben in St. Vincent in Paris
      Aus seiner ersten Ehe hatte er drei Kinder:

      Merowech, 604 bezeugt
      Sohn, † nach 613
      Dagobert I. (* 603; † 639)
      Aus seiner zweiten Ehe hatte er einen weiteren Sohn, Charibert II. Darüber hinaus wird vermutet, dass Aemma, die Ehefrau des Königs Eadbald von Kent, eine Tochter von ihm war.