König Bisinus (Thüringer)

König Bisinus (Thüringer)

männlich

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  • Name Bisinus (Thüringer) 
    • Die Thüringer (lateinisch Thuringi, Tueringi oder Thoringi) waren ein westgermanischer Stamm, der in der Spätantike im 5. und frühen 6. Jahrhundert belegt ist. Auf ihn geht die spätere Gebietsbezeichnung Thüringen zurück.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Thüringer
    Titel König 
    Geschlecht männlich 
    Titel auf Deutsch cir 500 
    König der Thüringer
    Er gilt als erster gesicherter Thüringerkönig 
    Personen-Kennung I24081  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 1 Feb 2021 

    Familie Menia (Langobardin),   gest. nach 510 
    Kinder 
    +1. König Herminafried (Thüringer),   geb. vor 485,   gest. vor 534, Zülpich Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 49 Jahre)
    +2. König Berthacher (Thüringer),   geb. cir 485,   gest. cir 530  (Alter ~ 45 Jahre)
     3. König Baderich (Thüringer),   geb. zw 480 und 490,   gest. cir 530  (Alter ~ 40 Jahre)
     4. Raicunda,   gest. 512
    Zuletzt bearbeitet am 27 Jan 2021 
    Familien-Kennung F12395  Familienblatt  |  Familientafel

  • Orte, Wohnen
    Thüringer Reich - Reich der Burgunder - Chlodwigs Eroberungen
    Thüringer Reich - Reich der Burgunder - Chlodwigs Eroberungen
    Reich der Thüringer an der Ostgrenze des Fränkischen Reichs um 500 n. Chr.

    Salische Teilkönigreiche im Jahr 481 und Chlodwigs Eroberungen bis zum Jahr 511 Nachweise: Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich. Kohlhammer Verlag, Fünfte aktualisierte Auflage 2006. Matthias Springer: Die Sachsen. Kohlhammer, Stuttgart 2004, ISBN 3-17-016588-7. Dieter Geuenich: Geschichte der Alemannen. 2., überarbeitete Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-17-018227-1. Herwig Wolfram: Die Goten. 4. Aufl., C.H. Beck, München 2001. ISBN 3-406-33733-3.

    Bild: Wikipedia; Altaileopard - Eigenes Werk - basiert auf File:Europe relief laea location map.jpg
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Bisinus

      Bisinus (gelegentlich auch Basinus, Besinus oder Bisin) ist der Name von zwei verschiedenen Herrschern der Thüringer, die im späten 5. Jahrhundert zur Zeit der Völkerwanderung lebten. Beide werden von Gregor von Tours in dessen Historien erwähnt (Gregor, Historien 2,12 und 3,4).

      Der bei Gregor Bysinus genannte erste Herrscher soll ein Herrscher der Thüringer um 460 gewesen sein. Er soll den von den fränkischen Großen vertriebenen König Childerich I. bei sich aufgenommen haben, der ihm angeblich seine Gemahlin Basena entführte und mit ihr Chlodwig I., den Stifter des Frankenreichs, zeugte. Diese Darstellung ist historisch allerdings unglaubwürdig,[1] wenngleich Chlodwigs Mutter tatsächlich Basena hieß. Möglicherweise ist dieser Bysinus nicht historisch, sondern erst die zweite Person (siehe unten). Gregor schrieb diesen Teil der Historien um 575 nieder und benutzte dazu oft nur mündliche Überlieferungen, die nicht besonders zuverlässig waren. Der Name Basena taucht häufig im thüringischen Adel auf, das belegen Grabungsfunde. Vielleicht, so die Theorie, hat Gregor Basena mit einer anderen Person aus der Verwandtschaft des Bysinus verwechselt.

      Der zweite Bisinus herrschte um 500 über die Thüringer und ist historisch besser belegt, er gilt als erster gesicherter Thüringerkönig. Gregor von Tours nennt nicht seinen Namen, doch den von zweien seiner Söhne, die bei Venantius Fortunatus (um 600) als Söhne eines Bisinus (Bessinus) erwähnt werden. Dieser zweite Bisinus war mit einer Langobardin namens Menia verheiratet. Er hatte drei Söhne: Herminafried, Baderich, und Berthachar, die seine Nachfolge in unterschiedlichen Teilen des Reiches antraten, das wenig später von den Franken erobert wurde (531/34). Er hatte außerdem eine Tochter Raicunda,[2] die mit dem Langobardenkönig Wacho verheiratet war.[3]