König Baderich (Thüringer)

König Baderich (Thüringer)

männlich 490 - 530  (~ 40 Jahre)

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  • Name Baderich (Thüringer) 
    • Die Thüringer (lateinisch Thuringi, Tueringi oder Thoringi) waren ein westgermanischer Stamm, der in der Spätantike im 5. und frühen 6. Jahrhundert belegt ist. Auf ihn geht die spätere Gebietsbezeichnung Thüringen zurück.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Thüringer
    Titel König 
    Spitzname der Kühnreiche 
    Geboren zw 480 und 490 
    Geschlecht männlich 
    Titel auf Deutsch Zusammen mit seinen Brüdern Hermenefried und Berthachar König von Thüringen 
    Gestorben cir 530 
    Personen-Kennung I24084  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 1 Feb 2021 

    Vater König Bisinus (Thüringer) 
    Mutter Menia (Langobardin),   gest. nach 510 
    Familien-Kennung F12395  Familienblatt  |  Familientafel

  • Orte, Wohnen
    Thüringer Reich - Reich der Burgunder - Chlodwigs Eroberungen
    Thüringer Reich - Reich der Burgunder - Chlodwigs Eroberungen
    Reich der Thüringer an der Ostgrenze des Fränkischen Reichs um 500 n. Chr.

    Salische Teilkönigreiche im Jahr 481 und Chlodwigs Eroberungen bis zum Jahr 511 Nachweise: Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich. Kohlhammer Verlag, Fünfte aktualisierte Auflage 2006. Matthias Springer: Die Sachsen. Kohlhammer, Stuttgart 2004, ISBN 3-17-016588-7. Dieter Geuenich: Geschichte der Alemannen. 2., überarbeitete Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-17-018227-1. Herwig Wolfram: Die Goten. 4. Aufl., C.H. Beck, München 2001. ISBN 3-406-33733-3.

    Bild: Wikipedia; Altaileopard - Eigenes Werk - basiert auf File:Europe relief laea location map.jpg
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Baderich_(Altthüringer)

      Baderich oder Balderich („der Kühnreiche“, * zwischen 480 und 490; † um 530) war ein Sohn des Thüringer Königs Bisinus.

      Seine beiden Brüder hießen Herminafried und Berthachar, seine Schwester Raicunda[1] war mit dem langobardischen König Wacho verheiratet. Nach dem Tod seines Vaters (†500-510) teilten sich die drei Brüder das Reich auf. Offenbar nahm Herminafried eine Vorrangstellung ein, dies lässt sich aus den nachfolgenden Ereignissen erschließen.

      Gregor von Tours schreibt, dass Herminafried, nachdem dieser Berthachar umgebracht hatte, durch Aufhetzung seiner Gemahlin Amalaberga den Frankenkönig Theuderich beauftragt hat, Baderich zu ermorden. Als Lohn für diese Tat sollte das Gebiet Baderichs unter Herminafried und Theuderich aufgeteilt werden. Theuderich besiegte Baderich in einer Schlacht, in welcher der Thüringerkönig fiel. Herminafried dachte aber nicht mehr daran, das Reich zu teilen. So entstand eine Feindschaft zwischen den beiden Königen, die dann zur Schlacht an der Unstrut 531 geführt haben soll. Doch da Gregor ein Franke war und diese den Thüringern feindlich gegenüberstanden, ist nicht bekannt, inwiefern diese Geschichte der Wahrheit entspricht.

      In der neueren Forschung wird angenommen, dass Baderich, noch vor den fränkischen Invasionen in das Thüringerreich (erste Angriffe erfolgten 529, 531/34 wurde das Reich erobert) verstarb. Er starb anscheinend vor seinem Bruder Herminafried (keine zuverlässigen Details in den Quellen). Baderich hinterließ keine Nachkommen und blieb offenbar unverheiratet.