Chlothilde (Chrodehild) (Burgunden)

Chlothilde (Chrodehild) (Burgunden)

weiblich - 544

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  • Name Chlothilde (Chrodehild) (Burgunden) 
    • Chrodichild, Chrodechilde, Chrodigildis, Clothilde, Klothilde
    Geschlecht weiblich 
    Gestorben 544 
    Begraben Apostelkirche, Paris Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I24130  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 28 Jan 2021 

    Vater Chilperich II. (Burgunden),   gest. cir 476 
    Familien-Kennung F12426  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie König Chlodwig I. (Chlodowech) (Merowinger),   geb. 466,   gest. 27 Nov 511  (Alter 45 Jahre) 
    Verheiratet 492/494 
    Kinder 
     1. Ingomer (Merowinger),   geb. 493/494
    +2. König Chlodomer (Merowinger),   geb. 494/495,   gest. 21 Jun 524, Schlacht bei Vézeronce Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter 29 Jahre)
    +3. König Childebert I. (Merowinger),   geb. cir 497,   gest. 23 Dez 558  (Alter ~ 61 Jahre)
    +4. König Chlothar I. (Merowinger),   geb. cir 495,   gest. Dez 561, Compiègne Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 66 Jahre)
     5. Chlodihild (Merowinger),   gest. 531
    Zuletzt bearbeitet am 28 Jan 2021 
    Familien-Kennung F12418  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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  • Fotos Mittelalter
    Chlothilde und Söhne
    Chlothilde und Söhne
    Chrodechild mit ihren vier Söhnen auf einer Miniatur in den Grandes Chroniques de Saint-Denis

    Bild: Wikipedia; Autor unbekannt - Bibliothèque municipale de Toulouse.
    © Gemeinfrei

    Orte, Wohnen
    Thüringer Reich - Reich der Burgunder - Chlodwigs Eroberungen
    Thüringer Reich - Reich der Burgunder - Chlodwigs Eroberungen
    Reich der Thüringer an der Ostgrenze des Fränkischen Reichs um 500 n. Chr.

    Salische Teilkönigreiche im Jahr 481 und Chlodwigs Eroberungen bis zum Jahr 511 Nachweise: Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich. Kohlhammer Verlag, Fünfte aktualisierte Auflage 2006. Matthias Springer: Die Sachsen. Kohlhammer, Stuttgart 2004, ISBN 3-17-016588-7. Dieter Geuenich: Geschichte der Alemannen. 2., überarbeitete Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-17-018227-1. Herwig Wolfram: Die Goten. 4. Aufl., C.H. Beck, München 2001. ISBN 3-406-33733-3.

    Bild: Wikipedia; Altaileopard - Eigenes Werk - basiert auf File:Europe relief laea location map.jpg
    © CC0 - https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.en

  • Notizen 
    • Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Chrodechild

      Chrodechild (auch Chrodichild, Chrodechilde, lat. Chrodigildis; die Namensformen Chlothilde, Clothilde, Klothilde, unter denen sie in der spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Literatur rezipiert wird, sind nicht authentisch) (* um 474 in Lyon; † 3. Juni 544 in Tours) war die zweite Frau von Chlodwig I. und durch diese Ehe Königin der Franken. Als heilige Clothilde bzw. Chlothilde wird sie von der Kirche verehrt.

      Sie wurde als Tochter von Chilperich II. geboren und starb im Kloster Saint-Martin de Tours. Die früher teilweise vertretene Ansicht, dass ihre Mutter die im Jahr 506 verstorbene Königin Caretene gewesen sei, wird in der modernen Forschung eher nicht mehr aufrechterhalten.[1] Jedenfalls war sie aber eine Nichte der Burgunderkönige Gundobad und Godegisel.

      Chrodechild und ihre Schwester wurden durch ihren Onkel Godegisel an dessen Hof in Genf erzogen. Chrodechild heiratete den merowingischen Frankenkönig Chlodwig I. zwischen 492 und 494 unter der Bedingung, dass sie ihre christliche Religion weiter ausüben durfte. Sie bekannte sich zum Katholizismus und trug zur Entscheidung Chlodwigs bei, ebenfalls diese Form des Christentums und nicht den bei anderen Germanenvölkern verbreiteten Arianismus anzunehmen. Um 501 hatte Gundobad das burgundische Recht aufzeichnen lassen, 506 folgte die Lex Romana Burgundionum für die Romanen.[2]

      Ihre Kinder wurden alle – die beiden älteren Söhne Ingomer und Chlodomer bereits vor ihrem Vater – getauft. Als jedoch Ingomer früh verstarb und Chlodomer schwer erkrankte, gab Chlodwig der Religion seiner Frau daran die Schuld. Erst als der zweite Sohn wieder gesundete und Chlodwig bei einer großen Schlacht gegen die Alemannen den christlichen Gott um Hilfe anflehte und die Schlacht gewann, konvertierte er – und damit sein Reich – zum katholischen Christentum.

      Zum Weihnachtsfest 497, 498 oder 499 ließ sich Chlodwig mit 3.000 anderen Franken von Bischof Remigius von Reims taufen. Wegen ihres Beitrags zu diesem Entschluss wurde Chrodechild kirchlicherseits als Wegbereiterin für den katholischen Glauben in Europa betrachtet.

      Nach dem Tod ihres Sohnes Chlodomer auf einem Feldzug gegen die Burgunden im Jahr 524 übernahm Chrodechild den Schutz seiner drei minderjährigen Söhne, ihrer Enkel Theudoald, Gunthar und Chlodoald (Chlodowald), um deren Erbrecht im Reich des verstorbenen Königs zu sichern. Dies scheiterte aber am Widerstand Childeberts I. und Chlothars I., die das Reich Chlodomers aufteilen und die Erbansprüche ihrer unmündigen Neffen ausschalten wollten. Wie der Geschichtsschreiber Gregor von Tours berichtet, brachten Chlothar und Childebert mit einer List die Kinder in ihre Gewalt und ließen dann Chrodechild fragen, ob die Kinder geschoren und damit herrschaftsunfähig gemacht oder getötet werden sollten. Chrodechild antwortete, sie wolle die Kinder lieber tot als herrschaftsunfähig sehen. Darauf tötete Chlothar den zehnjährigen Theudoald und den siebenjährigen Gunthar eigenhändig; Chlodoald wurde unter nicht näher bezeichneten Umständen vor seinem Onkel gerettet und überlebte durch Eintritt in den geistlichen Stand.

      Nach dem Tode Chlodwigs 511 gründete Chrodechild Klöster und stiftete Kirchen. Sie wurde – wie ihr Mann und ihre Tochter – in der Apostelkirche in Paris, der späteren Kirche Sainte-Geneviève bestattet.

      Als heilige Clothilde wird sie als Patronin der Frauen und Notare verehrt. Sie wird oft mit einem Kirchenmodell und einem Buch, den Armen spendend, dargestellt. Ihr Fest ist der 3. Juni. Sébastien Mamerot nennt in seiner Histoire des neuf preux et des neuf preuses (1460–1461) als eine der Neun Guten Heldinnen. Nach ihr wurden unter anderem die Basiliken Ste-Clotilde (Paris) und Ste-Clotilde (Reims) benannt.