Sigismund (Burgunden)

Sigismund (Burgunden)

männlich - 524

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  • Name Sigismund (Burgunden) 
    • Wird von der katholischen Kirche als Heiliger verehrt
    Geschlecht männlich 
    Besitz 22 Sep 515  Abtei Saint-Maurice, Wallis, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Gründet am 22. September 515 das noch heute bestehende Kloster Saint-Maurice. 
    Gestorben 1 Mai 523/24  Saint-Peravy-la-Colombe Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Chlodomer liess Sigismund, seine Frau und die Söhne Gisald und Gondebaud töten indem man sie kopfüber in einen Brunnen stürzte.
    Begraben Abtei Saint-Maurice, Wallis, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Drei Jahre nach seinem Tod wurde Sigismunds Leichnam geborgen und anschließend in der Johannes-Kapelle in der Abtei Saint-Maurice (St. Maurice, Wallis), dem Kloster, das er 515 selbst gestiftet und in das er sich danach einige Zeit zurückgezogen hatte, beigesetzt.
    Personen-Kennung I24145  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 28 Jan 2021 

    Vater König Gundobad (Burgunden),   gest. 516 
    Familien-Kennung F12424  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Ostrogotho,   gest. 523/24 
    Kinder 
     1. Gisald (Burgunden),   gest. 1 Mai 523/24
     2. Gondebaud (Burgunden),   gest. 1 Mai 523/24
     3. Sigrich (Burgunden),   gest. 523
    +4. Suavegotta,   geb. nach 495,   gest. nach 549  (Alter ~ 54 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 28 Jan 2021 
    Familien-Kennung F12423  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsBesitz - Gründet am 22. September 515 das noch heute bestehende Kloster Saint-Maurice. - 22 Sep 515 - Abtei Saint-Maurice, Wallis, Schweiz Link zu Google Earth
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    Link zu Google MapsBegraben - - Abtei Saint-Maurice, Wallis, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Sigismund - Fresko
    Sigismund - Fresko
    Sigismund von Burgund. Fresko in der Dreifaltigkeitskirche (Konstanz), entstanden zwischen 1417 und 1437.

    Bild: Wikipedia; User:Fb78 - Photo by User:Fb78
    © Gemeinfrei

    Grabsteine
    Sigismund - Sigismundschrein
    Sigismund - Sigismundschrein
    Schrein von Sigismund und seinen Söhnen in St. Maurice, heute in der dortigen Schatzkammer.

    Bild: Wikipedia; Jean Housen - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Jeanhousen
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

  • Notizen 
    • Auszug aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigismund_(Burgund)

      Sigismund oder Sigmund († 1. Mai 523/24 Saint-Peravy-la-Colombe) war ein Sohn des Burgundenkönigs Gundobad und wurde im Jahr 516 dessen Nachfolger. Seine Mutter war vermutlich Caretene. Er wird von der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.

      Leben
      Während Gundobad Arianer war, ließ sich Sigismund 497 – gegen den Willen seines Vaters – vom Bischof Avitus von Vienne katholisch taufen.

      Im Jahr 501, nachdem Gundobad seinen Bruder Godegisel, den Teilkönig in Genf, hatte ermorden lassen, setzte er dort Sigismund als dessen Nachfolger ein. Von seinem Vater übernahm Sigismund den Amtstitel magister militum, anlässlich seiner Herrschaftsübernahme 516 verlieh ihm der oströmische Kaiser Anastasios I. zudem offenbar den Ehrentitel patricius.

      Um das Jahr 517 verheiratete Sigismund seine Tochter mit dem Frankenkönig Theuderich I. († 533); in einigen Quellen wird der Name dieser Tochter mit Suavegotta angegeben, in anderen Quellen gilt Suavegotta als Name von Theuderichs vorheriger Ehefrau.

      Im Jahr 523 ließ Sigismund seinen Sohn Sigerich erdrosseln, da er ihn verdächtigte, sich gegen ihn verschworen zu haben. Dieser Mord löste eine Krise zwischen den Ostgoten und den Burgundern aus, was die Franken, insbesondere Theuderichs Halbbrüder unter Führung Chlodomers, nicht aber Theuderich selbst, ausnutzten, um das nun allein stehende Burgundenreich anzugreifen. Sigismund unterlag in einer Schlacht den Franken, er, seine Frau und seine zwei Söhne gerieten durch Verrat in die Gefangenschaft der Franken (siehe Burgundenkrieg).

      Sigismunds Bruder und Nachfolger Godomar II. gelang es, das Blatt zu wenden. Mit Unterstützung der Ostgoten setzte er 524 zum Gegenangriff an, woraufhin Chlodomer den Befehl gab, Sigismund und seine Familie zu töten. Das geschah am 1. Mai 523/524, indem man sie kopfüber in einen Brunnen stürzte; seitdem gilt Sigismund als christlicher Märtyrer.

      Am 21. Juni 524 erreichte Godomar in der Schlacht bei Vézeronce einen Sieg über die Franken, bei dem Chlodomer selbst fiel. Die Franken zogen sich danach zurück und gaben den Kampf vorläufig auf.

      Drei Jahre nach seinem Tod wurde Sigismunds Leichnam geborgen und anschließend in der Johannes-Kapelle in der Abtei Saint-Maurice (St. Maurice, Wallis), dem Kloster, das er 515 selbst gestiftet und in das er sich danach einige Zeit zurückgezogen hatte, beigesetzt. Seine Gebeine kamen teilweise als Reliquien nach Prag und im 14. Jahrhundert nach Freising, wo die Übertragung seiner Gebeine jährlich am 5. September gefeiert wird.

      Sigismund ist der Patron der Stadt Cremona sowie Namensgeber der Orte namens Saint-Sigismond, ihm sind eine Anzahl von Sigismundkirchen gewidmet. Er wird gegen Sumpffieber und Bruchleiden angerufen. Sein Gedenktag ist der 1. Mai. Im Erzbistum München-Freising wird sein Gedenktag am 2. Mai begangen.

      Darstellung
      Sigismund von Burgund wird oft in königlicher Kleidung und auf einem Thron sitzend mit Zepter und Reichsapfel dargestellt. In einigen Fällen ist das Zepter durch ein Schwert ersetzt, da es auch die Überlieferung gibt, dass er und seine Familie, bevor sie in den Brunnen geworfen wurden, enthauptet worden sind.[1] Ein Bild aus einer Handschrift der Grandes Chroniques de France aus dem 15. Jahrhundert zeigt, wie Chlodomer die Hinrichtung des mit verbundenen Augen vor ihm knienden Sigismund befiehlt, dahinter der Scharfrichter mit erhobenem Beil.[2]