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König Vladislav II. von Böhmen (von Ungarn)

König Vladislav II. von Böhmen (von Ungarn)

männlich 1456 - 1516  (60 Jahre)

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  • Name Vladislav II. von Böhmen (von Ungarn) 
    Titel König 
    Geburt 1 Mrz 1456  Krakau, Polen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Titel (genauer) König von Böhmen, Kroatien und Ungarn 
    Tod 13 Mrz 1516  Ofen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Beerdigung Stuhlweißenburg Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2501  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 26 Apr 2018 

    Familie Gräfin Anne von Foix (von Candale),   geb. 1484   gest. 26 Jul 1506, Ofen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 22 Jahre) 
    Eheschließung 29 Sep 1502  Stuhlweißenburg Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kinder 
    +1. Anna Jagiełło von Böhmen (von Ungarn),   geb. 23 Jul 1503, Buda (Budapest) Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 27 Jan 1547, Prag, Tschechien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 43 Jahre)
    Familien-Kennung F33  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 

  • Ereignis-Karte
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  • Fotos Mittelalter
    Vladislav-II-Böhmen-Ungarn
    Vladislav-II-Böhmen-Ungarn
    Vladislav II. (1509)

    Wappen, Siegel, Münzen
    Vladislav II. von Böhmen-Ungarn - Münze
    Vladislav-II-Böhmen-Ungarn-Münze
    Siegel Vladislav II. aus dem Jahr 1513

  • Notizen 
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Vladislav_II._(Böhmen_und_Ungarn)

      Vladislav II. von Böhmen und Ungarn (poln. Władysław II. Jagiellończyk, ung. Ulászló, dt. Ladislaus Jagiello, tsch. Vladislav Jagellonský; * 1. März 1456 in Krakau; † 13. März 1516 in Ofen) war der König von Böhmen, Kroatien und Ungarn. Er war der Sohn von Kasimir IV. Jagiełło, König von Polen und Großfürst von Litauen, und der Elisabeth von Habsburg. Vladislav II. entstammte dem Adelsgeschlecht der Jagiellonen.

      Leben
      1465 bildete sich in Böhmen, angeführt von der katholischen Bewegung Grünberger Allianz (Jednota zelenohorská), eine Opposition gegen König Georg von Podiebrad. Wunschkandidat als dessen Nachfolger war der polnische König Kasimir IV., der jedoch eine Kandidatur ablehnte. Ein Jahr später rief der Papst Paul II. gegen das ketzerische Böhmen einen Kreuzzug aus, angeführt durch den ungarischen König Matthias Corvinus, der dann 1469 von der Grünberger Allianz zum König ausgerufen wurde. Geeorg verzichtete auf das Erbrecht der Krone und bot diese dem Geschlecht der Jagiellonen an. Fünf Wochen nach der Wahl des ungarischen Königs durch die Aristokraten der Grünberger Allianz in Olmütz verweigerte Georg diesem die Krone und bestimmte als seinen Nachfolger Vladislav, den ältesten Sohn des polnischen Königs Kasimir. Die Wahl wurde nach des Königs Tod durch die Wahl am 27. Mai 1471 in Kuttenberg bestätigt.
      Von seinem Vorgänger Georg von Podiebrad erbte Vladislav den Krieg gegen den Gegenkönig Matthias Corvinus, der im Gegensatz zu Vladislav (welcher auch Katholik war) nicht bereit war, die utraquistische Konfession landesrechtlich anzuerkennen. Mit dem Frieden von Olmütz wurde dieser Krieg 1479 beendet. Matthias behielt die böhmischen Nebenländer Mähren, Schlesien, Ober- und Niederlausitz und durfte wie Vladislav den Titel eines Königs von Böhmen führen. Nach dem Tod des einen Königs sollte die böhmische Krone in der Hand des anderen wiedervereinigt werden. Dies geschah nach dem Tod von Matthias Corvinus. Am 21. September 1490 wurde Vladislav in Székesfehérvár auf Grundlage des Frieden von Olmütz von 1479[1] zum König von Ungarrn gekrönt. Er setzte sich zudem als König in Ungarn gegen den Habsburger Maximilian I. und seinen Bruder Johann I. Albrecht durch. Ein Erbvertrag mit dem Habsburger und die arrangierte Hochzeit seiner Tochter Anna mit Maximilians Enkel Ferdinand und seines Sohnes Ludwig mit Maria von Österreich 1515 schufen die dynastische Voraussetzung für den Aufstieg des Hauses Habsburg in Ostmitteleuropa.
      Sowohl in Ungarn als auch in Böhmen war die Herrschaft Vladislav II. stark vom Adel abhängig. Die böhmischen Stände setzten 1500 die nach dem König benannte Vladislavsche Landesordnung durch, die ihnen weitgehende Mitsprache bei der Regierung des Landes sicherte.

      Die Prager Burg ließ Vladislav II. im Stil der Renaissance weiter ausbauen. Bedeutendstes Denkmal dieser Zeit ist der so genannte Vladislav-Saal, in dessen Bauschmuck sich spätgotische und Renaissance-Formen mischen.

      Ehe und Nachkommen
      Vladislav II. war seit dem 29. September 1502 mit der französischen Prinzessin Anne de Foix-Candale (* 1484; † 26. Juli 1506 in Ofen) verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:
      • Anna (1503–1547), Erbin von Böhmen und Ungarn ∞ 1515 Ferdinand I. (1503–1564), Erzherzog von Österreich und deutsch-römischer König
      • Ludwig II. (1506–1526), letzter König aus dem Geschlecht der böhmisch-ungarischen Jagiellonen ∞ 1515 Erzherzogin Maria (1505–1558)


      Literatur
      • Winfried Eberhard: Konfessionsbildung und Stände in Böhmen 1478–1530. München 1981.
      • Karel Malý (Hrsg.): Vladislavské zřízení zemské. A počátky ústavního zřízení v českých zemích (1500–1619). Praha 2001, ISBN 80-7286-035-6.
      • Felix Priebatsch: Wladislaw II. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 43, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 688–696.
      Anmerkungen
      1 František Palacký: Archiv český