Landammann & Ritter Sebastian von Beroldingen

Landammann & Ritter Sebastian von Beroldingen

männlich 1550 - 1603  (53 Jahre)

Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alles

  • Name Sebastian von Beroldingen 
    Titel Landammann & Ritter 
    Geboren 1550 
    Geschlecht männlich 
    Beruf / Beschäftigung zw 1576 und 1588 
    Landvogtschreiber der löblichen zwölf eidgenössischen Orte. 
    Beruf / Beschäftigung 1588-1590  Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Kirchenvogt 
    Beruf / Beschäftigung 1593  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Pannerherr 
    Beruf / Beschäftigung 1592-1594  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Der 52. Landammann von Uri (Amtsperiode 97) 
    Beruf / Beschäftigung 1594  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Oberst und Landeshauptmann 
    Beglaubigung 24 Jul 1598 
    Sebastian verwandelte die Besitztümer der von Beroldingen 1598 in ein Fideikommiß, das heute noch besteht.
     
    Ehrung 17 Nov 1598  Ferrara, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Von Papst Clemens VIII. zum Comes Palatinus, Eques Auratus und Aulae Laterani Eques ernannt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_VIII._(Papst) 
    • Das lateinische Diplom ist im Urner Neujahrsblatt 1928, Seite 49, wiedergegeben. Bekanntlich waren die Insignien dieser Ritterschaft eine goldene Kette, Schwert und goldene Sporen. Im gleichen Jahre verlieh ihm die Landsgemeinde von Nidwalden das dortige Ehrenbürgerrecht.
    Ehrung 18 Apr 1599  Kapuziner-Kirche in Stans Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Wird auf Anordnung des Papstes Clemens VIII. (Diplom ausgestellt am 17. Nov. 1698 zu Ferrara) zum Ritter geschlagen.
    http://www.vks-nw.ch/files/Kapuzinerkirche-Stans-Flyer.pdf 
    Beruf / Beschäftigung 1591-1602 
    Tagsatzungsgesandter für Uri 
    Besitz Beroldingen, Seelisberg, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Stammsitz und Schloss der von Beroldingen 
    Wohnort Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Gestorben 1603 
    Personen-Kennung I3226  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren, Zwyer Katharina - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 7 Aug 2020 

    Vater Landammann Josue von Beroldingen,   geb. 2 Sep 1495,   gest. 13 Mrz 1563  (Alter 67 Jahre) 
    Mutter Anna Katharina von Heidegg (Heideck) 
    Verheiratet 1535 
    Familien-Kennung F815  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Apollonia Reding von Biberegg,   gest. vor 27 Sep 1593 
    Verheiratet Datum unbekannt  [1
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 5 Kinder, 1 Sohn und 4 Töchter
    Kinder 
     1. Ritter Johann Georg von Beroldingen, des Raths
    +2. Apollonia von Beroldingen,   gest. 8 Jan 1652
    +3. Barbara von Beroldingen
    +4. Dorothea Judith von Beroldingen
    +5. Helena von Beroldingen
    Zuletzt bearbeitet am 2 Apr 2020 
    Familien-Kennung F1249  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 2 Columbina Tschudi,   geb. 4 Okt 1553, Burg Grepplang, SG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 1635  (Alter 81 Jahre) 
    Verheiratet 27 Sep 1593 
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 
    Familien-Kennung F1848  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Kirchenvogt - 1588-1590 - Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Pannerherr - 1593 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Der 52. Landammann von Uri (Amtsperiode 97) - 1592-1594 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Oberst und Landeshauptmann - 1594 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsEhrung - Von Papst Clemens VIII. zum Comes Palatinus, Eques Auratus und Aulae Laterani Eques ernannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_VIII._(Papst) - 17 Nov 1598 - Ferrara, Italien Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Stammsitz und Schloss der von Beroldingen - - Beroldingen, Seelisberg, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen & Siegel
    von Beroldingen - Familienwappen
    von Beroldingen - Familienwappen
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 6 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen dieses Geschlechts: 3 (In diesem Stammbaum verwendet: 1)

    Wappen: in Gold ein blauer, mit zwei goldenen Sternen belegter, schwarz gesprängter Reichsapfel.

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (6)
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (6)
    a) Der Siegelabdruck in Holzkapsel, herrührend von einer Gült der Pfarrkirche Bürglen vom 20. Oktober 1592, hat 32 mm Durchmesser. Die Inschrift von I und 2 mm hohen Antiqua-Majuskeln „SEB: VO. BEROLD INGEN . VRI LANDAM" und das Wappen mit Helmzier ist von einem 1 mm breiten Kranz eingefasst (Siegelabb. No. 6).
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (7)
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (7)
    b) Ein weiterer Abdruck vom 31. Dezember 1592 misst 3,4 cm im Durchmesser; die 2 mm grosse Umschrift ,,S. SEBASTIAN V. B'OLDINGEN" wird unterbrochen durch den Wappenschild von 13 mm Höhe und die Helmzier (Siegelabb. No. 7).
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (8)
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (8)
    c) Siegel von 36 mm am Ehevertrag vom 27. September 1593 zwischen Oberst Seb. von Beroldingen und Collobina Tschudi (Histor. Museum, Altdorf), eingefasst von 2 mm breitem Kranz. Inschrift in 2 mm hohen Majuskeln ,,S. SEBASTIAN V. B'OLDINGEN". (Siegelabb. No. 8.)
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (9)
    Sebastian von Beroldingen - Siegel (9)
    d) Das Siegel am Ehekontrakt des Hieronymus Arnold und der Anna Judith von Beroldingen vom 21. Februar 1599 (im Histor. Museum von Uri) ist etwas grösser als das Vorbeschriebene, sonst aber demselben ähnlich (Siegelabb. No. 9).

    Orte, Wohnen
    Seelisberg
    Seelisberg
    Portrait der Gemeinde Seelisberg, Uri, Schweiz
    Uri
    Uri
    Portrait des Landes Uri - Heute Kanton Uri, Schweiz

    Beruf, Arbeit
    Die Landammänner von Uri - 1
    Die Landammänner von Uri - 1
    - Kurzbeschreibung
    - Liste der Landammänner in den Jahren 1231 bis 1598

  • Notizen 

    • Der 52. Landammann von Uri (Amtsperiode 97) - Sebastian von Beroldingen

      Sebastian von Beroldingen, in Altdorf, Landammann 1592—-1594, f 1610. Eltern: Josue, Landammann, und Katharina von Heideck.
      Gattin: 1. Apollonia Reding von Biberegg; 2. Columbina Tschudy von Grepp-
      lang, Tochter des Landvogt Balthasar (Ehebrief vom 27. September 1593 im historischen Museum zu Altdorf).

      Sebastian v. B., geboren 1550, holte seine Bildung in Mailand, war zeitweise
      Offizier in der päpstlichen Garde zu Bologna, bekleidete 1576—1588 die Stelle
      als Landschreiber von Lugano, 1589 Hauptmann im Regiment Tanner in französischen Diensten, avancierte am 4. Februar 1590 zum Oberst, ist in Altdorf
      Kirchenvogt 1588-—1590, vertrat Uri als Tagsatzungsgesandter von 1591—1602, wurde 1593 Pannerherr und 1594 Landeshauptmann.

      Am 17. November 1598 ernannte ihn Papst Clemens VIII. zum Comes Pala- tinus, Eques Auratus und Aulae Laterani Eques. Das lateinische Diplom ist im Urner Neujahrsblatt 1928, Seite 49, wiedergegeben. Bekanntlich waren die In- signien dieser Ritterschaft eine goldene Kette, Schwert und goldene Sporen. Im
      gleichen Jahre verlieh ihm die Landsgemeinde von Nidwaiden das dortige Ehrenbürgerrecht.

      Noch 1602 war Sebastian von B. nominell Oberst in dem Regiment Lussy, das vom König von Frankreich, vom Papst und von Venedig besoldet wurde. Er bekleidete viele Botschaften nach Mailand, so 1587 und 1589 wegen Erhaltung des helvetischen Kollegiums, 1593 zur Erzielung eines Abkommens betr. die Verfolgung von Banditen, in Handelsangelegenheiten, 1600 wegen Soldansprüchen, Salztransit.

      Das Schloss und die Güter zu Beroldingen auf Seelisberg erhob er zu einem ewigen Fideikommiss.

      Ich konnte 4 verschiedene verwendete Siegel feststellen:

      a) Der Siegelabdruck in Holzkapsel, herrührend von einer Gült der Pfarrkirche Bürglen vom 20. Oktober 1592, hat 32 mm Durchmesser. Die Inschrift von I und 2 mm hohen Antiqua-Majuskeln „SEBÎ VO. BEROLD INGEN. VRI LKNDKTl" und das Wappen mit Helmzier ist von einem 1 mm breiten Kranz eingefasst (Siegelabb. No. 6).

      b) Ein weiterer Abdruck vom 31. Dezember 1592 misst 3,4 cm im
      Durchmesser; die 2 mm grosse Umschrift ,,S. SEBKSTIKN V. B-'OLDINGEN" wird unterbrochen durch den Wappenschild von 13 mm Höhe und die Helmzier
      (Siegelabb. No. 7).

      c) Siegel von 36 mm am Ehevertrag vom 27. September 1593 zwischen Oberst
      Seb. von Beroldingen und Collobina Tschudi (Histor. Museum, Altdorf), eingefasst von 2 mm breitem Kranz. Inschrift in 2 mm hohen Majuskeln ,,S. SEBK-
      STIKN V. B-'OLDINGEN". (Siegelabb. No. 8.)

      d) Das Siegel am Ehekontrakt des Hieronymus Arnold und der Anna Judith
      von Beroldingen vom 21. Februar 1599 (im Histor. Museum von Uri) ist etwas grösser als das Vorbeschriebene, sonst aber demselben ähnlich (Siegelabb. No. 9).

      Alle vier Siegel weisen das gevierte Wappen (1 und 4 Löwe, 2 und 3 Reichsapfel) mit dem Löwen als Helmzier.

      Quelle: [2]

  • Quellen 
    1. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 3.
      Seite 284, 285 - von Beroldingen, Fam. Nr. 9

    2. [S71] Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, Friedrich Gisler, (Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero), Band 52, Jahr 1938, Heft 1, Seiten 11, 12.