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Herzog Waldemar IV. Erichssohn von Schleswig

Herzog Waldemar IV. Erichssohn von Schleswig

männlich 1265 - 1312  (47 Jahre)

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  • Name Waldemar IV. Erichssohn von Schleswig 
    Titel Herzog 
    Geburt cir 1265  Schloss Gottorf, Schleswig Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich 
    Tod 26 Mrz od 7 Jul 1312  Schleswig Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I42135  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 25 Aug 2023 

    Vater Herzog Erich I. von Schleswig (von Dänemark),   geb. 1242   gest. 27 Mai 1272 (Alter 30 Jahre) 
    Mutter Margarete von Pommern-Rügen,   geb. 1247   gest. 1272 (Alter 25 Jahre) 
    Eheschließung cir 1260 
    Familien-Kennung F21319  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Elisabeth von Sachsen-Lauenburg 
    Eheschließung 1287 
    • Waldemar IV. heiratete die Tochter des Herzogs Johann I. von Sachsen-Lauenburg, Elisabeth von Sachsen-Lauenburg.
    Notizen 
    • Aus Waldemars IV. erster Ehe ging sein einziger Sohn hervor:
      - Herzog Erich II. (* um 1290; † 12. März 1325), er folgte seinem Vater 1312 auf dem Schleswiger Thron.
    Kinder 
    +1. Herzog Erich II. von Schleswig,   geb. 1288   gest. 12 Mrz 1325 (Alter 37 Jahre)
    Familien-Kennung F21320  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 25 Aug 2023 

    Familie 2 Anastasia von Schwerin 
    Eheschließung
    • In zweiter Ehe heiratete Waldemar Anastasia von Schwerin, die Tochter des Grafen Nikolaus V.
    • Sie ehelichte nach Waldemars Tod 1312 den Grafen Gerhard IV. Holstein (* 1276, Graf von 1312 bis 1323).
    Familien-Kennung F21321  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 25 Aug 2023 

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Christian I. von Dänemark - Wappen
    Christian I. von Dänemark - Wappen
    Wappen Herzog von Schleswig (1460 bis 1481)

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Waldemar_IV._(Schleswig) (Aug 2023)

      Waldemar IV. von Schleswig (* um 1265 auf Schloss Gottorf, Schleswig; † 26. März oder 7. Juli 1312 in Schleswig) war von 1283 bis 1312 Herzog von Schleswig. Seine Eltern waren Herzog Erich I. Abelsen von Schleswig (1242–1272) und Margarete von Pommern-Rügen († 1272), Tochter des Fürsten Jaromar II. von Rügen.[1]

      Weil er beim Tod seiner Eltern 1272 noch minderjährig war, unterstand er der Vormundschaft seines Lehnsherrn, des Königs Erich V. „Klipping“ von Dänemark, als Mündel. Erst 1283 erhielt er als Waldemar IV. wie sein Vater das Herzogtum Schleswig als Lehen. Am 29. September 1284 erteilte er Flensburg die Stadtrechte.[2]

      Kaum im Besitz seines Lehens versuchte Waldemar IV. mit der Annullierung der Thronverzichtserklärung seines Onkels Herzog Waldemar III., die dieser während seiner Gefangenschaft beim Erzbischof von Köln 1251–52 hatte abgegeben müssen, seine Ansprüche gegen die dänische Krone gerichtlich durchzusetzen, geriet aber 1285 nach Prozessverlust und daran gekoppelter Einbuße von Gebieten, u. a. den Inseln (Langeland und Alsen), und von Hoheitsrechten sowie nach erfolgloser kriegerischer Durchsetzung seiner Pläne in dänische Gefangenschaft. Nach dem gewaltsamen Tode des Dänenkönigs Erich V. wurde er 1286 jedoch von dessen Witwe, der Regentin für den minderjährigen Thronnachfolger Erich VI. Menved, begnadigt und kurzzeitig zum Reichsregenten für seinen Cousin und König bestimmt. Sämtliche verlorengegangenen und neuerworbenen Gebiete (die Inseln Aerö, Alsen und Fehmarn) erhielt er wieder, dazu wurde ihm noch das Münzrecht für das Herzogtum Schleswig übereignet.[1]

      Nach weiteren Fehden und dem Versuch um 1295, Gebietsansprüche der norwegischen Königsfamilie in Dänemark zu vertreten, musste er nach dessen Scheitern den ehemaligen erblichen Besitz Schleswigs auf Süd-Fünen an die dänische Krone abtreten, dazu kam der Verzicht auf Aerö und Fehmarn, alle Neuerwerbungen gingen damit verloren. Stattdessen wurde sein Bruder Erich Erichssohn Langbein (1272–1310) mit Langeland belehnt. Waldemar konnte aber Schleswig als erbliches Lehen seiner Familie erhalten.[1]

      Außenpolitisch versuchte Waldemar, ein Machtgleichgewicht durch eine Annäherung an Norwegen und Schweden gegenüber Dänemark zu etablieren. Weiterhin förderte er Handel und Verkehr seiner Städte und wurde dabei vom Nachbarn Holstein unterstützt, was zur späteren engen Verbindung beider Länder führte.