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- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/048653/2009-12-07/
Rudolf vonRingoltingen
um 1385, ✝︎ nach 15.6.1456, von Bern. Sohn des Heinrich, Grossrats, und der Klara Matter. ⚭ 1) 1409 Jonata von Mömpelgard-Oltigen, Tochter des Hugo, Mitherrn von Landshut, 2) Paula von Hunwil, Tochter des Walter von Hunwil, 3) vor 1446 Margareta von Düdingen, Witwe des Peter (oder Petermann) Rych, Junkers und Ratsherrn von Freiburg. 1409 Mitglied des Berner Gr. Rats, 1435-55 des Kl. Rats, 1448, 1451 und 1454 Schultheiss von Bern. 1416-54 war R. für die Stadt Bern als Gesandter in- und ausserhalb der Eidgenossenschaft tätig. Er vermittelte zwischen eidg. Orten und auswärtigen Mächten, oft bei territorialen Streitigkeiten. R. versteuerte 1448 ein Vermögen von 31'000 Gulden. Dazu gehörten ab 1415 und 1418 Schloss und Herrschaft Landshut sowie Güter u.a. in Belp, Kehrsatz, La Neuveville und Ligerz.
Version vom: 07.12.2009
Autorin/Autor: Christian Müller (2)
- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/articles/008446/2021-05-18/
Landshut
Burg in der Gem. Utzenstorf BE. Ma. Herrschaftssitz, im SpätMA Zentrum der Herrschaft L., 1514-1798 bern. Landvogtei. Die 1009 erw. Grafschaft Utzenstorf (comitatus Uranestorfus), die vom Oberaargau bis ins Seeland reichte, war Teil des hochburgund. Königreichs. Die in der 2. Hälfte des 12. Jh. erbaute zähring. Burg, vielleicht Ersatz für einen hochburgund. Vorgängerbau, war Sitz der Herren von Uzansdorf (1175-1323); sie wurde unter den Gf. von Kyburg im 13. Jh. ausgebaut. 1253 erstmals als Landeshuothe bezeichnet, war L. Zentrum des kyburg. Amtes Utzenstorf mit Grundbesitz in der Umgebung, u.a. in Utzenstorf und Bätterkinden (Urbar 1261-63). Nach der Zerstörung im Gümmenenkrieg 1332 durch Bern und Solothurn wurde die Burg wieder hergestellt. Ab Ende des 14. Jh. verpfändeten die Kyburger Herrschaftsteile an versch. Gläubiger. Der Bernburger Rudolf von Ringoltingen kaufte diese sukzessive auf (1406, 1413-18) und vereinte sie zur spätma. Herrschaft L. mit allen Gerichten und eigenem Banner (1419). Ab 1413 beanspruchte Bern das hohe Gericht (Vogtei Wangen). 1479 erwarb Ludwig von Diesbach die Herrschaft, die 1510 (Gericht Bätterkinden mit Aefligen und Schalunen) und 1514 (Utzenstorf, Wiler, Schloss L.) an Bern verkauft wurde. Die Stadt richtete die Landvogtei L. ein (neu mit Zielebach). Nach deren Aufhebung 1798 kam das Gebiet zum Distrikt Burgdorf, 1803 zum Amt Fraubrunnen. Das Wasserschloss L., Sitz des Landvogts, wurde 1624-30 auf alten Fundamenten neu erbaut (1812-15 Umbau zum Landsitz). 1812 verkaufte der Staat Bern Schloss und Domäne an Rudolf Niklaus von Wattenwyl. 1846 gelangten diese in den Besitz der Bernburgerfam. Sinner. Ab 1895 wechselten die Besitzer, bis das Schloss 1925 an die Kaufmannsfam. Rütimeyer in Alexandria kam. Diese trat es 1958 dem Kt. Bern ab, der es anschliessend renovieren liess. Das Schloss L., seit 1988 eine Stiftung, beherbergt Interieurs aus dem 17. Jh. sowie das Schweizer Museum für Wild und Jagd.
Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler
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