Hugo Burkhard von Oltigen (Mömpelgard)

Hugo Burkhard von Oltigen (Mömpelgard)

männlich - 1410


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  • Name Hugo Burkhard von Oltigen (Mömpelgard)
    • Der Sage nach soll Hugo von Montbéliard, der letzte Graf von Oltigen, ein wüster Tyrann gewesen sein. Er soll seine Untertanen ausgeplündert und zum Spass aufgeknüpft haben. Die leibeigene Bevölkerung hatte also allen Grund, das harte Joch abzuschütteln. Es tauchten schon bald Gerüchte auf, das aufstrebende Bern habe seine Finger im Spiel gehabt. Die Herrschaft Oltigen, die auch die heutige Gemeinde Wohlen umfasste, ragte wie ein Stachel in bernisches Territorium hinein. Während des Laupenkrieges (1339) und der Belagerung von Aarberg war das damals kyburgische Oltigen auf feindlicher Seite. Die Herrschaft Oltigen wechselte in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts mehrmals die Besitzer. Hugo verkaufte sie an Savoyen und nahm die Herrschaft wieder zu Lehen. Die Anhänglichkeit der Bevölkerung kann deshalb kaum sehr gross gewesen sein.
      Mehr: https://www.derbund.ch/die-untertanen-machten-dem-boesen-hugo-den-garaus-997011533391
    Geschlecht männlich
    Bürger Mömpelgard, Bourgogne-Franche-Comté, FR Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Info Ort Burg Oltigen, Radelfingen, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Die Burg Oltigen ist eine abgegangene Höhenburg in der heutigen Gemeinde Radelfingen im Kanton Bern. 
    • Die erste Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1006. Die grösste Bedeutung hatte sie in der Zeit von 1075 bis 1125 zur Zeit des Investiturstreits, als die Alpenübergänge zwischen der kaisertreuen und der papsttreuen Partei umstritten waren. In diesen Jahren führten die Herren von Oltigen den Grafentitel und konnten ihre Macht zeitweise sogar auf das Bistum Lausanne ausdehnen. Mit der Beilegung des Streits 1122 entfiel dann auch die strategische Bedeutung der Burg. Um 1400 umfasste die Herrschaft Oltigen grosse Teile der heutigen Gemeinde Wohlen (Ober- und Unterdettigen, Innerberg, Uettligen, Möriswil, Säriswil) sowie grosse Teile der Nachbargemeinden von Seedorf (zum Beispiel Frieswil) und Meikirch sowie Radelfingen.
      Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Oltigen
    Besitz Burg Oltigen, Radelfingen, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erhielt die Herrschaft Oltigen von Amadeus von Savoyen zu Lehen, wurde 1410 von seinen Untertanen erschlagen und seine Burg zerstört. 
    Besitz Gutsherr 
    Besitz Schloss Landshut, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Mitbesitzer der Herrschaft Landshut 
    • Herrschaft Landshut in der Schweiz
      Definition: Ein historisches Territorium im heutigen Kanton Bern.
      Entwicklung: Die Herrschaft wurde im 15. Jahrhundert von Rudolf von Ringoltingen erworben und ging später an Bern über.
      Schloss Landshut: Der Sitz der Landvogtei, der später in ein Schloss umgebaut wurde.
    Tod 1410 
    • Nach Besitzerwechseln im Grafenhaus Neuenburg (Isabella von Neuenburg, Konrad von Freiburg) kaufte Savoyen die Herrschaft Oltigen 1410 von Hugo Burkhard von Mömpelgard und übergab sie diesem als Lehen. Seine Untertanen empörten sich noch im selben Jahr gegen ihn, stürmten die Burg und brachten ihn um.
    Personen-Kennung I57591  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 29 Nov 2025

    Vater Richard Burkard
    Familien-Kennung F29258  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Agnellina von Bouvans
    Kinder 
    +1. Jonatha von Oltigen (Mömpelgard)
    Familien-Kennung F28233  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 29 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsInfo Ort - Die Burg Oltigen ist eine abgegangene Höhenburg in der heutigen Gemeinde Radelfingen im Kanton Bern. - - Burg Oltigen, Radelfingen, BE, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBesitz - Erhielt die Herrschaft Oltigen von Amadeus von Savoyen zu Lehen, wurde 1410 von seinen Untertanen erschlagen und seine Burg zerstört. - - Burg Oltigen, Radelfingen, BE, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Orte
    Runtigenflueh über der Aare. Standort der Burg Oltigen
    Runtigenflueh über der Aare. Standort der Burg Oltigen
    Die Burg wurde im Mai 1410 bei einem Bauernaufstand zerstört, der letzte Graf, Hugo von Mömpelgard, ermordet. Bern erwarb nun die Herrschaft Oltigen und liess sie bis 1483 als Landvogtei verwalten, danach wurde das Gebiet unter die Vogteien Aarberg und Laupen aufgeteilt. Reste der Ruine wurden 1850 abgetragen und als Baumaterial wiederverwendet.

    Bild: Wikipedia; Ginkgo2g - Eigenes Werk - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Ginkgo2g
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008348/2010-11-30/

      Oltigen

      Burg in der Gemeinde Radelfingen BE, 11. Jahrhundert-1412 Herrschaft, dann bis 1483 bernische Landvogtei. Die Stammburg der Grafen (1074-1107 erwähnt) bzw. der Freiherren von Oltigen (12. Jh.) auf dem Schlosshubel am Zusammenfluss von Aare und Saane überwachte die einzige Aarebrücke zwischen Bern und Aarberg (1226 erwähnt, 1379 abgegangen, 1430-1452 erneut bezeugt, später wieder abgegangen). Sie war Kern einer Herrschaft, deren Ausdehnung nicht mehr zu eruieren ist, im 11. und 12. Jahrhundert dann einer Freiherrschaft mit Schwerpunkt links von Saane und Aare (u.a. Herrschaft Arconciel) und im 11. Jahrhundert der kurzfristigen Allodialgrafschaft Oltigen (1006 comitatus Ottingin). Spätestens ab 1218 gehörte Oltigen zum kyburgischen Machtbereich; die Burg mit Burgstädtchen (1226 erwähnt; im 16. Jh. abgegangen, Halsgräben, Mauerreste) war kyburgisches Verwaltungszentrum in der Obhut der Ministerialenfamilie von Oltigen (1224-1397), die auch Schultheiss (1249) und Meier stellte. Burg und Herrschaft waren mehrfach zu Pfand gesetzt, unter anderem für die Ehesteuer kyburgischer Gräfinnen (1218-1256 Margaretha von Savoyen, 1254 Elisabeth von Chalon), und bildeten 1301-1342 das Witwengut Elisabeths von Kyburg-Freiburg. Über die Herrschaft Oltigen hinaus reichte der Streubesitz des kyburgischen officium Oltigen (Urbar 1261-1263). 1363 verkaufte Kyburg seine Rechte über Burg und Herrschaft Oltigen an Österreich und übernahm diese als österreichisches Lehen bis zum Wiederkauf 1385 durch Gräfin Anna von Kyburg-Nidau. Nach Besitzerwechseln im Grafenhaus Neuenburg (Isabella von Neuenburg, Konrad von Freiburg) kaufte Savoyen die Herrschaft 1410 von Hugo Burkhard von Mömpelgard und übergab sie diesem als Lehen. Seine Untertanen empörten sich noch im selben Jahr gegen ihn, stürmten die Burg und brachten ihn um. Die an Oltigen angrenzende Stadt Bern legte sofort Hand auf den Brückenort und die Herrschaft, bevor Savoyen einschreiten konnte. Bern wurde der Anstiftung zum Aufruhr bezichtigt und liess deshalb den Tathergang durch Zeugen aufnehmen (1411). Auf Vermittlung des Grafen von Neuenburg erwarb Bern Oltigen 1412; Savoyen verzichtete auf seine Lehensrechte. 1413 kauften sich die Herrschaftsleute von der Leibeigenschaft los. Ein bernischer Vogt verwaltete die Herrschaft mit Grund- und Streubesitz von Worblaufen bis Bargen mit Konzentrationen links der Aare in Gurbrü, Golaten, Wileroltigen und rechts in Oltigen, Radelfingen, Frieswil, Wohlen, Grossaffoltern; ein ehemaliges kyburgisches Hochgericht dürfte sich auf Oltigen beschränkt haben. 1483 unterstellte Bern das Gebiet teils der Landvogtei Laupen (Gerichte Biberen-Wileroltigen, Säriswil, Frieswil mit Oltigen), teils Aarberg (Gerichte Radelfingen, Grossaffoltern). 1798-1803 gehörte das Gebiet dem Distrikt Zollikofen an. 1803 bzw. 1831 entstand die heutige politische Einteilung: Oltigen wurde Teil der Gemeinde Radelfingen im Amtsbezirk Aarberg, Säriswil Teil der Gemeinde Wohlen im Amtsbezirk Bern.

      Version vom: 30.11.2010
      Autorin/Autor: Anne-Marie Dubler