Hans Holzhalb

männlich 1500 - 1548  (48 Jahre)

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  • Name Hans Holzhalb
    • Der jüngere von zwei gleichnamigen Brüdern, auch Junghans genannt (vielleicht aus 2. Ehe)
    Geburt 1500 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Zwölfer zum Widder 1531, Landvogt zu Andelfingen 1543, Schildner zum Schneggen (Schild 12) 
    Besitz Mitherr zu Trüllikon, verkauft 1536 Bonstetten an Zürich 
    Tod 1548 
    Personen-Kennung I58822  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 21 Nov 2025

    Vater Jakob Holzhalb   gest. 1524/1529
    Mutter Verena Müller
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F27702  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Margareta Frauenfeld   gest. tot 1549
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Felix Holzhalb,   get. 8 Okt 1539, Grossmünster, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +2. Hans Heinrich Holzhalb,   get. 21 Dez 1541, Grossmünster, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 9 Feb 1585 (Alter ~ 44 Jahre)
    Familien-Kennung F29001  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 14 Dez 2025

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  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023810/2008-02-12/

      Holzhalb

      Die Holzhalb erwarben vor 1350 das Zürcher Bürgerrecht. Die Genealogie ist ab Metzger Ulrich (✝︎ 1489, 1464-1465 Zunftmeister zum Widder) gesichert. Die Familie spaltete sich in drei Hauptlinien: Jene des Leonhard (✝︎ 1509), der im 16. Jahrhundert vor allem Metzger und Staatsbeamtete (darunter Landvögte und Zunftmeister) angehörten, verlor im 17. Jahrhundert an politischer Bedeutung. Begründer der andern Linien waren die Söhne von Leonhards Bruder Jakob (✝︎ 1525, Statthalter). Die Susenberg-Linie wurde von Hans Heinrich (1502-1570, Glasmaler und Besitzer des Schlosses Susenberg bei Zürich) begründet; die Trülliker Linie von Hans (✝︎ 1548, Inhaber der Gerichtsherrschaft Trüllikon). Die Holzhalb, die ab 1416 im Grossen und ab 1464 im Kleinen Rat vertreten waren, erreichten in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts ihren wirtschaftlichen und politischen Höhepunkt. Mitte 18. Jahrhundert verloren sie diese Bedeutung: Einige Zweige starben aus, andere sanken in den Kleinbürgerstand.

      Die Holzhalb stellten die meisten Zürcher Landvögte mit eindeutigem Schwergewicht im 16. und 17. Jahrhundert. Dazu kamen aus der Familie dreissig Kleinräte, darunter fünfzehn Zunftmeister und drei Bürgermeister. Im 17. Jahrhundert besassen sie bis zu sieben Schilde der Schildner zum Schneggen; 1542 erwarb der bereits erwähnte Hans den ersten Schild. 1610 kaufte Leonhard (1578-1619) die Apotheke zum Salmen und begründete den Apothekerzweig. Da er kinderlos starb, ging die Apotheke an seinen Neffen Hans Ulrich (1605-1654). Letzter Apotheker dieses Zweiges war Hans Jakob, der die Apotheke aufgab und sich ganz seiner Arbeit an den Supplementbänden des Lexikons von Johann Jacob Leu widmete. 1591 gründete Leonhard zusammen mit Heinrich und Hans Heinrich sowie mit Hans Jacob Gessner und Conrad Locher eine Burat- und Seidenmanufaktur im Strohhof in Zürich. Sein Sohn Conrad gründete 1604 eine weitere Firma. Um 1610 leistete dieses Unternehmen bereits die zweithöchsten Abgaben. Das Heiratsverhalten der Familie Ende 16. und im 17. Jahrhundert ist ein Spiegel ihrer sozialen Stellung. Die Holzhalb gingen praktisch ausschliesslich Ehen mit Nachkommen aus den bedeutendsten Kaufmannsfamilien Zürichs ein. So heirateten vier der sechs Kinder des Bürgermeisters und Fabrikanten Leonhard Angehörige der Unternehmerfamilie Werdmüller. Die Holzhalb besassen die Gerichtsherrschaften Bonstetten, Wildern und einen Teil von Trüllikon, die Schlösser Goldenberg, Susenberg und Schafisheim, das Landgut Seidenfädeli in Wipkingen und die Stadthäuser Wilder Mann und Trottenbaum am Rennweg, Wilder Mann an der Unteren Zäune sowie Strohhof, Dach, Salmen, Tor, Löwenstein und Baumwollenhof. Die Familie ist heute in Zürich erloschen.

      Version vom: 12.02.2008
      Autorin/Autor: Katja Hürlimann

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 23.