Johann III von Aarberg-Valangin

Johann III von Aarberg-Valangin

männlich - 1497


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  • Name Johann III von Aarberg-Valangin
    • Stand noch mehrere Jahre unter der Vormundschaft der von Neuenburg-Blâmont
    Geschlecht männlich
    Ereignis Jerusalem Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Machte eine Wallfahrt nach Jerusalem 
    Militär / Gefecht Half 1445 den Eidgenossen bei der Belagerung des Steins, das heisst der Burg bei Rheinfelden und von Säckingen, nahm an der Belagerung von Waldshut teil, stand in den Burgunderkriegen trotz verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Grossen Burgunds auf der Seite der Eidgenossen, war bei Grandson und Murten, nahm mit Auszeichnung an vielen Turnieren teil, so 1443 an dem von Dijon 
    Militär / Gefecht 2 Mrz 1476  Schlachtfeld bei Grandson (Gransee), VD, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Teilnehmer an der Schlacht von Grandson 
    • Die Schlacht bei Grandson ist eine der drei grossen Schlachten der Burgunderkriege. Sie fand unter geringen Verlusten auf beiden Seiten am 2. März 1476 in der Nähe von Grandson am Neuenburgersee zwischen den Truppen des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen und der Eidgenossen statt. Die Eidgenossen konnten die Burgunder in panikartige Flucht versetzen und machten in deren zurückgelassenem Lager reiche Beute. Dazu gehörten über 400 burgundische Geschütze sowie u. a. kostbare Tapisserien, die heute im Historischen Museum von Bern ausgestellt sind.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Grandson
    Militär / Gefecht 22 Jun 1476  Schlachtfeld Murten, FR, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Teilnehmer an der Schlacht bei Murten 
    • Die Schlacht bei Murten wurde am 22. Juni 1476 zwischen Truppen der Eidgenossenschaft und des burgundischen Herzogs Karl des Kühnen im Rahmen der Burgunderkriege ausgetragen.
      Karl der Kühne war seit 1467 Herzog von Burgund und beherrschte ein ausgedehntes Reich zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. 1474 verwickelte sich Karl in eine Reihe von Kriegen mit Frankreich, dem Haus Habsburg und der alten Eidgenossenschaft, die als Burgunderkriege in die Geschichte eingegangen sind und die zu seinem Tod und zum Untergang seines Reiches führten.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_bei_Murten
    Erwähnt / Bezeugt 1427 
    Besitz Valangin, NE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Herr zu Valangin 
    • Die Herrschaft Valangin wurde von den Nachfahren Johanns vom Vater an den Sohn weitergegeben, ohne sich in Zweige aufzuteilen. Oft trugen sie den Grafentitel. Durch Heirat verband sich das Haus Aarberg mit den grossen Adelsgeschlechtern der Region, so mit den Montfaucon, den Oron, den Neuenburg-Blamont, den Neuenburg-Vaumarcus, den Chalon und den Vergy.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafen_von_Aarberg
    • Die Geschichte von Valangin ist eng mit derjenigen des gleichnamigen Schlosses verbunden. Die Herrschaft Valangin wird erstmals um 1150 in einer Schenkungsurkunde der Abtei Fontaine-André in Hauterive erwähnt. Um 1215 gelangte die Herrschaft an die Grafen von Aarberg, einen Zweig der Grafen von Neuenburg aus dem Hause Fenis. Die Herrschaft Valangin umfasste das gesamte Val de Ruz und reichte bis La Chaux-de-Fonds und Les Brenets. Es kam aber bald zu Streitigkeiten zwischen Valangin, das seine Unabhängigkeit gegenüber Neuenburg wahren wollte und sich deshalb an den Bischof von Basel anlehnte, und dem Grafen von Neuenburg. In der Schlacht bei Coffrane errang Rudolf von Neuenburg 1296 einen Sieg gegen Valangin. Weil der Bischof von Basel danach versuchte, die Herrschaft Valangin an sich zu bringen, zerstörte Rudolf von Neuenburg auch den Flecken La Bonneville.
      In der Folgezeit gehörte die Herrschaft Valangin teils den Grafen von Neuenburg, teils den Grafen von Montbéliard, bis sie 1592 endgültig an Neuenburg kam. 1536 schlossen sich die Bewohner von Valangin der Reformation an. Seit 1648 war Neuenburg Fürstentum und ab 1707 war der König von Preussen in Personalunion als erwählter Landesherr Fürst von Neuenburg und Valangin. Er erhob Valangin im gleichen Jahr zur Grafschaft. Im Februar 1806 musste König Friedrich Wilhelm III. im Traktat von Paris das ganze Gebiet an Napoleon I. abtreten. Es kam 1815 im Zuge des Wiener Kongresses an die Schweizerische Eidgenossenschaft, wobei die Könige von Preussen bis zum Neuenburgerhandel 1857 auch Fürsten von Neuenburg blieben. Bis ins 19. Jahrhundert war Valangin Standort eines Berufungsgerichts der Drei Stände und einer politischen Körperschaft (Bourgeoisie de Valangin), die 1852 aufgelöst wurde.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Valangin
    Tod 1497 
    Personen-Kennung I59007  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 25 Nov 2025

    Vater Wilhelm von Aarberg-Valangin,   geb. cir 1377   gest. 1427 (Alter 50 Jahre)
    Mutter Johanna von Bauffremont,   geb. Datum unbekannt   gest. 1417
    Eheschließung 1407 
    Familien-Kennung F29159  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Luise von Neuenburg-Vaumarcus   gest. 1478
    Eheschließung 1430  [1
    • Johann heiratete Louise von Neuenburg-Vaumarcus
    • Ehevertrag 1429
    Notizen 
    • Zwei Söhne:
      - Wilhelm (* um 1443; † 1483)
      - Claude (* vor 1447; † 1517)
    Kinder 
    +1. Jakobea von Aarberg (Neuenburg-Valangin)   gest. 1455/57
    Familien-Kennung F29116  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 25 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Aarberg - Wappen
    Aarberg - Wappen
    Wappen der Grafen von Aarberg

    Die Blasonierung lautet: In Rot ein mit drei schwarzen Sparren belegter goldener Pfahl.
    Das Wappen ist damit eine Abwandlung des Wappens der Grafen von Neuenburg mit anderer Tingierung.
    Aarberg-Valangin: In Schwarz ein roter Pfahl mit drei goldenen Sparren.

    Bild: Wikipedia; Autor/-in unbekannt - schweizerische genealogisch-heraldische Webkatalog
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_III._von_Aarberg

      Johann III. von Aarberg

      Johann III. von Aarberg war ein Sohn von Wilhelm von Aarberg-Valangin und der Jeanne de Beauffremont. Zu seiner Ausbildung weilte er in der Freigrafschaft Burgund, kehrte aber wahrscheinlich nach dem Tod seines Vaters im Jahre 1427 zurück und erneuerte im selben Jahr den Burgrechtsvertrag mit der Stadt Bern.

      Geprägt war Johanns Herrschaft von wiederholten Auseinandersetzungen mit seinen Untertanen um deren Freiheiten. Die diesen einst zugestandenen und im Stift zu Neuenburg aufbewahrten Freibriefe waren verbrannt und ihre Wiederherstellung erwies sich als schwierig, weil in ihnen elf Klassen von Untertanen mit unterschiedlichen Rechten und Pflichten aufgelistet gewesen waren. Es kam zu langwierigen Streitigkeiten mit vielen Zeugeneinvernahmen und schiedsgerichtlichen Urteilen, wobei jede Partei ihre Position aufzuwerten trachtete. Meist entschied das Forum Bern diese Streitfälle, wobei es überwiegend zugunsten Johanns von Aarberg urteilte. Dieser bestätigte aber immerhin 1455 die Freiheiten für die Bürger von Valangin, und 1464 verlieh er neue Freiheitsrechte an die Einwohner der Montagnes.

      Johann von Aarberg half den Eidgenossen durch militärische Verstärkungen und engagierte sich nach der Schlacht bei St. Jakob an der Birs (26. August 1444) als Friedensstifter zwischen dem Dauphin Ludwig XI. und den Eidgenossen. Auch später trat er als Bundesgenosse der Letzteren auf, unterstützte sie 1445 bei den Belagerungen von Rheinfelden und Säckingen, nahm 1468 mit ihnen am Entsatz Mülhausens teil und war anschließend bei ihrem Angriff auf Waldshut anwesend. In den Burgunderkriegen (1474–77) kämpften die Truppen Johanns, trotz dessen verwandtschaftlicher Verbindungen zu führenden Geschlechtern Burgunds, ebenfalls an der Seite der Eidgenossen, so etwa 1476 in den Schlachten bei Grandson und Murten. Dabei weilten zwei seiner Söhne am Hof Karls des Kühnen; und außerdem war sein Reich, das Burgund benachbart war, oft Einfällen von dessen Soldaten ausgesetzt.

      Mit großem Erfolg beteiligte sich Johann von Aarberg an zahlreichen Turnieren und frönte auch der Jagd, für die er sogar Falken erwarb, die er aus verschiedenen Teilen der Schweiz und Deutschlands herbeischaffte. Mit Wilhelm von Chalons pilgerte er nach Jerusalem. 1450 leistete er noch Johann von Freiburg, dem Grafen von Neuenburg, den Treueid, konnte sich aber unter dessen Nachfolgern de facto unabhängig machen, was Rudolf von Hochberg auch akzeptierte. Auf Johann von Aarberg folgte in der Herrschaft Valangin sein zweiter Sohn Claude.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 223.