Ludwig von Freiberg (Freyberg)

Ludwig von Freiberg (Freyberg)

männlich 1442 - vor 1480  (38 Jahre)


Angaben zur Person    |    Medien    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Ludwig von Freiberg (Freyberg)
    • Ludwig war der Sohn des Edelknechts Michael von Freiberg (aus dem Adelsgeschlecht von Freyberg) und seiner ersten Ehefrau NN Krafft von Gamerschwang (aus Ulmer Patriziat). Er begann seine Studien 1455 in Pavia, wechselte 1457 nach Heidelberg und 1462 nach Basel, wo er den Grad eines Baccalaureus Artium erlangte. Im Anschluss an das mit dem Dr. iur. utr. abgeschlossene Studium war Ludwig von 1468 bis 1469 Rektor der juristischen Fakultät in Pavia.
      Er erhielt 1459 die Pfarrei in Ehingen, 1472 weilte er als Gesandter des Tiroler Herzogs Sigismund in Rom, wo ihm Papst Sixtus IV. Domkanonikate in Konstanz und Augsburg verlieh, Ludwig konnte jedoch nach seiner Rückkehr nicht deren Besitz erlangen.

      Konstanzer Bistumsstreit
      Am 2. Januar 1474 ernannte ihn Papst Sixtus IV. auf Wunsch von Herzog Sigismund zum Koadjutor mit Nachfolgerecht des erkrankten Konstanzer Bischofs Hermann III. von Breitenlandenberg. Hermann starb am 18. September 1474 und das Konstanzer Domkapitel wählte am 30. September 1474 mehrheitlich entsprechend dem Wiener Konkordat von 1448 Otto von Sonnenberg zum Nachfolger des verstorbenen Bischofs. Damit begann der Konstanzer Bistumsstreit. Papst Sixtus IV. verwies darauf, dass das Konkordat den Fall eines Koadjutors nicht regelt, und bestand auf der Nachfolge von Ludwig von Freiberg.
      Während Sigismund, der sich Unterstützung bei der Rückgewinnung des an die Eidgenossen verlorengegangenen Aargaus und Thurgaus erhoffte, Ludwig von Freiberg unterstützte, standen die Eidgenossen auf der Seite Ottos. Das Domkapitel appellierte an den Papst, seine Wahl zu bestätigen. Ein Versuch Ludwigs 1474, mit Gewalt ins Konstanzer Münster einzudringen, stieß auf Widerstand des Domkapitels, auch die Stadt Konstanz unterstützte Ludwig nicht.
      Kaiser Friedrich III. verlieh Otto 1475 die Regalien. Als sich Kaiser und Papst 1479 auf einen Kompromiss einigten, wurde dieser von Ludwig abgelehnt, der 1480 nach Rom reiste, um dort seine Ansprüche zu vertreten. Er starb vor dem 6. November 1480 in Rom.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_von_Freiberg
    Geburt 1442 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung 1474 bis 1480  Bistum Konstanz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Providierter Bischof von Konstanz. 
    Tod vor 6 Nov 1480  Rom, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I59176  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 29 Nov 2025

    Vater Edelknecht Michel (Michael) von Freyberg
    Mutter Krafft
    Familien-Kennung F29235  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Providierter Bischof von Konstanz. - 1474 bis 1480 - Bistum Konstanz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - vor 6 Nov 1480 - Rom, Italien Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Ludwig von Freiberg
    Ludwig von Freiberg
    Konstanzer Bistumsstreit von 1474, abgebildet in Diebold Schillings Schweizer Bilderchronik, 1513. Zentralbibliothek Luzern. Ludwig von Freyberg

    Bild: Wikipedia; Diebold Schilling der Jüngere - scan from Die Bischöfe von Konstanz, ISBN 3-922137-48-2 - https://de.wikipedia.org/wiki/Diebold_Schilling_der_Jüngere
    © Gemeinfrei

    Wappen, Siegel, Münzen
    Freyberg - Wappen
    Freyberg - Wappen
    Scheiblersches Wappenbuch. älterer Teil Freiberg, ca. 1460

    Das Stammwappen zeigt den Schild von Silber und Blau geteilt, in Blau drei (2:1) goldene Kugeln; auf dem Helm mit blau-silbernen Decken fünf silberne Straußenfedern.

    Bild: Wikipedia; verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c
    © Gemeinfrei