Hans von Goldenberg

Hans von Goldenberg

männlich


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Hans von Goldenberg
    Geschlecht männlich
    Bürger 1413  Winterthur, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Info Ort Schloss Goldenberg, Dorf, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Das Schloss Goldenberg ist ein Schloss in der Gemeinde Dorf im Schweizer Kanton Zürich.  
    • Der Unterbau des Turms geht auf eine Burg aus dem 13. Jh. zurück, der restliche Teil stammt aus dem 18. Jh. Im Schloss ist ein Weingut untergebracht.
      Die Anlage liegt zuoberst im Flaachtal nordöstlich den Siedlungen Dorf auf einem Goldenberg genannten Sandsteinhügel. Die ehemalige Burg konnte den Verkehrsweg von Henggart nach Flaach überwachen, der südlich der Burg zwischen dem Goldberg und dem benachbarten Bergbuck verläuft. Der Ausblick vom Goldenberg reicht bis in den Schwarzwald, in die Region Schaffhausen und in die Bodenseeregion.
      Das Geschlecht der Goldenberger ist seit 1248 nachgewiesen. Sie waren Dienstleute der Kyburger und nach deren Aussterben im Mannesstamm der Habsburger. Nachdem die Goldenberger 1363 mit Oberwinterthur und der Mörsburg belehnt wurden, verlegten sie ihren Sitz auf die Mörsburg, wo das Geschlecht 1569 ausstarb. Goldenberg ging 1383 an die Ritter von Gachnang, welche die Burg zu ihrem neuen Hauptsitz machten. Bei einem Brand im September 1559 wurde die Burg fast vollständig zerstört, einzig der untere Teil des Wohnturm blieb erhalten. Die Gachnanger bauten die Burg wieder auf und verkauften sie kurz darauf an Josua Gumprecht. 1577 ging die Burg an die Zürcher Ratsherrenfamilie Holzhalb, 1637 an eine Familie Schmid ebenfalls aus Zürich, die während mehreren Generationen auf der Burg wohnte. Unter den beiden letztgenannten Besitzerfamilien erhielt das Schloss das heutige Aussehen.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Goldenberg
    Erwähnt / Bezeugt 1409-1428 
    Besitz Kaufte von Heinrich Truchsess von Diessenhofen den grossen Kelnhof zu Rickenbach 
    Wohnort Mörsburg, Oberwinterthur, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    auf Mörsburg 
    • Hartmann IV. von Kyburg baute sie um 1250 bedeutend aus. Er war der letzte männliche Vertreter der Kyburger und verstarb am 27. November 1264, nachdem er während mehrerer Jahre oft auf der Mörsburg residiert hatte.
      Seine Gattin war Margaretha von Savoyen. Ihr hatte Hartmann IV. im Jahr 1241 die Mörsburg überschrieben. Nach ihrem Tod gelangte die Burg 1273 an Rudolf von Habsburg, Sohn von Hedwig, der Schwester Hartmanns IV., der das Anwesen als Lehen an die Meier von Oberwinterthur weitergab, die sich fortan Meyer von Mörsberg nannten. Die Tochter des letzten Meyers heiratete um 1360 Egbrecht IV. von Goldenberg, dessen Vater österreichischer Vogt auf der Kyburg war. Bis 1569 residierten die Goldenberger als habsburgische, später als stadtzürcherische Lehensnehmer auf der Mörsburg. Nach dem Tod von Jost von Goldenberg und dessen kinderlosen Bruder Egli gelangte die Anlage an deren Schwager Hans Ulrich Stockar zu Schwandegg und Marx Blarer von Wartensee-Kempten.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Mörsburg
    Personen-Kennung I59878  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 8 Dez 2025

    Vater Egloff von Goldenberg
    Mutter Anna Meier von Mörsburg (Mörsberg)
    Eheschließung 1365 
    Familien-Kennung F29712  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Elisabeth von Sal
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Jakob von Goldenberg
    Familien-Kennung F29711  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 8 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsBürger - 1413 - Winterthur, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsInfo Ort - Das Schloss Goldenberg ist ein Schloss in der Gemeinde Dorf im Schweizer Kanton Zürich. - - Schloss Goldenberg, Dorf, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - auf Mörsburg - - Mörsburg, Oberwinterthur, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappen der von Goldenberg
    Wappen der von Goldenberg
    Scheibler'sches Wappenbuch, älterer Teil; Seite 108 Von Goldenberg Schwaben

    Bild: Wikipedia; verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c
    © Gemeinfrei

    Orte
    Goldenberg - Schloss
    Goldenberg - Schloss
    Nach einem Stich von Herrliberger

    Das Schloss Goldenberg ist ein Schloss in der Gemeinde Dorf im Schweizer Kanton Zürich

    Bild: Wikipedia; David Herrliberger - Bruno Weber: Herrlibergers Topograph. Das zeichnerische Werk des Küfers Hans Conrad Nözli (1709–1751). NZZ, Zürich 1993. - https://de.wikipedia.org/wiki/David_Herrliberger
    © Gemeinfrei
    Mörsburg
    Mörsburg
    Zeichnung von Johann Ulrich Schellenberg, 1750

    Die Mörsburg liegt nordöstlich von Winterthur im schweizerischen Kanton Zürich. Sie ist im Besitz der Stadt Winterthur und als Kulturgut von nationaler Bedeutung eingestuft.

    Bild: Wikipedia; Adrian Michael - Info-Broschüre Schloss Mörsburg - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Parpan05
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenberg_(Adelsgeschlecht)

      Goldenberg ist der Name eines Adelsgeschlechts, dessen Stammburg das Schloss Goldenberg in der Gemeinde Dorf ist. Indizien weisen auf eine Winterthurer Abstammung des Geschlechts hin, so hatte es bereits früh Besitzungen in Töss. Das 1248 erstmals belegte Geschlecht kam später zu weiteren Besitztümern in der Umgebung Winterthurs und verlegte seinen Sitz auf das Schloss Mörsburg bei Oberwinterthur. 1569 starb das Geschlecht in der männlichen Linie aus.

      Geschichte
      Erster Vertreter des Geschlechts ist ein Jakob von Goldenberg, der 1248 zusammen mit 86 weiteren Adligen von Hartmann von Kyburg zum Ritter geschlagen wurde. Er ist wahrscheinlich identisch mit einem 1239–1248 erwähnten Jakob von Winterthur. Es wird vermutet, dass die Goldenberg ursprünglich aus der Region Winterthur stammen. Dies belegt eine am 14. April 1258 erfolgte Veräusserung von Besitztümern im heute Chrugler genannten Teil von Töss an das dortige Kloster – diese Veräusserung wird später auch noch durch die erst später mündig gewordenen Brüder bestätigt. Nach Aussterben der Kyburger stellten sich die Goldenberger in Dienst des Hauses Habsburg. Anfang des 14. Jahrhunderts ererbten sie wohl vom Rittergeschlecht zu Altikon die dortigen Reichenauer Lehen.

      Mitte des 14. Jahrhunderts bekleideten wahrscheinlich Egbrecht II. und sein Sohn Egbrecht III. das Vogtamt auf der Kyburg. Egbrecht II. nahm 1361 zunächst Sitz in der Burg Altikon, bevor er 1363 mit der Mörsburg belehnt wurde. Zur Burg kam er durch seine Ehe mit der Erbtochter Anna Meier von Mörsberg. Egbrecht IV., genannt «Egli», bekam im gleichen Jahr die Herrschaft über Ellikon an der Thur. 1365 bekam er zusätzlich als Pfand die Vogtei Oberwinterthur zugesprochen. Egbrecht IV. ging 1407 ein Burgrecht mit der Stadt Winterthur ein, was der Familie auch weitergehende Unabhängigkeit von Zürich sicherte, zur selben Zeit liquidierte das Geschlecht auch seine Herrschaftsrechte in Altikon. Nachdem die Machtverhältnisse sich 1412 zugunsten der Stadt Zürich verändert hatten, blieben die Goldenberg vorerst weiterhin den Habsburgern zugehörig, und ihre Besitzungen erscheinen somit auch nicht in den Zürcher Steuerbüchern. Noch 1453 begleitete Hans I. von Goldenberg Friedrich III. zur Kaiserkrönung nach Rom und erhielt als Dank weitere Privilegien. Seine Ehefrau Elisabeth von Sal war die Tochter des Winterthurer Schultheissen Laurenz von Sal.

      Erst mit dem als Ewige Richtung bekannten Friedensvertrag zwischen der Alten Eidgenossenschaft und Herzog Sigismund von Tirol im Jahr 1474 empfing Hans I. die Mörsburg neu von Zürich als Lehen. 1472 fertigte Hans II. von Goldenberg die erste Offnung Oberwinterthurs aus. Mindestens ab 1501 traten die von Goldenberg auch in das Bürgerrecht der Stadt Winterthur ein und erwarben später mit dem Bauhof auch einen städtischen Wohnsitz.

      Während der Reformation tat sich Hans V. als deren Gegner hervor, auch war er durch eine Vielzahl von Quellen als eher streitlustig bekannt. 1549 wurde er mit Genehmigung des Winterthurer Rates wegen Äusserungen zur Reformation und über die Zürcher Herrschaft vom Zürcher Rat mit 100 Gulden Busse bedacht. Auch führten die Äusserungen von Hans V. zur Entdeckung der neuen Urkunden, die sich die Stadt Winterthur 1544 von Karl V. in Österreich hatte ausfertigen lassen.

      Die Söhne von Hans V. stellten schliesslich die letzte Generation der von Goldenberg dar. Am 29. April 1569 starb Eglolf von Goldenberg als letzter Vertreter des Geschlechtes. Mit den Worten «Heute Goldenberg und Goldenberg nimmermehr» soll Eglolf im inzwischen abgerissenen Hegemerchor der Kirche St. Arbogast bestattet worden sein. Dass die Kirche in Oberwinterthur bei der Grablege des letzten Goldenbergers ihre Glocken während zweieinhalb Stunden läuten liess, führte zum Beschluss der reformierten Zürcher Synode, dass künftig bei allen Verstorbenen gleich lang geläutet werden sollte.

      Das Erbe der von Goldenberg traten einerseits Hans Ulrich Stockar sowie Marx Blarer von Wartensee an. Da jedoch die Streitigkeiten um das Erbe viele Mittel verschlangen, gelang es der Stadt Winterthur 1598, die Mörsburg zu erwerben.

      Namensherkunft
      Ob der Name Goldenberg als Toponym beim Schloss Goldenberg oder ursprünglich als reiner Burgname zu werten ist, ist umstritten. Jedoch besteht kein Zusammenhang zwischen dem Adelsgeschlecht und dem in örtlicher Nähe zu Oberwinterthur gelegenen Goldenberg am Hang des Lindbergs. Der Name wird auch andernorts im Kanton Zürich vorzugsweise für Weinberge benutzt und ist eher als Bezeichnung für eine bevorzugte, sonnige Lage zu deuten.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 194, 198.