Augustin Blarer

männlich - 1503

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  • Name Augustin Blarer
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung des Rats 
    Wohnort Konstanz, Baden, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod 1503 
    Personen-Kennung I60181  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 13 Dez 2025

    Familie Katharina Mäslin
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Junker Thomas Blarer-Girsberg   gest. 19 Mrz 1567
    Familien-Kennung F29912  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 13 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/022771/2008-04-24/

      Blarer

      Die Blarer waren ursprünglich Bürger von St. Gallen. 1228-1330 befand sich der gesamte Stamm in St. Gallen, wo sich ein Zweig um das von Ulrich 1228 mitgestiftete Heiliggeistspital scharte, während der andere seinen Dienst am Hof des Abts versah. Von 1330 an verlagerte sich das Tätigkeitsgebiet der Familie nach Konstanz, wo sie mit Leinwandhandel zu Reichtum gelangte. Politisch unterstrichen Ratsherren und Bürgermeister aus der Familie diese wirtschaftliche Bedeutung. Einige Mitglieder des Konstanzer Zweigs nannten sich nach ihren Stammsitzen Liebburg (heute Gemeinde Oberhofen bei Kreuzlingen), Güttingen und Girsberg (heute Gemeinde Kreuzlingen). Die Reformation spaltete die Familie in Konstanz in einen katholischen Zweig, der bald ausstarb, und einen protestantischen, dessen bekanntester Vertreter der Reformator Ambrosius war. Dieser Zweig erlosch mit dem Major Philipp am 20. Januar 1865.

      Die Blarer von Wartensee spalteten sich zwischen 1330 und 1363 vom Hauptstamm ab. Walter und Diethelm heirateten Töchter des Burgherrn von Wartensee (SG), und Walters Söhne Wilhelm und Erhart führten den Zweig weiter. Im 15. Jahrhundert teilte sich dieser in die ältere Linie der Blarer von Wartensee und die jüngere Linie der Blarer von Wartensee-Kempten-Goldberg. Aus Letzterer wurde Ferdinand Michael 1636 von Kaiser Ferdinand II. in den Reichs-, Banner- und Freiherrenstand erhoben. Auch die Blarer von Wartensee spalteten sich während der Reformation in einen protestantischen und einen katholischen Ast Diethelm. Der protestantische Zweig starb 1868 mit Hans in Zürich aus. Eine Verlagerung des Zweigs von Wartensee ins Fürstbistum Basel fand mit der Wahl von Jakob Christoph zum Basler Fürstbischof statt. Er holte seinen Bruder Wolfgang Dietrich nach Pfeffingen, wo dieser 1583 Obervogt wurde. Dieses Amt, dem 1775 auch die Obervogtei Zwingen zugeordnet wurde, blieb bis zum Untergang des Fürstbistums in der Hand der Familie 1607 errichtete Wilhelm, Domkustos von Basel und Propst von Saint-Ursanne, ein Fideikommiss, welches das Schloss in Aesch (BL) mit dazugehörigen Besitzungen umfasste und zum Stammsitz der Familie machte. Die Blarer von Wartensee verbanden sich vor allem mit den Adelsfamilien Rinck von Baldenstein, von Schauenburg, von Roggenbach, von Roll zu Bernau und von Rotberg. Schwere Schäden an Gebäuden und an der Bibliothek erlitt das Geschlecht im Dreissigjährigen Krieg. In der Revolutionszeit konnte aufgrund des St. Galler Bürgerrechts der Besitz der Familie gerettet werden.

      Vom späten 15. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte die Familie ihre Hochblüte und dehnte ihren Machtbereich in nordwestliche Richtung aus (Ellwangen, Fürstbistum Basel). Elf geistliche Würdenträger lassen sich in dieser Zeit zählen. Danach erfuhr die Familie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts einen Niedergang. Ihr Wirkungskreis verlagerte sich vollends ins Basler Fürstbistum und in den südwestdeutschen Raum. Im 19. Jahrhundert spielten die Brüder Jakob und Anton eine bedeutende Rolle bei den Trennungswirren und der Gründung des Kantons Basel-Landschaft.

      Version vom: 24.04.2008
      Autorin/Autor: Catherine Bosshart-Pfluger

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 95.