Johannes Haller

männlich 1523 - 1575  (~ 52 Jahre)

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  • Name Johannes Haller
    Taufe 18 Jan 1523  Amsoldingen, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Pfarrer zu Hirzel 1542, zu Illnau 1543, zu Augsburg 1545, Archidiakon am Grossmünster 1547, Prediger zu Bern 1548, Oberster Dekan 1552 
    Bürger 1550  Bern, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Wohnort Bern, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod 1 Sep 1575  Bern, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I61183  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 3 Jan 2026

    Vater Johannes Haller,   geb. 1487, Wil, SG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 11 Okt 1531, Schlachtfeld Kappel am Albis, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 44 Jahre)
    Mutter Verena Zerer,   geb. cir 1505, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 29 Feb 1569
    Eheschließung Sep 1521 
    Familien-Kennung F30639  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Elisabeth Kambli   gest. 1558
    Eheschließung 1543  [1
    Kinder 
    +1. Johannes Haller,   geb. 1546, Augsburg, Bayern, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. Okt 1595 (Alter 49 Jahre)
    +2. Sulpitius Haller,   geb. 1552   gest. 1592 (Alter 40 Jahre)
    Familien-Kennung F30602  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 3 Jan 2026

    Familie 2 Anna Glaner,   get. 3 Aug 1537, Bern, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Eheschließung 1558  [2
    Kinder 
    +1. Anna Haller,   get. 9 Dez 1567, Bern, BE, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    +2. Elisabeth Haller   gest. 1565
    Familien-Kennung F30595  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 3 Jan 2026

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsTod - 1 Sep 1575 - Bern, BE, Schweiz Link zu Google Earth
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  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/010458/2021-10-19/

      JohannesHaller

      * 18.1.1523 Amsoldingen, ✝︎ 1.9.1575 Bern, ref., von Wil (SG), ab 1548 von Bern. Sohn des Johannes, evtl. Bruder des Sulpitius. ​⚭ 1) 1543 Elisabeth Kambli, 2) 1558 Anna Glaner. Aufgewachsen im Kt. Zürich. Theol. Studien in Zürich, Tübingen, Marburg, Leipzig und den Niederlanden, Bekanntschaft mit Martin Luther und Philipp Melanchthon. H. übernahm Pfarrämter im Kt. Zürich und in Augsburg, von wo er 1547 unter dem Druck des Reichstags nach Zürich zurückkehrte und im Nov. 1547 zum Prädikanten am Grossmünster bestellt wurde. Bereits 1548 wurde er provisorisch, 1550 definitiv dem bern. Kirchendienst überlassen, 1552 übertrug ihm der Berner Rat das Amt des Dekans. 1555-56 reformierte er die Landschaft Saanen, 1558 setzte er sich für die Wiedereinführung des Kirchengesangs in Bern ein und gab 50 Predigten Heinrich Bullingers in dt. Sprache ("Hausbuch") heraus. Im Auftrag des Berner Rats griff H. wiederholt in die Regelung von Kirchenfragen in der Waadt ein. Er verfasste zwei Chroniken, die eine auf Lateinisch, die andere auf Deutsch, welche beide bedeutende zeitgeschichtl. Quellen sind. In kommentierten, 1572 veröffentlichten Auszügen aus dem "Decretum Gratiani" (Sammlung des Kirchenrechts, 12. Jh.) rechtfertigte er die bern. Reformation. H. war gemeinsam mit Wolfgang Musculus, dessen Berufung nach Bern er entscheidend gefördert hatte, für die dezidiert zwinglian. Ausrichtung der Berner Kirche nach den Auseinandersetzungen mit dem Luthertum und in denjenigen mit dem Calvinismus verantwortlich. Während er sich gegenüber der Obrigkeit intern oft kritisch zeigte, trat er gegen aussen als deren loyaler kirchl. Vollstrecker in Erscheinung. Streng blieb seine Haltung gegen die täufer. und antitrinitar. Dissidenten.

      Version vom 19 Okt 2021
      Autorin/Autor: Marc van Wijnkoop Lüthi

    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/020070/2006-06-16/

      Haller

      Noch heute blühendes bern. Patriziergeschlecht, das auf den Kupferschmied Hans, Bürger von Wil (SG), zurückgeht. Dessen Sohn Johanneswirkte in Bern und Zürich als Pfarrer und Vorkämpfer der Reformation. Erst dessen Sohn Johannes erwarb 1548 das Berner Burgerrecht zu Obergerbern, während sein Bruder Wolfgang, Propst am Zürcher Grossmünster, die im 17. Jh. erloschene Zürcher Linie begründete.

      Aus den Söhnen des letztgenannten Johannes gingen zwei Hauptlinien hervor, von denen die jüngere des Kleinrats Sulpitius (1552-92) im Gr. sowie vereinzelt im Kl. Rat vertreten war, mehrere Landvögte stellte und zu Beginn des 19. Jh. ausstarb. Von den drei Ästen der auf den Pfarrer Johann (1546-95) zurückgehenden älteren Linie bildeten der ältere Ast des Johann (✝︎ 1639) und der bis heute blühende mittlere des Berchtold (✝︎ 1659) eigentl. Pfarrerdynastien. Aus dem mittleren Ast gingen aber auch Architekten wie Albrecht Carl hervor.

      Der jüngere Ast des Emanuel (1613-61) teilte sich in zwei noch heute existierende Zweige. Der ältere Zweig, der auf dem Buchdrucker Niklaus Emanuel (1704-79) gründet, brachte eine Dynastie von Buchdruckern und im 19. Jh. auch von Medizinern hervor, unter ihnen Bernhard Friedrich. Viele Angehörige dieses Zweiges, dem auch der Berner Nationalrat Armin entstammte, waren im 19. und 20. Jh. entweder mittlere Angestellte und Beamte sowie Handwerker und Gewerbetreibende, oder sie wanderten in die USA und nach Brasilien aus. Die Nachkommen des jüngeren Zweiges hingegen, die seit der Erhebung ihres berühmten Stammvaters, des Gelehrten Albrecht, in den erbl. Adelsstand durch Ks. Franz I. im Jahr 1749 das Prädikat "von" bzw. "de" führen, sassen im 18. Jh. sowie während der Mediation und Restauration im Gr. Rat oder traten wie Rudolf Emanuel in Solddienste. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern. Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz Albrechts (✝︎ 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akadem. Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure.

      Version vom: 16.06.2006
      Autorin/Autor: Hans Braun

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 111, 117.

    2. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 111, 117, 146.