Landammann & Ritter Jost Dietrich Schmid von Uri, der Grosse

Landammann & Ritter Jost Dietrich Schmid von Uri, der Grosse

männlich 1523 - 1582  (59 Jahre)

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  • Name Jost Dietrich Schmid von Uri 
    Titel Landammann & Ritter 
    Suffix der Grosse 
    Beruf / Beschäftigung 1565-67, 1573-75, 1581-82  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Der 44. Landammann von Uri (Amtsperioden 83, 87 und 91) 
    Geboren 1523 
    Geschlecht männlich 
    Beruf / Beschäftigung 1550-1552  Thurgau, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landvogt 
    Beruf / Beschäftigung 1559-1561  Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Dorf- und Kirchenvogt 
    Beruf / Beschäftigung 1562-1565  Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Landesstatthalter
    https://de.wikipedia.org/wiki/Statthalter 
    Beruf / Beschäftigung 1566-1581 
    Tagsatzungsgesandter für Uri 
    Wohnort Atdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Gestorben 28 Jun 1582 
    Personen-Kennung I7750  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 26 Aug 2019 

    Vater Hauptmann Jost Schmid von Uri,   geb. Altdorf, Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 27 Apr 1522, Bicocca, Mailand, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Mutter Barbara Christen,   geb. 1477,   gest. 1539  (Alter 62 Jahre) 
    Verheiratet vor 1522 
    Familien-Kennung F602  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Euphemia von Erlach 
    Verheiratet Datum unbekannt  [1
    Zuletzt bearbeitet am 17 Aug 2019 
    Familien-Kennung F3635  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 2 Anna Zollikofer,   geb. Altenklingen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verheiratet Datum unbekannt  [1
    Notizen 
    • Dieser Ehe entsprossen 5 Kinder [2]
    Zuletzt bearbeitet am 17 Aug 2019 
    Familien-Kennung F3682  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 3 Elisa (Elisabetha) Mutschlin 
    Verheiratet Datum unbekannt  [3
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte 9 Kinder, 5 Söhne und 4 Töchter
    Kinder 
    +1. Landesvogt Anton Schmid von Uri
    +2. Hauptmann Jost Schmid von Uri, des Raths
    +3. Hauptmann Bernard Schmid von Uri, des Raths
    +4. Barbara Schmid von Uri
    +5. Katharina Schmid von Uri
     6. Hauptmann Johann Ludwig Schmid von Uri
    Zuletzt bearbeitet am 3 Feb 2020 
    Familien-Kennung F3683  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Der 44. Landammann von Uri (Amtsperioden 83, 87 und 91) - 1565-67, 1573-75, 1581-82 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landvogt - 1550-1552 - Thurgau, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Dorf- und Kirchenvogt - 1559-1561 - Altdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Landesstatthalter https://de.wikipedia.org/wiki/Statthalter - 1562-1565 - Uri, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsWohnort - - Atdorf, Uri, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Schmid von Uri - Familienwappen (2)
    Schmid von Uri - Familienwappen (2)
    Huber Emil (1867-1934), Altdorf, Urner Wappenbuch, S. 45 / © Staatsarchiv Uri, Altdorf - Anzahl verschiedener Wappen der Geschlechter Schmid: 5 (In diesem Stammbaum verwendet: 2)

    Wappen: geviertet, 1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär

    Natürlich hatte nicht jede Familie ein Wappen. Zur besseren Übesicht in den Grafiken habe ich jedoch allen Mitglieder der Urner Geschlechter das jeweilige Familienwappen zugewiesen.
    Jost Dietrich Schmid - Siegel A
    Jost Dietrich Schmid - Siegel A
    A) Rundsiegel in Durchmesser-Grössen von 3 und 3,4 cm, mit dem vierteiligen Wappen — 1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär, und dem Bär als Helmzierde — und Umschrift in 2 mm hohen Majuskeln: * S *IOST * SCHMID * ". (Siegel-Abb. No. 86.)
    Jost Dietrich Schmid - Siegel B
    Jost Dietrich Schmid - Siegel B
    B) Ovalsiegel von 2 cm Höhe und 18 mm Breite; Wappenschild von 8x9 + 9 mm, mit Wappen und Helmzier, wie unter A), beseitet von den zwei Initialen "l S." (Siegel-Abb. No. 87.)

    Orte
    Uri
    Uri
    Portrait des Landes Uri - Heute Kanton Uri, Schweiz

    Beruf, Arbeit
    Die Landammänner von Uri - 1
    Die Landammänner von Uri - 1
    - Kurzbeschreibung
    - Liste der Landammänner in den Jahren 1231 bis 1598

  • Notizen 

    • Der 44. Landammann von Uri (Amtsperioden 83, 87 und 91) - Jost Dietrich Schmid

      Jost Dietrich Schmid, in Altdorf, genannt der Grosse, Landammann 1565—67, 1573—75 und 1581—82; geb. 1523 als Sohn des zu Bicocca 1522 gefallenen Hauptmann und Landschreiber Jost Schmid und der Barbara Christen, von Ursern, f 28. Juni 1582.

      Wappen: geviertet: 1 und 4 in Blau goldene Lilie, 2 und 3 in Gold aufrechtschreitender schwarzer Bär.

      Jost Schmid ward am 29. Dezember 1534 an der Universität Freiburg i. B. immatrikuliert und begann seine öffentliche Laufbahn in französischen Diensten;
      heimgekehrt, war er Landrat, Dorf- und Kirchenvogt von Altdorf 1559—1561, Landvogt im Thurgau 1550—1552, Landesstatthalter 1562—65 und vertrat Uri von 1566 bis 1581 als Tagsatzungsgesandter. Als eidgenössischer Gesandter an Kaiser Karl V. auf den Reichstag nach Augsburg zur Bestätigung der Freiheiten, erlangte er für sich und seine Nachkommen am 17. August 1550 einen Adelsbrief. Schmid war Schiedsrichter zwischen dem Stift St. Gallen und den regierenden Orten im Thurgau 1564, Gesandter zur Beschwörung des Bündnisses der Eidgenossen mit Karl IX. von Frankreich 1565, eidg. Gesandter an den Kaiser Maximilian II. und den Reichstag zu Augsburg 1566, söhnte 1570 die Stadt Luzern mit den Rothenburgern
      aus und erhielt 1578 das Bürgerrecht von Luzern geschenkt; Jost empfing 1573 auch das ausländische Bürgerrecht im Hochgericht Disentis. Bei Frankreich und Savoyen stand er in hoher Gunst und bezog grosse Pensionen; es ist somit leicht erklärlich, wenn von ihm gesagt wurde, er sei der reichste Mann in Uri. Immerhin war Jost Schmid ein in kantonalen wie eidgenössischen Fragen sehr angesehener, einflussreicher Staatsmann.

      In 1. Ehe heiratete er Euphemia von Erlach; im Landesmuseum ist eine Allianzwappenscheibe „Jost Schmid und Vemia vo Erlach 1545". Aus der 2. Ehe mit Anna Zollikofer von Altenklingen entsprossen 5 Kinder, und der 3. Ehe mit Elisabetha Mutschlin von Bremgarten acht Kinder. Landammann Jost Dietrich Schmid erbaute das grosse Haus (heute Lusser'sches) am südlichen Dorfeingang in Altdorf 1560.

      Im historischen Museum in Altdorf befindet sich ein koloriertes Bild von Suter, dieses ersten Landammann aus dem Geschlechte der „Schmid von Uri". Das Allianzwappen Schmid-Erlach mit St. Jost-Bild auf einem Glasgemälde zu Einigen, ist besprochen von E. A. Stückelberg (ZSK. IX, p. 174).

      Bisher konnte ich einzig zwei verschiedene Siegel feststellen, welche Jost Schmid führte, nämlich:

      A) Rundsiegel in Durchmesser-Grössen von 3 und 3,4 cm, mit dem vierteiligen Wappen — 1 und 4 Lilie, 2 und 3 Bär, und dem Bär als Helmzierde — und Umschrift in 2 mm hohen Majuskeln: * S *IOST * SCHMID * ". (Siegel-Abb. No. 86.)

      B) Ovalsiegel von 2 cm Höhe und 18 mm Breite; Wappenschild von 8x9 + 9 mm, mit Wappen und Helmzier, wie unter A), beseitet von den zwei Initialen ffl SA4" (Siegel-Abb. No. 87.)

      Das Vorkommen des Letztern konnte ich bisher einzig an dem Schreiben vom 24. November 1567 betr. des Scherers von Sins (Staatsarchiv Luzern, Forderungs- sachen/Uri) konstatieren.

      Unter den vielen Urkunden mit heute noch guterhaltenen Abdrucken des Siegels A) seien nur einige wenige angeführt und zwar: a) in Wachsschüssel: am Ehevertrag zwischen Landammann Kaspar Imhof und Regula Murer, vom 12. Oktober 1554 (St. A. Zürich C. V. 3/15); an dem Rechtsspruch gegen Hans Rägger von Büwyl, von 1555 (Stiftsarchiv St. Gallen: Wuppenau No. 18); b) in Holzkapsel: Gült vom 7. Januar 1567 (St. A. Uri), an Gült über 100 Gl. ab Ennermatt zu Brügg vom 3. November 1565 (Kirche-Bürglen) ; c) auf Papierurkunden: Gerichtsurteil
      vom 23. Februar 1582 (Pfarrarchiv Spiringen) und Urteil vom 13. Februar 1567 wegen des Holzzuges des Werni Jauch beim Leitschach (Gem. Archiv Erstfeld).

      Quelle: [2]

    • http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D15527.php

      Schmid, Jost Dietrich
      1523 , 28.6.1582, kath., Landmann von Uri, ab 1571 Bürger des Hochgerichts Disentis und ab 1578 auch von Luzern. Sohn des Jost, Landschreibers und Hauptmanns (gefallen in der Schlacht bei Bicocca 1522), und der Barbara Christen. ∞ 1) Euphemia von Erlach, Tochter des Anton, Junkers, 2) Anna Zollikofer, Tochter des Othmar, 3) Elisabeth Mutschlin, Tochter des Bernhard, Schultheissen zu Bremgarten (AG). Stud. an der Univ. Freiburg i.Br., Offizier in franz. Diensten, Kaufmann, beteiligt am Gotthardhandel. Landrat, 1550-52 Landvogt im Thurgau, 1558-61 Dorf- und Kirchenvogt von Altdorf, 1562-65 Landesstatthalter, 1565-67, 1573-75 und 1581-82 Urner Landammann (verstarb im Amt). 1564 fungierte S. als Schiedsrichter zwischen dem Stifift St. Gallen und den regierenden Orten im Thurgau; 1570 schlichtete er den Streit zwischen Luzern und den Leuten von Rothenburg. Er war 1550 eidg. Gesandter zu Ks. Karl V., von dem er den Adelsbrief erhielt, 1565 zu Kg. Karl IX. zur Beschwörung des Bündnisses mit Frankreich und 1566 zu Ks. Maximilian II. auf den Reichstag zu Augsburg. 1577 setzte er sich mit Peter a Pro erfolgreich für das Bündnis zwischen Uri und Savoyen ein. S. stand bei den Höfen von Frankreich und Savoyen in hohem Ansehen und bezog grosse Pensionen; er galt als der reichste Mann Uris seiner Zeit, weshalb er von späteren Genealogen auch als der Grosse bezeichnet wurde. Äusseres Zeichen seines Einflusses war der vor 1563 erworbene Stammsitz der Fam. im Bereich der heutigen oberen Bahnhofstrasse in Altdorf, der 1799 abbrannte.

      Archive
      – StAUR, FamA S.
      Literatur
      – G. Muheim, «Die Tagsatzungs-Gesandten von Uri», in HNU 16, 1910, 100-104
      Autorin/Autor: Urs Kälin

  • Quellen 
    1. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 28.
      Seite 25 - Schmid von Uri, Fam. Nr. 5a

    2. [S71] Wappen und Siegel der Landammänner von Uri, Friedrich Gisler, (Archives héraldiques suisses = Schweizerisches Archiv für Heraldik = Archivio araldico Svizzero), Band 51, Jahr 1937, Heft 3, Seiten 73, 74.

    3. [S9] Uri - Staatsarchiv, Stammbuch Nr. 28.
      Seite 26 - Schmid von Uri, Fam. Nr. 6