König Childerich II. Austrasien (Merowinger)

König Childerich II. Austrasien (Merowinger)

männlich 655 - 675  (~ 20 Jahre)

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  • Name Childerich II. Austrasien (Merowinger) 
    Titel König 
    Geboren cir 655 
    Geschlecht männlich 
    Titel auf Deutsch 662 bis 675 
    König der Franken in Austrasien 
    Gestorben 675 
    • Childerich fiel, zusammen mit seiner schwangeren Ehefrau und seinem Sohn Dagobert, einem Mordkomplott zum Opfer.
    Begraben St. Germain-des-Prés, Paris Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Dort wurden 1656 die Särge von ihm und seiner Gattin wiederentdeckt.
    Personen-Kennung I7973  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 29 Jan 2021 

    Vater König Chlodwig II. von Neustrien (Merowinger), der Faule,   geb. 634,   gest. cir 11 Okt 657  (Alter 23 Jahre) 
    Mutter Bathilde von Askanien,   geb. cir 630, England Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort,   gest. 30 Jan 680, Kloster Chelles Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 50 Jahre) 
    Verheiratet 649 
    Familien-Kennung F853  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Königin Bilichild von Austrasien,   geb. cir 654,   gest. 675  (Alter ~ 21 Jahre) 
    Verheiratet zw 18 Okt und 09 Dez 662 
    Kinder 
     1. Dagobert (Merowinger)
     2. König Chilperich II. (Daniel) Merowinger,   geb. cir 670,   gest. zw 30 Jan und 13 Mai 721, Noyon Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 51 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 29 Jan 2021 
    Familien-Kennung F3777  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Orte, Wohnen
    Fränkisches Reich - Herrschaftsgebiete
    Fränkisches Reich - Herrschaftsgebiete
    Mitteleuropa im frühen Mittelalter.
    Austrasien ist in dunkelgrün dargestellt.

    Bild: Wikipedia; Sémhur ·✉·✍·, translated by Jka - Own work, from en:Image:Frankish power 481 814.jpg, from the Historical Atlas by William R. Shepherd (Shepherd, William. Historical Atlas. New York: Henry Holt and Company, 1911.)
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

  • Notizen 
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Childerich_II.

      Childerich II. (* um 655; † Herbst 675) war ein merowingischer Frankenkönig von 662 bis 675 in Austrasien, zwischen 673 und 675 des Gesamtreiches.

      Leben
      Childerich war der jüngere Sohn des Frankenkönigs Chlodwig II. und der Balthild. Im Zeitraum zwischen dem 18. Oktober und dem 9. Dezember 662 ehelichte er Bilichild, Tochter des Königs Sigibert III. Der Ehe entsprangen um 670 die beiden Söhne Dagobert und Chilperich II.
      Nach dem Tod des Pippiniden Childebertus adoptivus im Jahr 662 wurde Childerich II. zum König im Osten des Merowingerreiches (Austrasien) erhoben; allerdings stand er unter der Vormundschaft seiner Tante und späteren Schwiegermutter Chimnechildld, der Witwe Sigiberts III. sowie des Hausmeiers Wulfoald. Der Wechsel ging friedlich vor sich, die Großen des Reiches begrüßten wohl das Ende des Intermezzos der Pippiniden. Die darauf folgenden Handlungen, Schenkungen und Verfügungen richteten sich recht eindeutig gegen die Pippiniden und Arnulfinger. Als sein Bruder Chlothar III. 673 starb, wurde Childerich von der neustrischen Opposition gegen seinen vom Hausmeier Ebroin ausgerufenen anderen Bruder Theuderich III. nach Neustrien gerufen. Childerich setzte sich durch, Ebroin und Theuderich wurden ins Kloster verbannt und das Reich wurde noch einmal für kurze Zeit auch faktisch von einem Merowinger regiert.
      Doch bereits kurz darauf, im Herbst 675, fiel Childerich zusammen mit seiner schwangeren Ehefrau und seinem Sohn Dagobert einem Mordkomplott zum Opfer. Grund waren Streitigkeiten zwischen der neustrischen und der austrasischen Partei am Königshoof. Childerichs damals etwa fünfjähriger zweiter Sohn Chilperich wurde, wie damals üblich, ins Kloster verbannt. Dort lebte er als „Bruder Daniel“ bis 715, um anschließend von Gegnern der Arnulfinger als Marionette auf den Merowingerthron gesetzt zu werden.
      Childerich wurde ebenso wie seine Ehefrau in St. Germain-des-Prés in Paris begraben.



      Literatur
      • Eugen Ewig: Die Merowinger und das Frankenreich (= Kohlhammer-Urban-Taschenbücher. Bd. 392). 4. ergänzte Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2001, ISBN 3-17-017044-9
      • Pierre Riché: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1991, ISBN 3-423-04559-0.
      • Rudolf Schieffer: Die Karolinger (= Kohlhammer-Urban-Taschenbücher. Bd. 441). Kohlhammer, Stuttgart u. a. 1992, ISBN 3-17-010759-3.
      • Reinhard Schneider: Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern (= Monographien zur Geschichte des Mittelalters. Bd. 3). Hirsemann, Stuttgart 1972, ISBN 3-7772-203-5 (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Habilitations-Schrift, 1970/71).
      • Erich Zöllner: Geschichte der Franken bis zur Mitte des sechsten Jahrhunderts. Auf der Grundlage des Werkes von Ludwig Schmidt unter Mitwirkung von Joachim Werner neu bearbeitet. Beck, München 1970, ISBN 3-406-02211-1.