Graf Adalhard II. von Metz (Matfriede)

Graf Adalhard II. von Metz (Matfriede)

männlich 845 - 890  (~ 45 Jahre)

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  • Name Adalhard II. von Metz (Matfriede) 
    Titel Graf 
    Geboren zw 840 und 845 
    Geschlecht männlich 
    Gestorben zw 889 und 890 
    Personen-Kennung I943  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren, Zwyer Katharina - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 27 Apr 2018 

    Vater Adalhard I. von Metz (Matfriede),   gest. nach 865 
    Familien-Kennung F2299  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie (Matfriede) 
    Kinder 
     1. Gerhard I. von Metz (von Metzgau) (Matfriede),   geb. 870,   gest. 22 Jun 926  (Alter 56 Jahre)
     2. Matfried I. von Metz (Matfriede),   geb. 872,   gest. nach 926  (Alter 54 Jahre)
     3. Richar von Metz (Matfriede),   geb. 875,   gest. 945  (Alter 70 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2017 
    Familien-Kennung F630  Familienblatt  |  Familientafel

  • Fotos Mittelalter
    Adalhard-II-Wikinger-Raubzüge-im-Rheinland
    Adalhard-II-Wikinger-Raubzüge-im-Rheinland

  • Notizen 
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Adalhard_II._von_Metz

      Adalhard II. von Metz (* um 840; † um 889) war Graf von Metz im Moselgau.

      Adalhard war der erstgeborene Sohn Adalhards I. von Metz. Er heiratete eine Tochter Matfrieds II. vom Eifelgau aus dem Geschlecht der Matfrieden. Aus dieser Ehe gingen drei Söhne hervor:
      • Gerhard I. von Metz (* 870).
      • Matfried I. von Metz (* 872; † nach 926), Graf vom Metzgau.
      • Richar (* 875; † 945), 899–923 Abt der Abtei Prüm, 923–945 Bischof von Lüttich.[1]
      Adalhard, der 872–889 auch als Laienabt des Klosters Echternach urkundlich erwähnt wird, trat geschichtlich vor allem während der Raubzüge der Wikinger in das Rheinland in Erscheinung. Nachdem eine Wikingerhorde im Jahre 881 Gebiete in Flandern verwüstet hatte, segelte sie den Rhein hinauf und überfiel die dortigen Bewohner. Betroffen waren unter anderem die Städte Köln, Bonn und Andernach. Ein Teil der Bande brandschatzte auch Aachen und die nahegelegenen Klosteranlagen.[2] Am 6. Januar 882 verwüsteten sie die Abtei Prüm. Dann zogen sie weiter zum Mittelrhein und an Koblenz vorbei nach Trier, das in der Karwoche 882 eingenommen und am Ostersonntag gebrandschatzt wurde. Anschließend zog ein Teil der Wikinger in Richtung Metz.

      Dieser Haufen wurde am 11. April 882 in der Schlacht bei Remich von einem kleinen lokalen Aufgebot unter der Führung Graf Adalhards, des Metzer Bischofs Wala und des Trierer Erzbischofs Bertolf gestellt. Die Wikinger gewannen die Schlacht; nebeben zahlreichen Panzerreitern und Bauern fiel auch Bischof Wala. Graf Adalhard und der Trierer Bischof Bertolf konnten mit einigem Fußvolk fliehen. Ihre eigenen Verluste bewegten die Wikinger zur Umkehr, und sie zogen durch die Eifel nordwärts in Richtung ihres Heerlagers.[3]



      Literatur
      • Eugen Ewig: Das Trierer Land im Merowinger- und Karolingerreich. In: Geschichte des Trierer Landes (= Schriftenreihe zur trierischen Landesgeschichte und Volkskunde. Band 10). Arbeitsgemeinschaft für Landesgeschichte und Volkskunde des Trierr Raumes, Trier 1964, S. 222–302.
      • Burkhard Apsner: Die hoch- und spätkarolingische Zeit (9. und frühes 10. Jahrhundert). In: Heinz Heinen, Hans Hubert Anton, Winfried Weber (Hrsg.): Geschichte des Bistums Trier. Band 1. Im Umbruch der Kulturen. Spätantike und Mittelalter (= Vröffentlichungen des Bistumsarchivs Trier. Band 38). Paulinus, Trier 2003, S. 255–284.
      Weblinks
      • Ahnenverzeichnis Goldlauer
      • saarland-biografien.de/Adalhard-II
      • Jennifer Striewski: Wikinger am Mittelrhein. In: Portal Rheinische Geschichte, 25. Februar 2013, abgerufen am 16. Mai 2014.
      Anmerkungen
      1 Ahnenverzeichnis Goldlauer
      2 Jennifer Striewski: Wikinger am Mittelrhein. In: Portal Rheinische Geschichte, 25. Februar 2013, abgerufen am 16. Mai 2014.
      3 Eugen Ewig: Das Trierer Land im Merowinger- und Karolingerreich. In: Geschichte des Trierer Landes. Trier 1964, S. 284–286. Burkhard Apsner: Die hoch- und spätkarolingische Zeit (9. und frühes 10. Jahrhundert). In: Heinz Heinen, Hans Hubert Aton, Winfried Weber (Hrsg.): Geschichte des Bistums Trier. Band 1. Im Umbruch der Kulturen. Spätantike und Mittelalter. Trier 2003, S. 273–274. Jennifer Striewski: Wikinger am Mittelrhein. In: Portal Rheinische Geschichte, 25. Februar 2013, abgerufen am 16. Mai 2014.