Graf Adolf III von der Mark (von Kleve)

Graf Adolf III von der Mark (von Kleve)

männlich 1334 - 1394  (~ 60 Jahre)

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  • Name Adolf III von der Mark (von Kleve) 
    • Nach klevischer Zählung ist er als Adolf I. Graf von Kleve, nach kurkölnischer Zählung als Erzbischof Adolf II. von Köln und als Bischof von Münster als Adolf I. von Münster bekannt.
    Titel Graf 
    Besitz 1243  Krickenbeck Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Verkaufte das mütterliche Erbe Krickenbeck im Jahr 1243 an den Schwager Otto Graf von Geldern. 
    • Das Schloss Krickenbeck liegt in Nettetal am Niederrhein, im Bereich der Krickenbecker Seen.
      Vor der Errichtung des Schlosses und seiner direkten Vorgängerburg an der heutigen Stelle befand sich etwa zwei Kilometer südlich an der Nette die Burg Krickenbeck, auch alde Borch oder Alt-Krickenbeck genannt. Der erste urkundlich erwähnte Besitzer dieser Burg war 1104 Heinrich Graf von Krickenbeck, Sohn des Grafen Gerhard II. von Wassenberg.] Nächster nachweisbarer Graf der Burg Krickenbeck war Reginar von Krickenbeck (1149–1167). Dessen Tochter Alveradis von Krickenbeck-Millendonk ehelichte Friedrich Graf von Berg-Altena. Deren gemeinsamer Sohn Adolf I. Graf von der Mark, Altena und Krickenbeck verkaufte die „Bona de Crikenbeke“ 1243 an seinen Schwager Otto von Geldern. Am 3. März 1243 erwarb sie Graf Otto von Geldern von Graf Adolf von der Mark. Zu diesem Zeitpunkt scheint die Alte Burg bereits zerstört oder zumindest unbewohnbar geworden zu sein, da sie keine weitere Erwähnung mehr findet.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Krickenbeck
    Geboren cir 1334 
    Geschlecht männlich 
    Beruf / Beschäftigung ab 1368  Grafschaft Kleve Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Kleve 
    • Das Herzogtum Kleve (auch Cleve) war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis zu beiden Seiten des Rheins zwischen dem Fürstbistum Münster, dem Reichsstift Essen, den Herzogtümern Berg, Jülich und Geldern sowie dem Kurfürstentum Köln gelegen. Kleve bestand seit etwa 1020 als Grafschaft und wurde 1417 zum Herzogtum erhoben. Der Sitz des Herrschers war die Schwanenburg in der Stadt Kleve, zeitweise auch Burg Monterberg bei Kalkar. Ab 1614 gehörte das Herzogtum zu Brandenburg-Preußen.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Kleve
    Beruf / Beschäftigung ab 1391  Grafschaft Mark Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Regent der Grafschaft Mark 
    • Die Grafschaft Mark (regional auch „Die Mark“ genannt) war ein Territorium des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Sie gehörte seit dem 17. Jahrhundert zu Brandenburg-Preußen.
      Die Grafschaft erstreckte sich zu beiden Seiten der Ruhr entlang von Volme und Lenne, zwischen dem Vest Recklinghausen, der Freien Reichsstadt Dortmund, dem Fürstbistum Münster, der Grafschaft Limburg, den Herzogtümern Westfalen und Berg, der Grafschaft Gimborn, der Reichsabtei Werden und dem Reichsstift Essen.
      Die Grafen von der Mark zählten im Hochmittelalter zu den mächtigsten und einflussreichsten westfälischen Regenten im Heiligen Römischen Reich. Ihr Name geht auf ihre Residenz Burg Mark bei dem heute zur Stadt Hamm gehörenden Dorf Mark zurück. Er lebt heute weiter im Namen des Märkischen Kreises und in der geographischen Bezeichnung Märkisches Sauerland.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Mark
    Beruf / Beschäftigung 1357 bis 1363  Bistum Münster Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Bischof im Bistum Münster (1357 bis 1363) 
    Beruf / Beschäftigung 1363 bis 1364  Köln, Nordrhein-Westfalen, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Elekt des Erzbistums Köln 
    Gestorben 7 Sep 1394  Kleve Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Begraben Klever Stiftskirche Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I9436  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 22 Mai 2020 

    Vater Graf Adolf II von der Mark,   gest. 1347 
    Mutter Margaretha von Kleve,   gest. nach 1348 
    Verheiratet nach 1324 
    Familien-Kennung F11668  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Margarethe von Berg,   gest. angeblich 10 Okt 1425 
    Verheiratet 1369 
    Notizen 
    • Margarethe und Adolf hatten 15 Kinder, 7 Söhne und 8 Töchter.
      • Adolf II. (* 1373; † 1448), Nachfolger als Graf von Kleve
      • Dietrich (* 1374; † 1398), Nachfolger als Graf von der Mark
      • Gerhard († 1461), seit 1430 Graf zur Mark
      • Heinrich (jung verstorben)
      • Walter (jung verstorben)
      • Johann (jung verstorben)
      • Wilhelm (jung verstorben)
      • Margarethe (* um 1375; † 1411), heiratete 1394 Albrecht I. von Bayern-Holland († 1404)
      • Mynta (?; jung verstorben)
      • Elisabeth (* um 1378; † nach 1439), heiratete 1. 1393 Reinold von Valkenburg († 1396), 2. 1401 Stephan III. von Bayern-Ingolstadt († 1413)
      • Johanna, Äbtissin zu Hörde († nach 1415)
      • Engelberta († 1458), heiratete Friedrich IV. von Moers († 1448)
      • Katharina († 1459)
      • Irmgard
      • zwei weitere jung verstorbene Töchter
    Kinder 
    +1. Herzog Adolf II. von Kleve,   geb. 2 Aug 1373,   gest. 23 Sep 1448  (Alter 75 Jahre)
     2. Elisabeth von Kleve,   geb. cir 1378,   gest. nach 1439, Köln, Nordrhein-Westfalen, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort  (Alter ~ 61 Jahre)
    Zuletzt bearbeitet am 22 Mai 2020 
    Familien-Kennung F4627  Familienblatt  |  Familientafel

  • Ereignis-Karte
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Mark - Wappen
    Mark-Wappen
    Wappen der Grafen von der Mark
    Kleve - Wappen
    Kleve - Wappen
    Wappen der alten Grafen von Kleve (Armorial Bellenville, 14. Jahrhundert).

    (Bild: Wikipedia; Le sieur de Bellenville, roi d'armes en Artois. - Armorial Bellenville, 52r (Digitalisat) - © Gemeinfrei)

    Orte
    Schloss Krickenbeck
    Schloss Krickenbeck
    Schloss Krickenbeck um 1860, Sammlung Alexander Duncker

    Bild: Wikipedia; Christian Hohe,Theodor Albert (Magdeburg 1822-1867, Berlin), Alexander Duncker (1813-1897) - http://www.zlb.de/digitalesammlungen/SammlungDuncker/12/713%20Krickenbeck.pdf
    © Gemeinfrei

    Gräber, Denkmäler
    Adolf I von Kleve & Margarethe von Berg - Grabmal
    Adolf I von Kleve & Margarethe von Berg - Grabmal
    Skulptur Margarethes (vorne) im Doppelgrabmal neben ihrem Gatten Adolf I. von Kleve, Stiftskirche Kleve

    Bild: Wikipedia; Hoger - Eigenes Werk - Dieses Bild zeigt ein Baudenkmal. Es ist Teil der Denkmalliste von Kleve, Nr. 7.
    © CC BY-SA 3.0 de - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en

  • Notizen 
    • Adolf von der Mark (* um 1334; † 7. September 1394 in Kleve) war von 1357 bis 1363 Bischof im Bistum Münster, von 1363 bis 1364 Elekt des Erzbistums Köln, ab 1368 Graf von Kleve und ab 1391 Regent der Grafschaft Mark.
      Nach klevischer Zählung ist er als Adolf I. Graf von Kleve, nach kurkölnischer Zählung als Erzbischof Adolf II. von Köln und als Bischof von Münster als Adolf I. von Münster bekannt.

      Herkunft
      Adolf war der zweite Sohn von Graf Adolf II. von der Mark und dessen Frau Margarethe von Jülich. Sein älterer Bruder war Engelbert III. von der Mark, und er hatte noch vier weitere Geschwister. Er wurde früh für den geistlichen Stand bestimmt und wuchs am Hof seines Onkels Engelbert, des Bischofs von Lüttich, auf.

      Geistliche Karriere
      Adolf wurde 1348 Domherr am Kölner Dom und 1351 in Lüttich. Von 1353 bis 1357 studierte er Kanonisches Recht in Montpellier. Nach fast einjähriger Vakanz fiel das Erzstift Köln dem Hause Mark zu. Am 16. November 1357 wurde Adolf von der Mark durch Papst Urban V. zum Bischof von Münster ernannt und am 21. Juni 1363 nach Köln transferiert, nachdem dieser am 13. Juni 1363 durch das Domkapitel zum Erzbischof gewählt worden war und sich so gegen den eigentlichen Favoriten des Domkapitels, Johann von Virneburg, behaupten konnte. Schon 1364 übertrug Adolf das Erzbistum Köln seinem Onkel Engelbert, um sich selbst auf die Nachfolge in der Grafschaft Kleve vorzubereiten, die von seinem kinderlosen Großonkel Graf Johann regiert wurde. Dafür ließ er sich von Engelbert unter anderem mit dem an Kleve angrenzenden kurkölnischen Amt Rheinberg entschädigen. Dieses Verhalten wurde selbst an der päpstlichen Kurie in Avignon, von der Adolf bislang stets unterstützt worden war, als skandalös begriffen.

      Graf von Kleve
      Nach dem Tod Graf Johanns von Kleve 1368 konnte sich Adolf gegen seine Konkurrenten Dietrich von Horn und Otto von Arkel durchsetzen und die Nachfolge in Kleve antreten. Seinen Brüdern Graf Engelbert III. von der Mark und Dietrich von der Mark musste Adolf für deren Unterstützung die rechtsrheinischen Teile der Grafschaft Kleve (außer Emmerich und der Hetter) abtreten. 1369 heiratete er Margarete von Jülich, mit der er sechzehn Kinder zeugte, von denen mindestens fünf das Kindesalter nicht überlebten. Nach dem Tod Herzog Rainalds III. von Geldern 1371 unterstützte Adolf vergeblich die Klever Altgräfin Mechtild von Geldern. Um ihr Wittum Linn brach ab 1378 eine Reihe von Kriegen mit dem Kölner Erzbischof Friedrich III. von Saarwerden aus. Zwar musste Adolf 1392 endgültig auf Linn verzichten, erhielt dafür aber die Stadt Rees; Xanten wurde unter eine kölnisch-klevische Samtherrschaft gestellt.
      1381 gründete Graf Adolf gemeinsam mit 35 Rittern und adligen Herren die Geselschap van den Gecken, die als erste Karnevalsgesellschaft betrachtet werden kann. Sie wählte aus ihrer Mitte einen König und sechs Rathsleute, die in der Karnevalszeit das närrische Regiment übernahmen. Bis Rosenmontag wurde sieben Tage lang Hof gehalten und Karnevalsdienstag gemeinsam der Gottesdienst besucht. Die Mitglieder mussten über das ganze Jahr ein Abzeichen tragen, das einen Narr zeigte. Wer dies vergaß, musste eine Geldstrafe zahlen, die Bedürftigen gespendet wurde. Die Karnevalsgesellschaft Kölner Narren-Zunft beruft sich in ihrer Tradition bis heute auf Graf Adolf.[1]

      Graf von der Mark
      Nach dem Tod seines Bruders Graf Engelbert III. von der Mark im Jahre 1391, der keine männlichen Nachkommen hatte, fiel Adolf auch die Grafschaft Mark zu. Diese trat er aber schon 1393 an seinen zweiten Sohn Dietrich ab. Adolf starb am 7. September 1394 und wurde in der Klever Stiftskirche begraben. In der Grafschaft Kleve folgte ihm sein ältester Sohn Adolf II.

      Einzelnachweise
      1 Otto Küpper: Chronik der Kölner Narren-Zunft von 1880 – 2005. Köln 2004. S. 3
      Literatur
      • Woldemar Harleß: Adolf I. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 98–100.
      • Helmut Dahm: Adolf I.. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 80 f. (Digitalisat).
      Weblinks
      • Biographie im Portal Rheinische Geschichte

      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_III._von_der_Mark