Alcherius von Torre

Alcherius von Torre

männlich - 1181


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  • Name Alcherius von Torre  [1]
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung erst Vogt der Lenzburger im Bleniotal, nach deren Aussterben kaiserlicher Vogt 
    Info Ort Torre, TI, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Torre liegt im oberen Valle di Blenio, östlich des Flusses Brenno, 14 Kilometer Luftlinie nördlich von Biasca. Vom Flussufer ist die Siedlung durch eine im Talgrund liegende Anhöhe getrennt. Zur ehemaligen Gemeinde gehörten neben dem Haufendorf Torre (760 m ü. M.) und der nördlich davon anschliessenden Siedlung San Salvatore auch der Weiler Grumo (660 m) und ein Teil von Dangio (801 m ü. M.). Zwischen Torre und Dangio verläuft die Schlucht des Gebirgsbaches Riale Soia aus dem Val Soia. Nachbargemeinden waren von Norden im Uhrzeigersinn Aquila, Malvaglia und Acquarossa 
    • Der Schwur von Torre ist ein Eid auf Pergament, erhalten als Faksimile aus den Jahren 1225–1250. 1182 wird darin festgehalten, dass die Bevölkerung (gemeint sind die «freien Bauern») den Bau neuer Burgen und den Machtanspruch der Adligen nicht mehr gegen ihren Willen dulden würde und sich anschicken würde, die bestehenden Burgen zu zerstören. Der aus der Gegend von Como zugewanderten Familie da Torre und weiteren Podestaten (namentlich den da Giornico, da Contone, da Lodrino und da Gnosca) wird in der Erklärung die Entmachtung und ewige Vertreibung angedroht. Der Pakt war auf Veranlassung von Oberto de Terzago, dem Erzpriester und Abgesandten des Mailänder Doms, im Februar 1182 zustande gekommen und begründete eine Allianz zwischen den Bewohnern des Valle di Blenio, der Valle Leventina und dem Mailänder Domkapitel. Aus Sicht der Kirche mit dem Ziel, Forderungen nach Gemeindefreiheit der lokalen Kleindemokratien (vicinanze) gegen die Interessen des kaiserlich belehnten einheimischen Landadels auszuspielen, zumal die Kirche in den Tälern ihre eigenen feudalen Interessen verfolgte.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Torre_TI
    Besitz Herrschaft Blenio, TI, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erhielt die Grafschaft Blenio Geliehen 
    Tod 1176/81 
    Personen-Kennung I59766  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 6 Dez 2025

    Familie  
    Kinder 
    +1. Albert I von Torre genannt Sax,   geb. 1133   gest. 1185 (Alter 52 Jahre)
    Familien-Kennung F29641  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 6 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Wappen von Torre
    Wappen von Torre
    Torre ist ein Dorf im Bleniotal und war eine selbständige politische Gemeinde im Kreis Olivone, im Bezirk Blenio des Kantons Tessin in der Schweiz. Am 22. Oktober 2006 wurde sie mit Aquila, Campo (Blenio), Ghirone und Olivone zur neuen Gemeinde Blenio fusioniert.

    Bild: Wikipedia; Eigenes Werk
    © CC BY 2.5 - https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002064/2021-03-05/

      Torre

      Ehemalige politische Gemeinde des Kantons Tessin, Bezirk Blenio, bildet seit 2006 mit Aquila, Campo (Blenio), Ghirone und Olivone die neue Gemeinde Blenio. Torre liegt im mittleren Bleniotal auf rund 800 m Höhe östlich des Grumascio. 1927 fusionierte es mit Grumo.

      Im Mittelalter gehörte Torre zur sogenannten fagia di mezzo oder fagia di Aquila, einem der drei Steuer- und Wahlkreise des Bleniotals. Nach der Zerstörung der Burg Serravalle um 1180 liess Alcherio da Torre in der Nähe des Dorfs die Burg Curtero errichten. Um die Macht dieser Familie einzudämmen, kam es 1182 zum Schwur von Torre. Auf das wichtige Bündnis gegen den Adel zwischen den Talleuten von Blenio und Leventina folgte die Belagerung und Schleifung der Burg. In der Folge teilte Torre das Schicksal des Bleniotals. Die Pfarrei Torre umfasst auch Grumo und seit 1927 Lottigna, das bereits bis 1555 dazugehört hatte. Die im 12. Jahrhundert erstmals erwähnte Pfarrkirche Santo Stefano wurde 1732 grösstenteils neu gebaut. Von der frühen Neuzeit an lebten die Einwohner von Torre von der Land- und Weidewirtschaft, daneben von der vor allem saisonalen Auswanderung von Chocolatiers. An der Grenze zwischen Dangio und Torre gründeten die Brüder Ernesto und Alfonso Cima 1904 die Fabrique de chocolat Cima Frères, die Giuseppe Pagani 1913 aufkaufte und in Chocolat Cima SA umbenannte (ab 1930 Chocolat Norma-Cima SA, häufig Cima-Norma genannt). Das Unternehmen beschäftigte in den 1950er Jahren rund 340 Personen, darunter zahlreiche Einwohner von Torre, die dank dieses Nebenerwerbs ihr Einkommen aus der Landwirtschaft aufbesserten. 1968 schloss das Unternehmen nach einer langen Zusammenarbeit mit Coop seine Tore. Die Gebäulichkeiten wurden daraufhin zum Teil für kommerzielle und touristische Zwecke umgenutzt. Ab den 1970er Jahren entwickelte sich Torre allmählich zur Wohngemeinde.

      Version vom 05.03.2021
      Autorin/Autor: Mario Fransioli Übersetzung: Pia Todorovic Redaelli

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 186.