Anna Adlischwyler

Anna Adlischwyler

weiblich 1505 - 1564  (59 Jahre)


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  • Name Anna Adlischwyler
    • Eine der letzten Ordensfrauen im Kloster Oetenbach, später Ehefrau und engagierte Pfarrfrau an der Seite des Reformators Heinrich Bullinger.
    Geburt 1505  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht weiblich
    Beruf / Beschäftigung Kloster Oetenbach, Zürich, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Nonne, Ordensfrau 
    Tod 25 Sep 1564  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    • Zusammen mit drei Töchter durch die Pest..
    • Nach anderer Quelle am 17 Sep 1564
    • Verkündung am 1 Okt 1564
    Personen-Kennung I56036  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 19 Dez 2025

    Vater Hans Adlischwyler genannt Köchli,   geb. Rapperswil, SG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 1512, Pavia, Italien Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Mutter Elisabeth Stadtler (Stadler),   geb. Uri, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 1529
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F27332  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Heinrich Bullinger,   geb. 18 Jul 1504, Bremgarten, AG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 17 Sep 1575, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 71 Jahre)
    Eheschließung 1529  [1
    • 1529 heiratete Heinrich Anna Adlischwyler, die Tochter von Hans Waldmanns Leibkoch und eine der letzten Nonnen aus dem Kloster Oetenbach in Zürich. Seit der Reformation war das Kloster schon geschlossen. Anna lebte aber noch im Klostergebäude. Die beiden führten eine glückliche und als vorbildlich geltende Ehe. Er war den gemeinsamen elf Kindern ein liebevoller Vater, spielte gerne mit ihnen und schrieb ihnen zu Weihnachten Verse. Sein Haus war ständig angefüllt mit Flüchtlingen, Pfarrerkollegen und Rat- und Hilfesuchenden.
    Notizen 
    • Kinder:
      Heinrich und Anna Bullinger hatten zusammen elf Kinder: Anneli (* 1530), Elisabeth (* 1532), Heinrich (* 1534), Hans Rudolf (* 1536), Christof (* 1537), Hans (* 1539) und Diethelm (* 1541); Hans und Diethelm starben beide 1541. Veritas (* 1543), Dorothea (* 1545) und Felix (1547–1553).

      Alle erwachsenen Kinder ausser einem wurden entweder Theologen, Frauen von Theologen oder Pfarrer.
    Kinder 
     1. Bullinger
    +2. Margareta Bullinger,   get. 29 Apr 1531, Bremgarten, AG, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 30 Okt 1564 (Alter ~ 32 Jahre)
     3. Elisabeth Bullinger,   geb. 1532   gest. 1565 (Alter 33 Jahre)
    Familien-Kennung F27331  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 19 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 1505 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsBeruf / Beschäftigung - Nonne, Ordensfrau - - Kloster Oetenbach, Zürich, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 25 Sep 1564 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Anna Adlischwyler
    Anna Adlischwyler
    Portrait Anna Bullinger-Adlischwyler. Kupferstich von Heinrich Meyer (1830), Stadtarchiv Zürich

    Bild: Wikipedia; Jeannette Röthlisberger - Eigenes Werk
    © CC BY-SA 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

    Orte
    Kloster Oetenbach 1576 auf dem Murerplan
    Kloster Oetenbach 1576 auf dem Murerplan
    Das Kloster Oetenbach oder Ötenbach war ein Kloster der Dominikanerinnen in der Stadt Zürich und gehörte zur Diözese Konstanz. Es wurde 1237 erstmals erwähnt, zog um 1285 vom Stadtrand Zürichs in die Stadtmitte und wurde 1525 aufgehoben. Nach der Reformation dienten die Gebäude verschiedenen Zwecken, insbesondere als Zucht- und Waisenhaus. Sie wurden 1902/1903 abgebrochen.

    Bild: Wikipedia; Jos Murer;; upload by Adrian Michael - Murerplan - https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Parpan05
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Bullinger

      Anna Bullinger (* 1505 in Zürich als Anna Adlischwyler; † 17. September 1564 ebenda) war eine Ordensfrau im Kloster Oetenbach, später Ehefrau und engagierte Pfarrfrau an der Seite des Reformators Heinrich Bullinger.

      Leben und Wirken
      Herkunft
      Anna Adlischwyler war die Tochter von Elisabeth Stadler († 1529) und Hans Adlischwyler († 1512) von Rapperswil. Ihr Vater war seit 1491 Bürger der Stadt Zürich, Koch des Bürgermeisters Hans Waldmann, des Abts Trinkler zu Kappel und obrigkeitlicher Weinschenk «zum Elsässer».

      Nonne im Kloster Oetenbach
      Adlischwyler kam als junge Frau 1523 ins Dominikanerinnenkloster Oetenbach. Schon im Jahr zuvor hatte Huldrych Zwingli dort «Von der Klarheit und Gewissheit des Wortes Gottes» gepredigt; dies führte die dortigen Nonnen allmählich auf den Weg der Reformation. Nachdem die grosse Abtei zu Fraumünster 1524 an die Stadt übergeben wurde, wurde auch das Kloster Oetenbach von der Obrigkeit 1525 aufgelöst. Allerdings durften Nonnen, welche an ihrem Ordensgelübde festhalten wollten, in Oetenbach bleiben, darunter auch Anna Adlischwyler.

      Ehefrau von Reformator Heinrich Bullinger
      Schon bald interessierte sich Heinrich Bullinger, damals Lehrer im Zisterzienserkloster Kappel am Albis, für die junge Frau. Er schrieb 1527 an die damals 23-jährige: «Ja, du bist jung, und es hat dir Gott nicht so einen ungeeigneten Leib gegeben und dich nicht geschaffen, dass du ewig eine gnädige Frau seiest und nichts tuest oder keine Frucht von dir komme». Er riet ihr, den Brief ein paar Mal zu lesen, um sich dann zu entscheiden. Am 27. Oktober 1527 trafen sich die beiden im Zürcher Grossmünster und versprachen sich die Ehe. Sie hielten ihre Gelübde geheim, weil Elisabeth Stadler-Adlischwyler, Annas Mutter, den Gedanken an eine Ehe der beiden abscheulich fand.

      Trotzdem wollte Anna Adlischwyler zunächst das Kloster nicht verlassen und sagte Heinrich Bullinger ab. In einem zweiten, ungeduldigeren Brief erklärte dieser, dass Gott wolle, dass Männer und Frauen heiraten. Er schickte Peter Simler und Huldrych Zwingli ans Ehegericht, um den Fall zu klären. Dieses entschied für Bullinger; trotzdem blieb Adlischwyler noch zwei weitere Jahre im Kloster Oetenbach, bis ihre Mutter starb. Dann heiratete sie Heinrich Bullinger.

      Während der Schlacht bei Kappel vom 11. Oktober 1531, in der Huldrych Zwingli fiel, musste Anna Bullinger samt ihrem Kind aus der Stadt Bremgarten, wo sie mit Heinrich Bullinger wohnte, fliehen. In der Folge wurde Heinrich Bullinger nach Zürich berufen, um in die Nachfolge von Huldrych Zwingli als Leutpriester und Antistes am Grossmünster zu treten. Anna Bullinger hatte ein offenes Haus für Gäste. Regelmässig versammelten sich mehr als 30 Menschen an ihrem Tisch. Sie galt als Mentorin für viele junge Menschen; viele Briefe bezeugen, dass sie hoch geschätzt war.

      Tod
      Anna Bullinger starb am 17. September 1564 im Alter von 59 Jahren an der Pest. Nur der Text ihres Mannes ist überliefert: «Anna Bullingerin oder Adlischwylerin, meiner kinder Mutter, stirbt an der Pestilenz eliglichen den 25. September 1564 und ward mit grosser Lych (Leichengeleit) begraben zum Münster zur Herr Bibliander u(26. Sept. 1564) zwischen Hr Stadtschreiber Aescher und Her Doctor Petrus Martyr (12. Nov. 1562) […] Mit wunderbaren Nachfolgen vielen Volks, den rächten und eren lüten uss der ganzen Statt.»

      Ehrung
      Anna Bullinger-Adlischwyler wurde anlässlich der jährlichen Frauenehrung am Sechseläuten 2017 von der Gesellschaft zu Fraumünster geehrt. Ihre Gedenktafel befindet sich am Zwingliplatz 4 in Zürich.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 61.