Johann III Kämmerer von Worms (Waldeck)

Johann III Kämmerer von Worms (Waldeck)

männlich - 1350


Angaben zur Person    |    Medien    |    Notizen    |    Quellen    |    Ereignis-Karte    |    Alle

  • Name Johann III Kämmerer von Worms (Waldeck)
    • Stammvater des „von Waldeck“ genannten Familienzweigs der Kämmerer von Worms.
    Geschlecht männlich
    Info Ort Burg Dalberg, Rheinland-Pfalz, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Das Gebiet der späteren Burg und Herrschaft Dalberg war ursprünglich salisch. Im 12. Jahrhundert gehörte es dem Hochstift Speyer und der Bischof von Speyer hatte es als Lehen an die Familie Weyerbach vergeben[1], die sich auch selbst als „Herren von Dalberg“ bezeichneten.[2] Zu diesem Lehen gehörten die Dörfer Dalberg, das benachbarte Wallhausen, Spabrücken und Sommerloch.[3] Godebold von Weyersbach († 1185) ließ in der Zeit zwischen 1150 und 1170 die Burg in exponierter Lage errichten. 
    • Im 14. Jahrhundert erwarb Johann III. Kämmerer von Worms, der über seine erste Frau, Juliane, in die Verwandtschaft der Herren von Dalberg eingeheiratet hatte, 5 % der Burg und die Hälfte der Herrschaft Dalberg. Noch im 14. Jahrhundert starb die Familie der ersten Dalberger aus. Johann XI. Kämmerer von Worms brachte sich in dieser Zeit in den Besitz der gesamten Burg und Herrschaft und fügte fortan seinem Familiennamen Kämmerer von Worms den Zusatz „zu Dalberg“ bei. Sein Enkel, Wolfgang III., und dessen Nachkommen führten – erstmals 1375 – die Namensform Kämmerer von Worms, genannt von Dalberg, was sich in der Folgezeit zu von Dalberg verschliff. 1390 oder 1400 hatte die Familie den Alleinbesitz an Burg und Herrschaft erlangt.
      1367 schloss Dieter II. († 1371) mit Pfalzgraf Ruprecht II. ein Abkommen, das dem Pfalzgrafen die Burg Dalberg öffnete und ihn im Gegenzug verpflichtete, Dieter II. im Falle von Fehden beizustehen, ein Schritt in dem Prozess einer immer engeren Anbindung des Hauses Dalberg an die Kurpfalz. Dieter II. und Dieter III. († 1398) bauten die Anlage aus, errichteten Dieterbau und Dieterturm. Weitere Baumaßnahmen erfolgten um 1439[10] und durch Dieter VI. von Dalberg 1490 bis 1500.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Burgruine_Dalberg
    Erwähnt / Bezeugt ab 1298 
    Besitz Erbte das Dalberggut, aber erst seine Enkel nanten sich Kammerer von Dalberg 
    Wohnort Worms, Rheinland-Pfalz, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Tod 2 Nov 1350 
    Personen-Kennung I60339  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 15 Dez 2025

    Vater Gerhard II Kämmerer von Worms,   geb. cir 1229   gest. 8 Jan 1297 (Alter 68 Jahre)
    Mutter Mechtild Fuchs von Rüdesheim   gest. 4 Jun 1319
    Eheschließung vor 1263 
    Familien-Kennung F30023  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Juliana von Dalberg,   geb. Datum unbekannt
    Eheschließung 1302  [1
    • Johann III. heiratete zweimal: zum ersten Mal vor dem 29. Juli 1302 Juliane, Tochter von Winand und Jutta von Spiegelberg, verwitwete von Waldeck.
    Notizen 
    • Alle seine Kinder stammten aus der ersten Ehe:
      Die bei Rübel-Blass genannte Elisabeth ist nicht auf der Liste..?
      - Mechtild (auch: Mathilde), geboren um 1303, genannt ab 1323, verstarb 1366. Sie war zweimal verheiratet, zunächst mit Merkelin von Kropsburg (genannt ab 1323, † 1345). Von diesem ersten Ehemann seiner Tochter kaufte Johann III. die Kropsburg und weitere Liegenschaften. In zweiter Ehe heiratete Mechtild Friedrich Greiffenclau zu Vollrads. Er ist zwischen 1353 und 1368 bezeugt.
      - Henekin (genannt 1326)
      - Winand I. (genannt ab 1332; † 12. März 1365) heiratete nach 1330 Demudis, Tochter von Peter von Bechtoldsheim und Demudis von Lewenstein. Sie starb am 30. Mai 1348 und wurde in der Katharinenkirche in Oppenheim bestattet.
      - Juliana war ebenfalls Nonne im Kloster Maria Himmelskron, wurde ab 1334 erwähnt und starb 1351 ebenfalls an der Pest.
      - Anna, erwähnt ab 1334, war Dominikanerin im Kloster Maria Himmelskron in Hochheim und starb 1351 an der Pest.
      - Byzelin war gleichfalls Nonne im Kloster Maria Himmelskron in Hochheim, wurde ab 1334 erwähnt und starb 1351 auch an der Pest.
      - Agnes (* um 1310; genannt zwischen 1334 und 1351) heiratete Heilmann von Bommersheim.
      - Dieter II. (* um 1306; genannt ab 1334; † 23. Juli 1371) heiratete nach 1334 die verwitwete Katharina von Scharffenstein, Tochter von Klaus und Nesa Salman zum Silberberg. Sie starb am 8. Juli 1351.
      - Elsa, erwähnt zwischen 1334 als minderjährig und 1374 heiratete Heinrich Bottendal von Trechtingshausen.
      - Gerhard VI. (* um 1305; † 21. Januar 1352) war mit einer Greta oder Margareta von Dalberg verheiratet.
    Kinder 
    +1. Elisabeth Kammerer,   geb. Worms, Rheinland-Pfalz, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Familien-Kennung F30022  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 15 Dez 2025

    Familie 2 Furderer von Enzberg
    Familien-Kennung F30025  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 15 Dez 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsWohnort - - Worms, Rheinland-Pfalz, DE Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Stammwappen der Kämmerer von Worms
    Stammwappen der Kämmerer von Worms
    Scheibler'sches Wappenbuch , älterer Teil Dalberg Kämmerer von Worms

    Die Dalberger Linie der Kämmerer von Worms kombinierte ihr Wappen (unter einem mit drei Spitzen abgeteilten goldenen Schildhaupt auf blauem Grund 6 silberne Lilien (3:2:1) gestellt) mit dem der ursprünglichen Herren von Dalberg (in gold ein schwarzes Ankerkreuz) und verwendeten fortan ein geviertes Wappen: Felder I und IV: Kämmerer von Worms; II und III: von Dalberg.

    Bild: Wikipedia; verschiedene unbekannte Künstler - Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c 1450 - 1480
    © Gemeinfrei
    Geviertes Wappen der Kämmerer und derer von Dalberg
    Geviertes Wappen der Kämmerer und derer von Dalberg
    Am Jüngeren Dalberger Hof in Mainz

    Die Dalberger Linie der Kämmerer von Worms kombinierte ihr Wappen (unter einem mit drei Spitzen abgeteilten goldenen Schildhaupt auf blauem Grund 6 silberne Lilien (3:2:1) gestellt) mit dem der ursprünglichen Herren von Dalberg (in gold ein schwarzes Ankerkreuz) und verwendeten fortan ein geviertes Wappen: Felder I und IV: Kämmerer von Worms; II und III: von Dalberg.

    Bild: Wikipedia; Andreas Praefcke - Selbst fotografiert
    © CC BY 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

    Orte
    Burgruine Dalberg
    Burgruine Dalberg
    Ansicht aus südwestlicher Richtung

    Burg Dalberg, auch Dalburg genannt, ist die Ruine einer Höhenburg im Tal des Gräfenbachs, der über den Ellerbach bei Bad Kreuznach in die Nahe mündet, sie erhebt sich über die Ortsgemeinde Dalberg im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Der Hildegard von Bingen Pilgerwanderweg führt unmittelbar an der Burg vorbei.

    Bild: Wikipedia; Trexico69 - Eigenes Werk
    © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_III._Kämmerer_von_Worms

      Johann III. Kämmerer von Worms, genannt von Waldeck

      1288 ernannte König Rudolf I. Johann III. im Zuge einer Neuorganisation zum Burgmann in Odernheim, nachdem der König Odernheim 1282 von den Herren von Bolanden gekauft und der Gemeinde am 16. April 1286 reichsstädtische Freiheiten verliehen hatte.

      Durch die Ehe mit Juliane gelangte Johann III. in die Verwandtschaft der Herren von Dalberg. Zu deren Herrschaft gehörte die Burg Dalberg, das Dorf Dalberg und das benachbarte Wallhausen. Von der neuen Verwandtschaft erwarb er zunächst am 4. Februar 1315 einen 5%igen Anteil der Burg und Herrschaft Dalberg, den zuvor ein Onkel seiner Gattin, Anton, gehalten hatte. Nachkommen von Johann III. konnten die Dalburg ganz in ihren Besitz bringen. Seitenlinien der Kämmerer von Worms nannten sich später nach der Dalburg Kämmerer von Worms genannt von Dalberg. Seit Wolfgang III. Kämmerer von Worms genannt von Dalberg, (1426–1476) bezeichnete sich die bedeutendste Linie des Gesamthauses nach der Burg.

      Weiter erwarb Johann III. 1323 von seinem Schwiegersohn Merkel von Kropsburg zunächst ein Haus in der Kropsburg in Sankt Martin, 1345 kaufte er dann dessen gesamten 50%igen Anteil an der Burg und zugehörigen Gütern. Zu den Gütern gehörten neben der Burg und St. Martin noch Maikammer und Winnweiler. Die Nachkommen von Johann III. kauften zwischen 1393 und 1439 auch noch die zweite Hälfte der Kropsburg. Auch hier etablierte sich ein Familienzweig.

      1317/1318 war Ludwig III. Mitglied im Rat der Stadt Worms. 1347 stiftete er einen Marienaltar in der Kirche St. Jakob in Hessloch.

      Die Sage vom Ritterschlag auf der Tiberbrücke
      In späterer Zeit wurde die Sage, dass der spätere Kaiser Heinrich VII. bei den Kämpfen um die Stadt Rom 1310 einen Knappen aus der Familie der Kämmerer von Worms auf der Milvischen Tiberbrücke zum Ritter geschlagen habe, auf Johann III. bezogen. Daraus leiteten Nachkommen später das protokollarische Vorrecht der Dalberger ab, nach einer Kaiserkrönung durch den frisch Gekrönten, den ersten Ritterschlag zu empfangen. Die Sage hat aber vermutlich keinen faktischen Kern.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 51.