Josias Simmler (Simler)

Josias Simmler (Simler)

männlich 1530 - 1576  (45 Jahre)


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  • Name Josias Simmler (Simler)
    Geburt 6 Nov 1530  Kappel am Albis, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung VDM 1549, Professor am Karolinum und Pfarrer gen Zollikon 1552, Diakon beim St. Peter 1557, Prof. theol. 1563, Zunftmeister 1556.
    Er verfasste eine Beschreibung des Wallis und ein in vielen Auflagen erschienenes Werk über das schweizerische Staatsrecht, übersetzte manche Bücher Bullingers ins Latein.  [1
    Ereignis Heinrich Wolf, der zweite Ehemann seiner Frau Magdalena, gab einen Teil seiner hinterlassenen Schriften heraus. 
    Tod 2 Jul 1576  Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I56057  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 26 Sep 2025

    Vater Peter Simmler,   geb. 1486, Rheinau, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 1557 (Alter 71 Jahre)
    Mutter Verena Huser (Hauser)   gest. 1555
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F27349  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Elisabeth Bullinger,   geb. 1532   gest. 1565 (Alter 33 Jahre)
    Eheschließung 1551  [1
    • Josias Simler heiratete 1551 Elisabeth Bullinger, eine Tochter der Reformators Heinrich Bullinger und der Anna Adlischwyler. Nach ihrem Tod heiratete er im Jahr 1566 Magdalena, Tochter des Pfarrers Rudolf Gwalther und der Regula Zwingli.
    Familien-Kennung F27348  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 26 Sep 2025

    Familie 2 Magdalena Gwalther,   geb. 2 Nov 1550, Zürich, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ortgest. 28 Jan 1626 (Alter 75 Jahre)
    Eheschließung 15 Mai 1566  [1
    Notizen 
    • Das Ehepaar hatte drei Söhne und eine Tochter:
      - Josias (1567–1588), Pfarrer, starb als Feldprediger im Kriegszug Heinrichs von Navarra
      - Rudolf (1568; † 15. Februar 1611), Dr. med. in Montpellier, von 1601 bis 1611 Professor für Logik und Rhetorik in Zürich
      - Kaspar (1574–1611), Goldschmiedemeister in Zürich
      - Dorothea (* 1571) heiratete Kaspar Waser (1565–1625), Professor für Theologie in Zürich, sein Enkel aus dieser Ehe war der Zürcher Antistes Hans Caspar Waser (1612–1677).
    Kinder 
    +1. Rudolf Simmler,   get. 11 Okt 1568   gest. 15 Feb 1611 (Alter ~ 43 Jahre)
    Familien-Kennung F27346  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 26 Sep 2025

  • Ereignis-Karte
    Link zu Google MapsGeburt - 6 Nov 1530 - Kappel am Albis, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
    Link zu Google MapsTod - 2 Jul 1576 - Zürich, ZH, Schweiz Link zu Google Earth
     = Link zu Google Earth 
    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Fotos Mittelalter
    Josias Simmler
    Josias Simmler
    Josias Simmler (Stich aus dem 18. Jahrhundert)

    Bild: Wikipedia - Leonard Meister: Helvetiens berühmte Männer in Bildnissen von Heinrich Pfenninger, Mahler, nebst kurzen biographischen Nachrichten von Leonard Meister (Zürich, 1799) - http://blogs.ethz.ch/digital-collections/files/2010/01/rar-366_josiassimler.jpg
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Josias_Simler

      Josias Simler (auch Josias Simmler; * 6. November 1530 in Kappel am Albis; † 2. Juli 1576 in Zürich) war ein Schweizer reformierter Theologe und Historiker, bekannt unter anderem durch seine Werke zur Schweizer Landeskunde und Geschichte.

      Abstammung
      Seine Eltern waren Peter Simler (1486–1557), Konventuale und Prior im Kloster Kappel am Albis, und dessen Ehefrau Anna Huser († 1555). Sein Grossvater war Rudolf Simler (1449–1534), Schultheiss von Rheinau. Seine Schwester Margaretha (* 1541) war mit dem Pfarrer in Embrach, Hans Frey († 1569), verheiratet.

      Leben
      1544 ging Josias Simler nach Zürich, um unter seinem Paten und Förderer Heinrich Bullinger zu studieren. 1546 setzte er sein Studium in Theologie, Sprachen und Naturwissenschaften in Basel und 1547 bis 1549 in Arithmetik und Geometrie in Strassburg fort. Danach schloss er in Zürich sein Theologiestudium ab, arbeitete als Pfarrer und zwischendurch als Mathematiklehrer für Conrad Gessner. 1552 wurde er in Zürich Professor am Carolinum für Exegese des Neuen Testaments, 1560 für Theologie. In diesem Jahr übernahm er vorübergehend den Lehrstuhl des entlassenen Theodor Bibliander. 1563 wurde er anstelle des verstorbenen Peter Martyr Vermigli Professor für Altes Testament.

      Ab 1555 begann er die Bibliotheca universalis von Conrad Gessner neu herauszugeben. In seinem Werk De Alpibus commentarius von 1574, welches das erste Werk war, das sich umfassend mit den Alpen befasste, sammelte er alle Informationen über das Gebirge aus den Werken verschiedener anderer Autoren versehen mit Anmerkungen aus eigener Anschauung. Er entwickelte dabei neue Einsichten über das Wesen der Lawinen, den Unterschied von Firn und Eis, die niedrige Temperatur grosser Höhen sowie den Pflanzenendemismus der Alpen.

      Simler schrieb zudem weitere Werke über die Schweizer Landeskunde, wie De Republica Helvetiorum (Abriss der Chronik von Johannes Stumpf, 1547/48) oder Vallesiae Descriptio. Ausserdem beriet er Ulrich Campell bei der Abfassung seiner Raetiae alpestris topographica descriptio (Topographische Beschreibung des alpinen Rätiens/rätischen Alpenlandes. Chur 1573). Ihm zu Ehren ist das Simler-Schneefeld in der Antarktis benannt.

      Werke
      Oratio de vita et obitu clarissimi viri et praestantissimi theologi D. Petri Martyris Vermilii. Zürich 1563 (Nekrolog auf Petrus Martyr Vermilius).
      Vita clarissimi philosophi et medici excellentissimi Conradi Gesneri. Zürich 1566 (Nekrolog auf Conrad Gessner).
      De aeterno Dei filio. Zürich 1568 (Über den ewigen Gottessohn).
      Vallesiae descriptio, libri duo: de alpibus commentarius (Beschreibung des Wallis. Zwei Bände. Kommentar zu den Alpen). Zürich 1574.
      Neuausgabe/Übersetzung: De Alpibus commentarius. Die Alpen. Bearb., übers., erläutert und eingeleitet v. Alfred Steinitzer. Mit einhundertzwölf Abbildungen. Gesellschaft Alpiner Bücherfreunde, München 1931, OCLC 504343489.
      Narratio de ortu, vita et obitu reverendi viri D. Henrici Bullingeri, Tigurinae Ecclesiae pastoris. Zürich 1575 (Nekrolog auf Heinrich Bullinger).
      Regiment Gemeiner loblicher Eydgnoschafft. Zürich 1576.
      De Republica Helvetiorum Libri duo. Zürich 1577 (Zwei Bücher über die Schweizer Republik).

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 15.