Adalbert IV. von Calw (von Löwenstein)

Adalbert IV. von Calw (von Löwenstein)

männlich - 1146


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  • Name Adalbert IV. von Calw (von Löwenstein)
    • Erwähnt / Mentioned / Mentionné (1123-1146)
    • Hiess zuerst von Löwenstein; er fühlte sich von seinem Oheim Gottfried betrogen und verlangte von Welf, dem Gatten von dessen Tochter Uta, Güter heraus; er überfiel dessen Burg Sindelfingen und wurde dann auf Wartenberg bei Stuttgart selbst belagert; dieses Schloss und Löwenstein wurde von kriegsgewandten Welf erobert, während sich Adalbert in den Besitz von Calw setzen konnte, das ihm denn auch blieb; half später Konrad III. gegen denselben Welf und bei der Belagerung von Weinsberg. [1]
    Geschlecht männlich
    Tod cir 1146 
    Personen-Kennung I11663  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 31 Dez 2025

    Vater Graf Adalbert III. von Calw   gest. 3 Dez 1094
    Mutter Kuniza (Cunizza) von Wirsbach (Willsbach)
    Familien-Kennung F5792  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie  
    Kinder 
     1. Graf Adalbert V. von Calw
    +2. Graf Bertold von Löwenstein (von Calw)   gest. 1167
    +3. Graf Konrad von Calw
    Familien-Kennung F5791  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 23 Jul 2018

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Calw - Wappen
    Calw - Wappen
    Wappen der Grafen von Calw. Es wird in abgewandelter Form auch von den Städten Calw, Löwenstein und Vaihingen an der Enz geführt.

    (Bild: Wikipedia; Schreiber - © CC BY-SA 3.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
    Wappen der Grafen von Calw
    Wappen der Grafen von Calw
    David Wollebers Chorographia Württemberg, [Schorndorf] 1591

    Das Wappen zeigt in Gold auf blauem Dreiberg schreitend einen blau gekrönten roten Löwen. Auf dem Helm mit rot-goldenen Helmdecken das Schildbild.

    Bild: Wikipedia; Autor/-in unbekannt - UB Tübingen
    © Gemeinfrei

    Orte
    Löwenstein - Burg
    Löwenstein - Burg
    Der Treppenturm, links angeschlossen Reste des Bergfrieds, dahinter Reste der Schildmauer.
    Die Burg Löwenstein ist die Ruine einer mittelalterlichen Spornburg über der Stadt Löwenstein im Landkreis Heilbronn. Der Name leitet sich ab vom Wappentier der ursprünglichen Erbauer, der Grafen von Calw, und übertrug sich dann auf die angrenzende Ortschaft.

    (Bild: Wikipedia; Steffen Felger - Eigenes Werk - © CC BY-SA 3.0 / https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/ -)

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://www.bavarikon.de/object/bav:HKO-NDB-0000000SFZ126684

      von Löwenstein

      Nach der Burg Löwenstein (bei Heilbronn) nannten sich nacheinander drei gräfl. Geschlechter: a) Die Grafen von Löwenstein als Seitenlinie der Grafen von Calw, die 1123 mit Adalbert erstmals bezeugt sind. Gottfried v. Löwenstein verkaufte 1277 die Grafschaft an Bischof Berthold von Würzburg, der sie 1281 an Kg. Rudolf weiterverkaufte. Die Familie starb um 1300 mit den Töchtern Gottfrieds aus. b) Der Stammvater der Grafen von Löwenstein aus dem Hause Habsburg war Albrecht von Schenkenberg ( † 1304, s. ADB 19), der illegitime Sohn Kg. Rudolfs, der die Grafschaft 1287 als Ausstattungsgut erhielt und Titel und Wappen eines Grafen von Löwenstein annahm. Die beiden letzten Grafen von Löwenstein aus dieser Familie, die 1464 mit dem Bamberger Domherrn Georg ausstarb (s. L.), verkauften die Grafschaft 1441 an die Kurpfalz. c) Begründer der Familie der Grafen zu Löwenstein aus dem Wittelsbacher Stamm war Ludwig von Bayern (1463–1524), Sohn des pfälz. Kf. Friedrich I. ( † 1476) und der Klara Dett, dem 1488 die Gfsch. Löwenstein verliehen wurde. Kaiser Maximilian I. übertrug ihm 1494 Rang und Wappen eines Grafen zu Löwenstein Durch den Landshuter Erbfolgekrieg 1504 kam die Grafschaft unter württ. Lehenshoheit. Von den Enkeln des Gf. Ludwig I. zu Löwenstein sind zu nennen: Wolfgang (1527–71), in kaiserl., dann Salzburg. Kriegsdienst, Begründer der Linie Löwenstein-Scharfeneck, die 1633 im Mannesstamm ausstarb, ferner der Reichskammerrichter Friedrich (1528–69) und Ludwig III. (1530–1611), der trotz seines ev. Bekenntnisses Reichshofratspräsident und Statthalter des Erzhzg. Karl in Steiermark, Kärnten und Krain wurde. Seine Gemahlin Anna, Tochter des Grafen Ludwig zu Stolberg, erbte die Gfsch. Wertheim und die halbe Herrschaft Breuberg sowie die niederländ. Graf- und Herrschaften Rochefort, Montaigu, Herbimont und Chassepierre. Seit 1579/80 nannte sich Ludwig „Graf zu Löwenstein und Wertheim, Herr zu Scharfeneck und Breuberg“. Die Wertheimer Erbschaft, die durch das Aussterben der Wertheimer Grafen mit Michael III., einem Schwager der Gfn. Anna, zustande gekommen war, blieb nicht unangefochten. Die Auseinandersetzungen mit Bischof Julius Echter von Würzburg endeten mit dem Verlust der Würzburger Lehen. Das Erbe Ludwigs III. teilten sich dessen Söhne Christoph Ludwig (1568–1618), Wolf Ernst (1578–1636) und Johann Dietrich (1585–1644), wobei die Gfsch. Wertheim im gemeinschaftlichen Besitz blieb. Johann Dietrich, der im kaiserl. Heer diente, trat nach seiner Heirat mit der Gfn. Josina von der Mark 1610 zum kath. Glauben über. Er wurde dadurch zum Begründer der jüngeren, kath. Linie seines Hauses, Christoph Ludwig der Stammvater der älteren, ev. Linie, während die beiden anderen Brüder ohne Nachkommen starben. Ihr Vetter Johann Kasimir (1588–1622) stand im Kriegsdienst der Republik Venedig, der aufrührerischen böhm. Stände, des Kf. Friedrich von der Pfalz und des Hzg. Christian von Braunschweig. Durch den Westfäl. Frieden 1648 wurden die Grafen beider Linien wieder in ihre Besitzungen eingesetzt und die gemeinschaftliche Regierung der Gfsch. Wertheim angeordnet. 1) Ältere, ev. Linie Löwenstein-Wertheim-Virneburg, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Freudenberg. Die ältere Linie besaß eine Hälfte der ungeteilten Gfsch. Wertheim und den größten Teil der Gfsch. Löwenstein. Elisabeth von Manderscheid (1569–1621), die Gattin Christoph Ludwigs, erbte 1615 die Gfsch. Virneburg. Kleinere Erwerbungen gelangen später durch Heiraten mit limpurg. Erbtöchtern. Die ältere Linie behielt das Prinzip der Gemeinschaftsregierung bei, wodurch die ohnehin nicht sehr große Existenzgrundlage weiter geschmälert wurde, da es in Wertheim neben der jüngeren Linie zeitweise bis zu fünf regierende Grafen der älteren Linie gab. Eucharius Kasimir (1668–98) gelang es, die von der jüngeren Linie angestrebte Realteilung der Grafschaft zu verhindern. Durch Hausverträge 1741-90 wurde in der älteren Linie die Primogenitur eingeführt. Für den Verlust der Gfsch. Virneburg wurde die ältere Linie 1802/03 mit geistlichem Besitz entschädigt. Durch die Rheinbundakte 1806 mediatisiert, wurden die Grafen 1812/13 durch die Großherzoge von Baden und Frankfurt und die Könige von Bayern und Württemberg in den Fürstenrang erhoben. 1813 wurde der Name Löwenstein-Wertheim-Freudenberg angenommen. Die Fürsten Georg (1775–1855) und Adolph (1805–61) pflegten im Vormärz einen fast bürgerlich zu nennenden Lebensstil und betätigten sich als Förderer kultureller und wirtschaftlicher Belange. Fürst Wilhelm (1817–87), der längere Zeit im preuß. diplomatischen Dienst stand, u. a. als Gesandter in München (1856–61), verkörpert den Typus des liberalen Standesherrn (s. Bad. Biogr. IV, 1891, S. 253 f.). Dessen Sohn Ernst (1854–1931) war Präsident des Vereins deutscher Standesherren, 1914-18 Etappenkommandeur in Kolmar. Leopold (1827–93, kath.), der Bruder Wilhelms, heiratete – nach dem Hausgesetz unebenbürtig – Amalie Wollrabe (1837–1909), seit 1875 Gfn. v. Löwenstein-Scharfeneck. Hubertus, Enkel Leopolds (s. 4). 2) Jüngere, kath. Linie Löwenstein-Wertheim-Rochefort, seit 1813 Löwenstein-Wertheim-Rosenberg. Die jüngere Linie des Hauses Löwenstein-Wertheim besaß eine Hälfte der Gfsch. Wertheim, die halbe Herrschaft Breuberg, aus dem Erbe der Löwenstein-Scharfeneck die Herrschaften Wildeck (Teil der Gfsch. Löwenstein), Scharfeneck und Habitzheim sowie die niederländ. Besitzungen. Ferdinand Karl (1616–72), der Sohn Johann Dietrichs, konnte nach 1648 zusammen mit den ev. Vettern wieder die Regierung der Gfsch. Wertheim antreten. Sein Sohn Johann Ernst ( † 1731) wurde Fürstabt zu Stablo-Malmédy und Bischof von Tournai. Sonst sind die Mitglieder der jüngeren Linie vielfach im kaiserl. Dienst zu finden, wie Maximilian Karl (s. 1), der 1711 in den Reichsfürstenstand erhoben wurde. 1712 wurde der fürstliche Rang auf alle Mitglieder der jüngeren Linie ausgedehnt. Maximilian Karl, der in Böhmen 1712 größere Erwerbungen machte, legte in seinem Testament die Primogenitur fest. Sein Nachfolger Dominikus Marquard (1690–1735) erwarb 1720 in Böhmen weitere Besitzungen, ferner 1721 das erbach. Kleinheubach am Main und 1730 die hatzfeld. Herrschaft Rosenberg. Er bemühte sich vergeblich um die Anerkennung des Nachfolgerechts seines Hauses in Würden und Besitz des Hauses Wittelsbach. Seine Söhne Karl Thomas (1714–81), kaiserl. Kämmerer und Generalfeldmarschalleutnant, Leopold Konstantin (1716–34), Hauptmann, und Christian Philipp (1719–81, s. ADB 19), General, standen in kaiserl. Diensten. Dominikus Konstantin (1762–1814, s. Priesdorff III, Nr. 797, P), seit 1789 regierender Fürst, war preuß. Generalmajor und bayer. Generalleutnant. Von seinen Söhnen waren Konstantin (1786–1844) und Wilhelm (1795–1838) bayer. Generäle, August (1808–74) und Maximilian (1810–84) k. u. k. Rittmeister. Die jüngere Linie erhielt durch den Reichsdeputationshauptschluß Entschädigungen aus geistlichem Besitz und wurde 1806 mediatisiert. 1813 nahm sie den Namen Löwenstein-Wertheim-Rosenberg an. Erbprinz Konstantin (1802–38) pflegte wissenschaftliche und religiöse Interessen, sein Sohn Karl (s. 2), sein Enkel Alois (s. 3) und sein Urenkel Karl ( * 1904) haben sich um den politischen Zusammenschluß und die religiöse Erneuerungdes deutschen Katholizismus verdient gemacht.

      Autor: Ehmer, Hermann

      © CC BY-NC-ND 4.0 - https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/deed.de

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 297.