| Name |
Maria von Hatzfeldt-Wildenburg |
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| Geschlecht |
weiblich |
| Besitz |
Schloss Wängi (Weiherhaus), TG, Schweiz |
| Die von seinem Vater, Georg von Hatzfeldt († 1593), herrührenden finanziellen Verpflichtungen Bernhards gegenüber seiner Schwester Maria († 1624), der Witwe Ludwigs I. von und zu Hirschhorn († 1583), beliefen sich 1594 auf die stattliche Summe von etwa 5.000 fl. Frankfurter Währung. Von den Schulden ließ Maria Bernhard 1.500 fl. nach und für den Restbetrag von 3.500 fl. verschrieb Bernhard ihr Einkünfte aus seinen Lehens- und Erbgütern.123 Gemäß den Bestimmungen des am 27. Oktober 1579 zwischen Maria von Hatzfeldt-Wildenburg († 1624)124 und Ludwig I. von und zu Hirschhorn († 1583) vereinbarten Ehevertrags hatte sich Georg († 1593) verpflichtet, seiner Tochter eine Heimsteuer von 1.000 fl. zukommen zu lassen. Für ihre standesgemäße Ausstattung mit Kleidern und Kleinodien sollte sie von ihrer Familie weitere 1.500 fl. sowie ein Kleinod oder eine goldene Kette erhalten. Ludwig von Hirschhorn sagte seiner zukünftigen Gemahlin 1.500 fl. und eine Morgengabe zu. Im Falle seines Todes sollte Maria als Witwensitz den Hirschhorner Hof zu Heidelberg erhalten. Um eine standesgemäße Lebensführung zu gewährleisten, wurde den Erben Ludwigs aufgetragen, Maria jährlich mit vier Fudern Wein, je 30 Malter Dinkel und Hafer sowie 30 fl. für den Ankauf von Brennholz zu versorgen Auch nach dem Tod ihres ersten Gatten im Jahr 1583 scheint Maria über recht beachtliche finanzielle Mittel verfügt zu haben, die ihr 1591 den Erwerb von Grundbesitz in der Schweiz ermöglichten. Am 19. November 1591 überließ Hans Christoph Giel von Gielsperg, Herr zu Glattburg, Maria für 20.000 fl. Schloß und Herrschaft Wängi in der Landgrafschaft Thurgau einschließlich zugehöriger Güter und Gerechtigkeiten, 240 Joch Acker, 80 Joch Waldungen, mehrerer Weiher sowie drei Joch Weinreben. Bei Schloß Wängi handelt es sich um das sogenannte Weiherhaus, eine in der Nähe der Kirche gelegene, vor 1232 errichtete Niederungsburg des einstigen Toggenburger Dienstmannengeschlechts der Herren von Wängi. Der Besitz gelangte 1493 an Giel von Glattburg.1 In Hirschhorn ließ Maria von Hatzfeldt-Wildenburg († 1624) bis zum Jahre 1586 den gemeinsam mit ihrem Gatten Ludwig I. von Hirschhorn († 1583) begonnenen, später als Hatzfeldbau bezeichneten Flügel der Burg vollenden. |
| Besitz |
Nachdem Marias Sohn Ludwig II. von Hirschhorn sowie ihre älteste Tochter Elisabeth und deren Gemahl, Adrian Borck von Regenwalde, verstorben waren, bestimmte sie am 3. September 1619 ihre Enkelin, Luise Maria Borck, sowie ihre Tochter Ursula Kunigunde, Gattin des Pleikhard Landschad von Steinach, zu Universalerben ihres Besitzes.136 Sie sollten den Adelssitz Königsbach, die Güter zu Handschuchsheim, einen Weingarten zu Heidelberg sowie die Hälfte von Schloß und Herrschaft Wängi erhalten. Die andere Hälfte von Wängi fiel an Marie Elisabeth († 1655), die Tochter Ludwigs II. von Hirschhorn. Ihrer Schwester, Ursula von Hatzfeldt, Witwe des Dietrich von Winterfeld, sowie ihren Nichten Ursula von Erlach, Anna Maria und Anna Margaretha von Ottenstein137 vermachte die verwitwete Frau von Hirschhorn umfangreiche Geldbeträge aus ihrer Privatschatulle. Desweiteren bedachte Maria von Hatzfeldt-Wildenburg († 1624) den Allmosen Casten zu Friesenhagen, die Herberge (elendte herbergk) zu Hirschhorn und die Stadt- bzw. Bürgerschule zu Siegen [1] |
| Wohnort |
Hirschhorn, Hessen, DE |
| Tod |
1624 |
| Personen-Kennung |
I41213 |
Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire |
| Zuletzt bearbeitet am |
10 Nov 2025 |