- Urkundlich erwähnt wurde Champlitte vermutlich bereits in der Chronik von Bèze, in der 645 von der Flur in fine Campolimicensi die Rede ist. Im Lauf der Zeit wandelte sich die Schreibweise über Camplimptum, Canllinto, Calento, Canlenti, Chanlintum, Chanlinte, Chalintho, Chanlite, Chanito und Champlito zur heutigen Schreibweise. Der Ortsname ist aus dem Zusammenzug zweier Wörter gebildet, von denen der Ursprung von Chan- nicht geklärt ist, während linte (später litte) vom lateinischen limes (Genitiv: limitis) in der Bedeutung von Grenze abstammt.
Im Mittelalter gehörte Champlitte zur Freigrafschaft Burgund und darin zum Gebiet des Bailliage d’Amont. Während der ganzen Zeit bildete Champlitte den Mittelpunkt einer bedeutenden Herrschaft. Als erster Herr von Champlitte ist Girard de Fouvent im Jahr 990 belegt. Dessen Tochter vermählte sich mit einem Herrn von Vergy, der seine Burg auf dem Plateau westlich des Salon errichten ließ. Diese Burg, um die sich rasch die Siedlung Champlitte-le-Château entwickelte, befand sich rund ein Kilometer westlich des ursprünglichen Kirchortes Champlitte-la-Ville.
Nach verschiedenen Besitzerwechseln und Aufsplitterungen der Herrschaft durch Erbteilungen gelangte Champlitte 1289 an Jean de Vergy, der das ehemalige Herrschaftsgebiet zusammenkaufte und wieder vereinigte. Champlitte hatte sich in der Zwischenzeit als Burgflecken etabliert, der im Jahr 1475 von den Soldaten unter Pierre de Craon geplündert und niedergebrannt wurde. Auf Veranlassung von Karl V. wurde das Städtchen wieder aufgebaut und mit einem Graben- und Mauersystem mit mehreren Türmen umgeben. Noch im 15. Jahrhundert gründeten die Hospitaliter in Champlitte ein Hospital, das zu einer unbekannten Zeit jedoch wieder aufgelöst wurde. Im Jahr 1574 wurde die Herrschaft Champlitte zur Grafschaft erhoben.
Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Champlitte
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