Ritter Johann von Münsingen genannt Senn

Ritter Johann von Münsingen genannt Senn

männlich


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  • Name Johann von Münsingen genannt Senn  [1]
    Titel Ritter
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Dienstmann der Kiburger 
    Erwähnt / Bezeugt 1223-1252 
    Personen-Kennung I61052  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 27 Dez 2025

    Familie  
    Kinder 
    +1. Ritter Peter Senn von Münsingen
    Familien-Kennung F30505  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 27 Dez 2025

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Senn von Münsingen - Wappen
    Senn von Münsingen - Wappen
    Wappen der Senn in der Zürcher Wappenrolle, Ca. 1340

    Das Wappen der Familie Senn von Münsingen ist heutiges Wappen von Münsingen.

    Bild: Wikipedia; unbekannt/unknown - Zürcher Wappenrolle, vereinzelt aus der Faksimile-Publikation der Antiquarischen Gesellschaft Zürich von 1860 - Digitalisat
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Senn_von_Münsingen_(Adelsgeschlecht)

      Senn von Münsingen (Adelsgeschlecht)

      Die Senn von Münsingen waren eine ritteradelige Familie, die im 13. und 14. Jahrhundert im Berner Aaretal und im vorderen Emmental begütert war. 1347 beerbte die Familie die Grafen von Buchegg auf dem solothurnischen Bucheggberg und im Limpachtal und 1360 erfolgte der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel.

      Geschichte
      1241 taucht Johannes Senno de Munsingen als erster Vertreter der Familie in einer Urkunde als Zeuge auf. Er war ein Dienstmann der Grafen von Kyburg, von denen er bedeutenden Grundbesitz zu Lehen hatte. Zu den Gütern in Münsingen gehörte möglicherweise auch die Burg und Herrschaft Diessenberg. Von seinen vier Söhnen Konrad, Johann, Peter und Burkhart erbte Konrad die Güter in Münsingen, welche er 1258 erweitern konnte. Wie sein Vater war er Rat am kyburgischen Hof. 1276 führt er dann Reichsgeschäfte für König Rudolf von Habsburg in Köniz durch und wird 1277 mit seinem Bruder Johann beim Kauf der Stadt Freiburg durch Habsburg als Zeuge genannt. Dieser Wechsel des Dienstherren ist mit dem Aussterben des Hauses Kyburg 1264 zu erklären. Konrad begleitete Rudolf von Habsburg auf seinem Kriegszug gegen Ottokar von Böhmen und erhielt dafür 1278 weitere Güter in Münsingen und den Zehnten zu Wichtrach. Als Konrad 1282 starb, erbte sein Sohn Burkhart I. Senn von Münsingen alle Güter und Rechte der Familie. Er heiratete Johanna von Buchegg, die Erbtochter des Grafen Heinrich von Buchegg, Landgraf von Burgund. Durch sie gelangte Burkhart in Besitz der Burgen Buchegg und Balmegg mit dazugehörenden Gütern. Wie sein Vater Konrad war Burkhart Gefolgsmann der Habsburger, für die er 1310 bürgte. Durch diese habsburgfreundliche Politik machte er sich die Städte Bern und Solothurn zum Feind, die 1311 seine Burgen Münsingen und Balmegg zerstörten. 1314 versöhnte er sich mit den Städten Bern und Solothurn und verzichtete auf Rache für den erlittenen Schaden. Im Gegenzug erhielt er alle seine Güter und Rechte zurück und durfte die zerstörten Burgen wieder aufbauen. Ausserdem wurde er für fünf Jahre in den Schirm der Stadt Bern genommen. 1316 trat Burkhard I. Senn von Münsingen gar ins Burgerrecht der Stadt Bern ein.

      Ein Zweig der Familie liess sich in Oberdiessbach nieder. 1331 soll jungher hans senno, wahrscheinlich ist mit Hans Johann gemeint, den Kirchherr von Oberdiessbach erschlagen haben. Die Freunde des erschlagenen Kirchherren sollen sich daraufhin in der Burg Diessenberg festgesetzt haben, welche die Senn zu Lehen hatten. Die Familie Senn wandte sich an die Stadt Bern, bei welcher sie verburgrechtet war. Daraufhin zog diese mit einer Streitmacht nach Oberdiessbach, belagerte und bestürmte die Burg Diessenberg bis sich die Besatzung ergab.

      Von Burkhart I. Söhnen, erhielt Burkhart II. Senn von Münsingen von Kaiser Karl IV. den Freiherrentitel und Johann II. Senn von Münsingen wurde 1335, dank dem hohen geistlichen Einfluss seiner Onkel Hugo II. von Buchegg, Matthias von Buchegg und Berthold von Buchegg, zum Bischof von Basel.

      Doch weder das Erbe der Grafschaft Buchegg 1347, noch der Ständeaufstieg zum Freiherrentitel vermochte die Existenz der Familie zu retten. Weil Johann II., Diebold, Franz und Konrad II. im geistlichen Stand waren und Burkhart II. kinderlos starb, erlosch das Geschlecht der Senn von Münsingen. Ihre Schwester Elisabeth Senn von Münsingen heiratete Henmann von Bechburg, mit welchem sie 1377 die Besitztümer ihrer Familie in Münsingen für 1500 Gulden an die drei Bernburger Johann und Ulrich von Buch und Peter Niesso verkaufte.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 220.