Herzog Dietrich II. von Oberlothringen (Haus Châtenois)

Herzog Dietrich II. von Oberlothringen (Haus Châtenois)

männlich vor 1065 - 1115  (50 Jahre)


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  • Name Dietrich II. von Oberlothringen (Haus Châtenois)
    • Oberlothringen (lateinisch Lotharingia superior, französisch Haute-Lotharingie) war im Hochmittelalter die südliche Hälfte des Herzogtums Lothringen.
      1044 war König Heinrich III. nicht bereit, Herzog Gottfried den Bärtigen mit mehr als der Südhälfte des Landes zu belehnen.
      Diese Südhälfte umfasste ursprünglich die heutige französische Region Lothringen, die Saar, den Westen der späteren Pfalzgrafschaft bei Rhein um Zweibrücken und Pirmasens, die Grafschaft Luxemburg, die Mosel von Trier bis Koblenz und die Südeifel um Prüm. Später wurden Luxemburg, die südliche Eifel und die deutsche Mosel abgetrennt und ebenfalls Niederlothringen zugeschlagen.
      Im Zuge des Niedergangs der Herzogtümer und der Ausbildung von Landesherrschaften wurde der Begriff Lothringen auf den heutigen räumlichen Umfang reduziert.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Oberlothringen
    Titel Herzog
    Geburt vor 1065 
    Geschlecht männlich
    Beruf / Beschäftigung Vogt von Remiremont 
    Titel (genauer) 1070  Herzogtum Oberlothringen Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Herzog von Oberlothringen 
    • Wie seinem Vater fiel auch ihm mit der Herrschaft die Gegnerschaft in den Schoss; da war es vor allem wieder das Haus Bar-Mömpelgard, das Anspruch auf die Herzogswürde erhob, gefährlicher aber ward ihm sein eigener Bruder Gerhard; Dietrich trat ihm das Saintois ab, Gerhard baute dort die Feste Vaudémont, nach der die neugeschaffene Grafschaft genannt wird; um diese Zeit entbrannte im Heiligen römischen Reich deutscher Nation der Investiturstreit; Dietrich stand auf seiten Heinrichs IV., zweimal bemächtigte er sich Metz, um dort einen päpstlichen Bischof zu verjagen; wie sich jedoch 1104 des Kaisers Sohn Heinrich V. gegen den Vater erhob, schloss er sich diesem an. [1]
    Besitz Graf im Elsassgau 
    Tod 23 Jan 1115 
    Beerdigung Châtenoi, Bas-Rhin, FR Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I2824  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire | Stammler Manfred - Vorfahren
    Zuletzt bearbeitet am 28 Nov 2025

    Vater Herzog Gerhard von Oberlothringen (von Elsass) (Haus Châtenois),   geb. cir 1030   gest. 06 Mär od 14 Apr 1070, Remiremont, Grand Est, FR Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 40 Jahre)
    Mutter Hedwig von Namur   gest. 28 Jan 1075/1080
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F2380  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie 1 Gräfin Hedwig von Formbach,   geb. 1057   gest. zw 1095 und 1100 (Alter 43 Jahre)
    Eheschließung 1075 
    • Er heiratete in erster Ehe Hedwig von Formbach, Tochter des Friedrich von Formbach und der Gertrud von Haldensleben, wohl Witwe eines Grafen Heinrich, Witwe des Gebhard von Süpplingenburg († 1075 in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut), Graf im Harzgau.
    Notizen 
    • Kinder von Dietrich und Hedwig waren:
      - Simon I., † 11. April 1139, Herzog von Lothringen
      - Gertrud, † 23. Mai 1144; ∞ Florens II. der Dicke Graf von Holland, † 2. März 1122
    Kinder 
     1. Herzog Simon I. von Oberlothringen,   geb. 1076   gest. zw 12 und 13 Jan 1139 (Alter 63 Jahre)
     2. Petronilla (Gertrud) von Oberlothringen (Billunger),   geb. 1082   gest. 23 Mai 1144 (Alter 62 Jahre)
    Familien-Kennung F802  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 27 Nov 2025

    Familie 2 Gertrude von Flandern
    Eheschließung 1096  [1
    • In zweiter Ehe heiratete Dietrich Gertrud von Flandern, eine Tochter des Grafen Robert der Friese.
    Notizen 
    • Kinder von Dietrich und Gertrud waren:
      - Dietrich von Elsass, Graf von Flandern, † 4./17. Januar 1168
      - Heinrich, Bischof von Toul 1126–1165, † 7. Juni 1165
    Kinder 
     1. Graf Dietrich von Elsass (von Flandern),   geb. cir 1099   gest. 4 Feb 1168 (Alter 69 Jahre)
    +2. Herzogin Gisela von Oberlothringen
    Familien-Kennung F587  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 27 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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    Link zu Google MapsBeerdigung - - Châtenoi, Bas-Rhin, FR Link zu Google Earth
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    Pin-Bedeutungen  : Adresse       : Ortsteil       : Ort       : Region       : (Bundes-)Staat/-Land       : Land       : Nicht festgelegt

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Lothringen - Wappen
    Lothringen - Wappen
    Das lothringische Wappen zeigt in Gold einen roten Schrägrechtsbalken, der mit drei silbernen Alérion (gestümmelten Adlern) belegt ist. Es geht auf das Wappen des Herzogtums Lothringen zurück. Der Schrägbalken mit den Adlern tritt um das Jahr 1195 in den Siegeln von Herzog Simon II. (Lothringen) auf.

    (Bild: Wikipedia; Hugo Gerhard Ströhl: Wappenrolle Österreich-Ungarns. Erste Auflage, Wien 1890, Tafel II. - © Gemeinfrei)

  • Notizen 
    • https://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_II._(Lothringen)

      Dietrich II. (* vor 1065; † 30. Dezember 1115) aus dem Haus Châtenois war seit 1070 Herzog von Oberlothringen, Graf im Elsassgau und Vogt von Remiremont. Er war der älteste Sohn des Herzogs Gerhard von Oberlothringen und der Hedwig von Namur.

      Dietrichs Bruder Gerhard erhob ebenfalls Anspruch auf den Herzogstitel. Die Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern endeten 1073 durch einen Friedensschluss, in dem Gerhard bereits den Titel eines Grafen von Vaudémont trägt.

      Dietrich stand auf Seiten König Heinrichs IV., für den er gegen die Sachsen kämpfte, vor allem 1075 in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut.
      1078 eroberte er mit Heinrich gemeinsam die Festung Metz, deren Bischof Hermann sich auf die Seite des Papstes Gregor VII. gestellt hatte. In der Folgezeit griff Dietrich mehrmals in Belange des vertriebenen Bischofs ein, der ihn daraufhin exkommmunizierte, was der Papst Anfang 1079 dann auch bestätigte. Als der Bischof 1082 nach Metz zurückkehrte, konnte Dietrich dies nicht verhindern; erst zwei Jahre später, 1084, gelang Heinrich IV. selbst die erneute Unterwerfung der Stadt, die aber auch nicht von Dauer war.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 269.