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- Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/
von Schnabelburg
Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.
Version vom: 19.08.2011
Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen
- Die Herren von Schwarzenberg waren nicht die ursprünglichen Besitzer der Schnabelburg. Das Adelsgeschlecht der Eschenbach-Schnabelburg besass die Burg im 12. und 13. Jahrhundert. Durch eine Heirat gelangte der Besitz im Breisgau, einschliesslich der Burg Schwarzenburg, später in den Besitz des Schnabelburger Zweigs.
Die Freiherren von Eschenbach und die Schnabelburg
Die Freiherren von Eschenbach gehörten im 12. Jahrhundert zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern im Schweizer Mittelland.
Nach dem Tod des letzten Zähringer-Herzogs im Jahr 1218 kam es zur Aufteilung des Besitzes, und die Familie der Eschenbach-Schnabelburg formierte sich.
Die Burg Schnabelburg liegt auf dem Albiskamm im Kanton Zürich und wurde von einem Zweig der Eschenbacher um 1185 erbaut.
Die Herrschaft umfasste Gebiete zwischen Zürichsee und Reusstal. Die Eschenbacher gründeten unter anderem auch das Kloster Kappel und die Stadt Luzern.
Verbindung der Schnabelburg mit den Schwarzenbergern
Die Verbindung zwischen den Eschenbach-Schnabelburgern und den (späteren) Schwarzenbergern entstand durch die Heirat von Walter I. von Eschenbach mit Adelheid von Schwarzenberg aus dem Breisgau.
In der Folge spaltete sich der Eschenbacher Besitz auf, und der Schnabelburger Zweig übernahm die Güter im Breisgau, die aus dem Erbe Adelheids stammten.
Das Ende der Eschenbach-Schnabelburger
Finanzielle Schwierigkeiten und die Machtausdehnung der Habsburger im 13. Jahrhundert schwächten die Freiherren von Eschenbach.
Der letzte Vertreter der Schnabelburger-Linie, Walther IV. von Eschenbach, beteiligte sich am Königsmord an Albrecht I. von Habsburg im Jahr 1308.
In der Folge zerstörten die Habsburger 1309 die Schnabelburg am Albis.
Die Besitztümer im Breisgau gingen in den Besitz der jüngeren Linie der Schwarzwälder Herren von Schwarzenberg über, die bis 1465 existierte.
Das spätere Fürstenhaus Schwarzenberg
Das bekannte fränkisch-böhmische Fürstenhaus Schwarzenberg stammt von den Herren von Seinsheim ab und erwarb erst im 15. Jahrhundert die Herrschaft Schwarzenberg in Franken.
Es besteht keine direkte genealogische Kontinuität von den mittelalterlichen Schwarzwälder Schwarzenbergern, die auch die Schnabelburg erbten, zum späteren Fürstenhaus, das die Burg nie besass.
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