Berchtold von Schnabelburg

Berchtold von Schnabelburg

männlich 1236 - 1267  (~ 31 Jahre)


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  • Name Berchtold von Schnabelburg
    • Vormund seiner jüngeren Geschwister
    • Die "Herren von Schwarzenberg" im Zusammenhang mit der Schnabelburg waren ein Adelsgeschlecht, das nach einer Erbteilung der Eschenbacher aus der Herrschaft Eschenbach-Schnabelburg hervorging. Ein Zweig der Familie nannte sich von Schnabelburg und behielt diese Burg, während der andere Zweig sich ab ca. 1270 als Freiherren von Schwarzenberg bezeichnete und die Stadt Waldkirch gründete. Die Schnabelburg selbst wurde 1309 zerstört.
      Herkunft aus der Herrschaft Eschenbach-Schnabelburg: Die Schnabelburg war Teil der Herrschaft der Eschenbacher, eines bedeutenden Adelsgeschlechts in der Region.
      Erbteilung um 1270: Bei einer Erbteilung spaltete sich die Familie in zwei Hauptzweige auf.
      Freiherren von Schwarzenberg: Ein Zweig nannte sich "von Schwarzenberg" und gründete die Stadt Waldkirch, um ihren Machtanspruch zu bekräftigen.
      Von Schnabelburg: Der andere Zweig behielt die Schnabelburg und benannte sich fortan "von Schnabelburg".
      Zerstörung der Schnabelburg: Die Schnabelburg wurde im Jahr 1309 von den Söhnen Kaiser Albrechts zerstört.
    Geburt cir 1236 
    Geschlecht männlich
    Besitz Trat die Kirche Thalwil an Wettingen und die Vogtei Albisrieden an das Grossmünster Zürich ab, verkaufte und vertauschte mit seinen Geschwistern auch sonst viele Güter im Zürichbiet, wohl durch Schuldenlast gezwungen 
    Beerdigung 31 Dez 31 Dez 1267  Kloster, Kappel, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Personen-Kennung I57626  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 22 Jan 2026

    Vater Ulrich I. von Schnabelburg (von Eschenbach)   gest. 28 Dez 1253
    Mutter Adelheid von Tierstein
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F28256  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie von Hachberg,   geb. Datum unbekannt
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Wilhelm von Schwarzenberg,   geb. cir 1255/60
    Familien-Kennung F28255  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 26 Okt 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Orte
    Schnabelburg auf dem Albis
    Schnabelburg auf dem Albis
    Die Schnabelburg ist die Ruine einer Höhenburg auf der schnabelartigen Erhebung nördlich der Schnabellücke oberhalb des Dorfes Hausen am Albis im Kanton Zürich.

    Bild: Foto der Info-Tafel

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019765/2011-08-19/

      von Schnabelburg

      Hochadlige Fam. des 12. bis 15. Jh., benannt nach der gleichnamigen Burg auf dem Albis, mit Allodialbesitz zwischen Albis und Luzern sowie Reichslehen in Uri. Die S. wurden von der älteren Forschung als Zweig der Frh. von Eschenbach eingereiht, wobei die genealog. Zusammenhänge der Clans, die sich S., von Rapperswil, von Wädenswil und von Bonstetten nannten, noch ungenügend erforscht sind, und die Annahme kognat. Verwandtschaftsverhältnisse zur Erklärung von Rechts- und Besitzzusammenhängen problematisch ist. Die Adelsfamilie der S. ging Heiratsverbindungen mit den Frh. von Klingen und von Signau, den Gf. von Thierstein und von Habsburg-Laufenburg sowie mit süddt. Nobilesgeschlechtern ein. Nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg 1173 standen sie an der Seite der Hzg. von Zähringen, in deren Gefolge sie als Vögte über die Besitzungen der Zürcher Fraumünsterabtei, z.T. auch des Grossmünsters, politisch aufstiegen. Als 1218 auch die Zähringer ausstarben, hielten sie sich aufgrund ihres Allodialbesitzes wohl noch in einer prestigeträchtigen Position. Ende des 13. Jh. besassen sie Lehen der Gf. von Habsburg. Als Erster nahm Berchtold I. von Eschenbach 1185 bei der Stiftung des Klosters Kappel den Zunamen S. an. Seine Söhne Ulrich I. (1223-53 erw.) und Walter I. (1223-45 erw.), der als Vogt von Schwarzenberg wirkte, blieben in enger Verbindung mit den Frh. von Eschenbach. Nach der Erbteilung im Hause Eschenbach-S. in der 2. Hälfte des 13. Jh. übernahm der Schnabelburger Zweig den Breisgauer Besitz, ein Erbe der Frh. von Schwarzenberg mit den Burgen Kastelberg und Schwarzenberg bei Waldkirch, und verlagerte damit seinen Schwerpunkt in den süddt. Raum, hielt aber die Verbindungen zu den schweiz. Besitzungen aufrecht. Der andere Zweig der Frh. von Eschenbach erhielt die S., nach der sich weiterhin einzelne Vertreter benannten.

      Version vom: 19.08.2011
      Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen

    • Die Herren von Schwarzenberg waren nicht die ursprünglichen Besitzer der Schnabelburg. Das Adelsgeschlecht der Eschenbach-Schnabelburg besass die Burg im 12. und 13. Jahrhundert. Durch eine Heirat gelangte der Besitz im Breisgau, einschliesslich der Burg Schwarzenburg, später in den Besitz des Schnabelburger Zweigs.

      Die Freiherren von Eschenbach und die Schnabelburg
      Die Freiherren von Eschenbach gehörten im 12. Jahrhundert zu den bedeutendsten Adelsgeschlechtern im Schweizer Mittelland.
      Nach dem Tod des letzten Zähringer-Herzogs im Jahr 1218 kam es zur Aufteilung des Besitzes, und die Familie der Eschenbach-Schnabelburg formierte sich.
      Die Burg Schnabelburg liegt auf dem Albiskamm im Kanton Zürich und wurde von einem Zweig der Eschenbacher um 1185 erbaut.
      Die Herrschaft umfasste Gebiete zwischen Zürichsee und Reusstal. Die Eschenbacher gründeten unter anderem auch das Kloster Kappel und die Stadt Luzern.

      Verbindung der Schnabelburg mit den Schwarzenbergern
      Die Verbindung zwischen den Eschenbach-Schnabelburgern und den (späteren) Schwarzenbergern entstand durch die Heirat von Walter I. von Eschenbach mit Adelheid von Schwarzenberg aus dem Breisgau.
      In der Folge spaltete sich der Eschenbacher Besitz auf, und der Schnabelburger Zweig übernahm die Güter im Breisgau, die aus dem Erbe Adelheids stammten.

      Das Ende der Eschenbach-Schnabelburger
      Finanzielle Schwierigkeiten und die Machtausdehnung der Habsburger im 13. Jahrhundert schwächten die Freiherren von Eschenbach.
      Der letzte Vertreter der Schnabelburger-Linie, Walther IV. von Eschenbach, beteiligte sich am Königsmord an Albrecht I. von Habsburg im Jahr 1308.
      In der Folge zerstörten die Habsburger 1309 die Schnabelburg am Albis.
      Die Besitztümer im Breisgau gingen in den Besitz der jüngeren Linie der Schwarzwälder Herren von Schwarzenberg über, die bis 1465 existierte.

      Das spätere Fürstenhaus Schwarzenberg
      Das bekannte fränkisch-böhmische Fürstenhaus Schwarzenberg stammt von den Herren von Seinsheim ab und erwarb erst im 15. Jahrhundert die Herrschaft Schwarzenberg in Franken.
      Es besteht keine direkte genealogische Kontinuität von den mittelalterlichen Schwarzwälder Schwarzenbergern, die auch die Schnabelburg erbten, zum späteren Fürstenhaus, das die Burg nie besass.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 276.