Adelheid von Schwangau

Adelheid von Schwangau

weiblich


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  • Name Adelheid von Schwangau
    Geschlecht weiblich
    Info Ort Schwangau, Bayern, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Schwangau ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Ostallgäu. Im Gemeindeteil Hohenschwangau stehen die berühmten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. 
    • Ab dem 15. Jahrhundert, mit der Teilung der Herrschaft durch Ulrich II. von Schwangau auf seine vier Söhne im Jahre 1428, kamen die reichsunmittelbaren Schwangauer Ritter aus ihrer finanziellen Not nicht mehr heraus. Der Dichterkomponist Oswald von Wolkenstein, Ehemann der Margareta von Schwangau, musste mit seinen Schwägern lange um die Mitgift seiner Frau ringen. Misswirtschaft und Erbstreitigkeiten führten dazu, dass Georg von Schwangau sein Erbe, Hohenschwangau und den Frauenstein, sowie die Gerichtsbarkeit dazu an Herzog Albrecht III. von Bayern-München im Jahre 1440 verkaufte. Die Schwangauer waren nun meist die Pfleger der Herzöge von Bayern auf Schwangau. 1521 wurden die beiden Brüder Heinrich und Georg von Schwangau aber auf dem Reichstag zu Worms erneut mit den Alloden und Lehen der Schwangauer durch Kaiser Karl V. belehnt und damit Reichsritter im Schwäbischen Ritterkreis. Aber schon 1535 mussten sie den gesamten Besitz für 35.000 fl. an den Kaiserlichen Rat und Patrizier Johann Paumgartner aus Augsburg verkaufen. 1536 starben die beiden Brüder, und damit starb auch das Geschlecht der Herren von Schwangau aus.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwangau
    Personen-Kennung I59201  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 29 Nov 2025

    Familie von Runs-Fischen
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    Kinder 
    +1. Heinrich von Runs-Fischen   gest. 1410/15
    Familien-Kennung F29253  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 29 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Das Wappen der Herren von Schwangau
    Das Wappen der Herren von Schwangau
    aus dem Scheibler'schen Wappenbuch. Noch heute führt die moderne Gemeinde Schwangau (Lkr. Ostallgäu) das Wappen der Schwangauer weiter. (Bayerische Staatsbibliothek, Cod.icon. 312 c)

    Bild: Wikipedia; https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Schwangau,_Herren_von

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Schwangau,_Herren_von

      Herren von Schwangau

      Ministerialenfamilie, die erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts im Gefolge der Welfen erscheint; im 16. Jahrhundert ausgestorben. Unter den Staufern stiegen die Schwangauer zu Reichsministerialen auf, deren Hauptaufgabe die strategische Sicherung der Straße von Füssen zum Fernpass war. Sie verfügten über die Herrschaft Hohenschwangau, die sie 1535 verkauften.

      Herkunft des Namens "Schwangau"
      Der Name des Geschlechts rührt vom Bergrücken Schwangau her, der heute durch Schloss Neuschwanstein überbaut ist. Hier standen ursprünglich die Burgen bzw. Vesten Vorder(hohen)schwangau und Hinter(hohen)schwangau. Das Grundwort "Gau" bedeutet "Landschaft, Gegend"; das Bestimmungswort ist wohl abgeleitet von "swane, swane" in der Bedeutung "Schwan".

      Geschichte der Familie vom 10.-14. Jahrhundert
      Die Teilnahme eines frühen Schwangauer an der Schlacht auf dem Lechfeld 955 ist legendarisch und geht auf den österreichischen Geschichtsschreiber Josef Freiherrn von Hormayr zu Hortenburg (1781-1848) zurück. 1146/1147 erscheint urkundlich erstmals ein "Hiltibold von Swanegow" als Ministeriale in der Gefolgschaft Graf Welfs VI. (reg. 1152-1162 als Markgraf der Toskana). "Hiltbold" war der frühe Leitname der Familie. 1172 begleiteten die Brüder Hiltebold und Konrad den welfischen Herzog Heinrich XII. von Bayern (reg. 1156-1180) auf seiner Pilgerreise nach Jerusalem. Bis 1191 dienten die Schwangauer den Welfen und dann bis 1268 den Staufern als Herzögen von Schwaben und deutschen Königen. Der letzte Staufer Konradin (1252-1268) urkundete 1263 "in castro nostro Swanegowe". Die strategische Aufgabe der Schwangauer bestand in der Sicherung der Straße (Geleitrecht) von Füssen (Lkr. Ostallgäu) über Reutte (Tirol) zum Fernpass. Lehen- und Dienstgüter lassen sich deshalb sowohl im Allgäu als auch in Nordtirol nachweisen. Zeitweise scheint auch der Erzabbau am Berg Säuling eine Rolle gespielt zu haben. Im Dienst der Staufer gelang der Aufstieg in den Stand der Reichsministerialen. 1270 bezeugten Konrad, Georg und Bartholomä von Schwangau im Streit um das Konradinische Erbe einen Ausgleich zwischen Herzog Ludwig II. von Bayern (reg. 1253-1294) und Bischof Hartmann von Augsburg (reg. 1248-1286), auf dessen Seite sie standen. 1286 nannten sich Georg und Heinrich von Schwangau "Romani regni ministeriales", als sie an das bayerische Kloster Steingaden (Lkr. Weilheim-Schongau) Güter und Rechte veräußerten. In der Folgezeit findet sich die Familie nicht nur im Dienst der Fürstbischöfe von Augsburg, sondern auch der Wittelsbacher, der Grafen von Tirol-Görz bzw. seit 1363 der Habsburger als Grafen von Tirol.

      Eheschließungen
      Ehen wurden mit schwäbisch-bayerischen und Tiroler Standesgenossen geschlossen. Zu nennen wären die Familien Bruckberg (Lkr. Landshut), Freyberg (Lkr. Ostallgäu), Mazzensis (Mattsies, Lkr. Unterallgäu), Mindelberg (Lkr. Unterallgäu), Freundsberg (Tirol), Montalban sowie Lichtenau und Hoheneck (Oberösterreich).

      Beziehungen
      Engere Beziehungen unterhielten die Schwangauer zu den Stiften und Klöstern Füssen/St. Mang (Vogtei, Grablege), Ottobeuren (Lkr. Unterallgäu) (Lehenträger), Stams (Tirol) (Grablege), Steingaden (Grablege), Wessobrunn (Lkr. Weilheim-Schongau) und Wilten (Tirol), was sie aber nicht davon abhielt, 1290 Rottenbuch (Lkr. Weilheim-Schongau) und 1318 Steingaden zu überfallen.

      Geschichte der Familie vom 14.-16. Jahrhundert
      Seit 1290 sind drei Linien nachgewiesen. In der Ritterschlacht bei Mühldorf 1322 zwischen den Königen Ludwig dem Bayern (reg. 1314-1347, ab 1328 Kaiser) und Friedrich dem Schönen von Österreich (1289-1330) standen die Schwangauer auf der Seite der Habsburger. Diese wurden aber erst seit 1363 mit Erzherzog Albrecht III. (reg. 1365-1395 als Herzog von Österreich) ihre Tiroler Lehnsherren. Zu diesem Zeitpunkt lassen sich sechs Ansitze bzw. Burgen der Familie nachweisen: Frauenstein am Berzenkopf, Vorder(hohen)schwangau (heute Torbau Neuschwanstein), Hinter(hohen)schwangau (heute Hauptbau Neuschwanstein), Schwanstein (heute Schloss Hohenschwangau), der runde Scheiblingsturm ("Synwellenturm") und zeitweise Tannenberg (Lkr. Weilheim-Schongau).

      Zu Beginn des 15. Jahrhunderts brach zwischen den drei Linien der Familie ein anhaltender Konflikt aus, der sich in Vergleichen und Verträgen von 1423, 1428 und 1434 niederschlug. 1428 kam zunächst ein "Burgfriede" zwischen den Brüdern Konrad und Marquard mit ihren Neffen Georg (Jörg), Heinrich, Hans und Thomas Schwangauer zustande. Man wollte den Eigenbesitz und die Lehen gemeinsam erhalten und vor Verpfändung und Verkauf bewahren. 1434 führten die Familienzweige ein Seniorat für die Reichslehen ein, trotzdem kam es aber zur Realteilung. Das gegenseitig eingeräumte Vorkaufsrecht wurde 1440 von Jörg dem Älteren hintergangen, als er seinen Anteil an der Herrschaft Hohenschwangau, die Burgen Frauenstein und Schwanstein, an Herzog Albrecht III. von Bayern-München (reg. 1438-1460) veräußerte. Der Familienzusammenhalt ging damit endgültig zu Ende, aber nicht der Ausverkauf: Caspar von Schwangau verkaufte 1481 an Erzherzog Sigmund von Österreich (reg. 1439-1490) als Tiroler Grafen die Tiroler Rechte. 1496 belehnte König Maximilian I. (reg. 1486-1519, Kaiser seit 1508) Wolfgang, Ulrich, Caspar und Stefan von Schwangau mit der Reichsherrschaft. Zuletzt tat dies Kaiser Karl V. (reg. 1519-1556, Kaiser seit 1530) 1521 für Heinrich und Georg von Schwangau. Der Plan der beiden letzten kinderlosen Schwangauer, 1523 die Herrschaft Hohenschwangau an Kaiser Karl V. und seinen Bruder Erzherzog Ferdinand (1531-1564 römisch-deutscher König, seit 1558 Kaiser) zu verkaufen, zerschlug sich. Die fünf Befestigungen galten als ruinös. 1535 verkauften die Brüder Georg und Heinrich schließlich an die bürgerliche und finanzstarke Kaufmannsfamilie der Baumgartner in Augsburg. Am 12. Januar 1536 starb mit Georg Schwangauer das Geschlecht nach 400 Jahren aus. Die Herrschaft Hohenschwangau wurde schließlich 1567 von Bayern angekauft.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 175.