Agnes von Winkelsheim (im Winkel)

Agnes von Winkelsheim (im Winkel)

weiblich


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  • Name Agnes von Winkelsheim (im Winkel)
    • erwähnt 1371-1418
    Geschlecht weiblich
    Ereignis Winkel, ZH, Schweiz Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Bezug zu Winkel 
    Personen-Kennung I57692  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 28 Okt 2025

    Vater Hans von Winkelsheim
    Mutter Anna von Meckingen (Möggingen),   geb. Möggingen, Radolfzell, DE Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F28301  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Johann von Mülinen   gest. 1421
    Eheschließung 1371  [1
    Kinder 
    +1. Hans Albrecht von Mülinen   gest. 1450
    Familien-Kennung F28296  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 28 Okt 2025

  • Wappen, Siegel, Münzen
    Winkelsheim - Wappen
    Winkelsheim - Wappen
    Winkel führt das redende Wappen der ausgestorbenen Schaffhauser Familie von Winkelsheim, die von den Chronisten Stumpf und Rüeger mit diesem Dorf in Beziehung gebracht wurde.

    Der älteste Beleg findet sich in der Klosterkirche Königsfelden. Es ist das Wappen der bei Sempach gefallenen Brüder Hans und Ulrich von Winkelsheim. Im Gegensatz zur heutigen Darstellung liegen hier die Sparren - vom Beschauer aus gesehen - in der linken Schildhälfte.

    Bild aus: https://www.winkel.ch/geschichtefs

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://www.winkel.ch/geschichtefs

      Aus der Geschichte von Winkel

      Die früheste urkundliche Erwähnung eines Ortes erfolgt oft erst lange Zeit nach seiner Gründung, weil die Überlieferung von mancherlei Zufällen abhängt. Weiter zurück in die Frühgeschichte weisen meist die Funde bei Ausgrabungen, im Fall von Winkel die grossflächige Anlage des römischen Gutshofes bei Seeb aus dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. An der Römerstrasse von Turicum (Zürich) an den Rhein und nur etwa 3 km nördlich der Strasse vom Legionslager in Vindonissa (Windisch) nach Vitudurum (Oberwinterthur) und Brigantium (Bregenz) gelegen, war der Zweck des Gutshofes vermutlich die Lieferung von Nahrungsmitteln an das Militärlager von Vindonissa. Was einfach begann, entwickelte sich bis zum Rückzug der Römer um ca. 350 n. Chr. zu einer grossartigen Anlage mit Herrenhaus, mehreren Wirtschafts- und Wohngebäuden und einem Brunnenhaus.

      Der Name Winkel ist weder keltischen noch römischen Ursprungs. Das althochdeutsche Wort "winkil, winchel(e)" bedeutete schon im 7. Jahrhundert das Gleiche wie heute, nämlich "Winkel, Ecke, abseits gelegener oder verborgener Raum". Also kann man annehmen, dass die Siedlung wegen ihrer Lage in einem Geländewinkel, geformt durch die Gletschermoräne, so genannt wurde. Vom Vorhandensein des Dorfes Winkel erfährt man urkundlich erst im Jahre 1044 und das auch nur auf dem Umweg über eine Persönlichkeit. Damals vergabte Hunfried, Domherr zu Strassburg, sein väterliches Erbgut in Embrach an die Strassburger Kirche. Als Zeugen liess er eine grössere Zahl edelfreier Gefolgsleute aufmarschieren, unter ihnen Etto von Winkel, Lamprecht von Rorbas und Dietrich von Bülach. Diese drei Herren vertraten offensichtlich den Grundbesitz der gräflichen Familie in der Gegend zwischen Irchel und dem unteren Glattal. Etto von Winkel gehörte in eine jener zahlreichen edelsfreien Familien, die sich im 11. und 12. Jahrhundert im Raume zwischen Zürich und Rhein nachweisen lassen, sich nach den verschiedenen Dörfern benannten und weitgehend untereinander versippt waren. Dies erklärte die weite Streuung ihres Grundbesitzes, welche durch Erbteilungen und Heiraten zustande kam. Viele dieser Familien sind ausgestorben und haben vorher noch ihren Besitz an Gotteshäuser vergabt. Das bewirkte - wenigstens zum Teil - die starke Zersplitterung des Grundeigentums, wie sie bis vor der Güter- und Waldzusammenlegung für die Gegend von Winkel kennzeichnend war.

      Das Gebiet von Winkel lag im Mittelalter an einer Nahtstelle zwischen zwei uralten Grosspfarreien. Von Seeb-Winkel betrug die Entfernung bis zur Laurentiuskirche Bülach drei Kilometer, von Rüti zur Marienkirche in Kloten dreieinhalb. Zudem befand sich im Wilenhof schon 1275 ein kirchliches Gebäude, das vom Leutpriester von Niederhasli betreut wurde.

      Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gelangten auch Rüti und der Büelhof zur Kirchgemeinde Bülach. Als in der Revolutionszeit von 1798 die Munizipalitäten oder "Agentschaften" geschaffen wurden, nahm man, wo es tunlich erschien, die alten Kirchgemeinden oder Pfarreien zur Grundlage. Nur wo besondere Verhältnisse vorlagen, unter anderem stark entwickelte örtliche Selbstverwaltung oder sehr grosse Ausdehnung des kirchlichen Sprengels, ging man von dieser Regel ab. So wurde Winkel selbstständig. Die Bewohner widmeten sich fast ausschliesslich der Landwirtschaft mit Acker-, Obst- und Weinbau. Das Gewerbe war nur spärlich entwickelt. Seeb bestand im Spätmittelalter aus einer einzigen grossen Haushaltung, die seit damals wegen der Lage an der grossen Landstrasse eine Taverne betrieb. Der Gasthof "Zum Hecht" besteht also bereits über fünf Jahrhunderte und dürfte somit zu den ältesten, heute noch betriebenen Gasthäusern im Kanton Zürich gehören. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich die Hofsiedlung zu einem grösseren Weiler.

      1831 entstand Zürichs Kantonsverfassung. Aus den drei Zivilgemeinden Winkel, Rüti und Eschenmosen wurde eine Politische Gemeinde. Im Jahre 1919 wurde die Zivilgemeinde Eschenmosen von Winkel abgetrennt und der Politischen Gemeinde Bülach zugeteilt.

      Unter den Neuerungen des 19. Jahrhunderts wäre auch das erste Schulhaus zu nennen. Nachdem die alten Dorfschulen von Winkel und Oberrüti nur in gemieteten Stuben gehalten wurden, erbaute man im Jahre 1819 ein Schulhaus. Es wurde 1859/60 abgebrochen und auf dem gleichen Platz durch einen Neubau ersetzt, der durch seinen schlanken Dachreiter mit Uhr und Glocke zu einem Wahrzeichen des Dorfes Winkel geworden ist.

      Während Winkel seit alter Zeit an der grossen Landstrasse lag, die von Zürich über Kloten, Niderrüti, Seeb, Scheidweg nach Bülach und Eglisau führte, geriet der Ort im Zeitalter der Eisenbahnen verkehrsmässig ins Abseits. Als die Nordostbahn-Gesellschaft zu Anfang der 1860er Jahre eine Linie von Zürich nach Bülach mit einer Abzweigung nach Dielsdorf projektierte, sollte diese über Kloten und Seeb gebaut werden und im Scheidweg eine Station erhalten. Winkel bewilligte den nötigen Beitrag, doch wollte das viel reichere Kloten nicht mitmachen, sodass die Bahn über Rümlang und Niederglatt nach Bülach geführt wurde.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 211.