Graf Heinrich I. von Zweibrücken (von Saarbrücken)

Graf Heinrich I. von Zweibrücken (von Saarbrücken)

männlich - 1228


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  • Name Heinrich I. von Zweibrücken (von Saarbrücken)
    Titel Graf
    Geschlecht männlich
    Titel (genauer) Grafschaft Zweibrücken Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Erster Graf der zwischen 1182 und 1190 aufgrund einer Erbteilung der Grafschaft Saarbrücken neu entstandenen Grafschaft Zweibrücken 
    • Die Grafen von Saarbrücken waren um das Jahr 1100 eines der mächtigsten Geschlechter im südwestdeutschen Raum mit umfangreichem Landbesitz an der Saar, im Bliesgau und im Elsass, in der Pfalz und am Mittelrhein sowie einträglichen Vogteien (Schirmherrschaften). Ihre Machtstellung wird am besten dadurch charakterisiert, dass sie im 12. Jahrhundert zweimal die Erzbischöfe von Mainz stellten. Wohl bald nach 1100 fiel ihnen auch die Vogtei über das Kloster Hornbach zu, dessen ausgedehnte Besitzungen zwischen der Blies und dem Pfälzerwald lagen. Am Übergang über den Schwarzbach entstand dort die Burg Zweibrücken. Durch Erbteilung im Saarbrücker Grafenhaus kam Zweibrücken 1182/90 an den jüngeren Sohn Heinrich I., der die Linie der Grafen von Zweibrücken begründete. Neben der Burg Zweibrücken bestand eine bürgerliche Siedlung, die 1352 zusammen mit Hornbach Stadtrechte erhielt.
      Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Zweibrücken
    Titel (genauer) Grafschaft Saarbrücken Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 
    Graf von Saarbrücken 
    Erwähnt / Bezeugt 1179 
    Tod 1228 
    Personen-Kennung I11641  Reise in die Geschichte / Journey into the history / Voyage dans l'histoire
    Zuletzt bearbeitet am 27 Nov 2025

    Vater Graf Simon I. von Saarbrücken   gest. nach 1183
    Mutter Mechtild von Sponheim
    Eheschließung Datum unbekannt 
    Familien-Kennung F5777  Familienblatt  |  Familientafel

    Familie Hedwig von Lothringen
    Eheschließung Datum unbekannt  [1
    • Heinrich war verheiratet mit Hedwig von Lothringen, Tochter von Herzog Friedrich I. von Lothringen
    Notizen 
    • Kinder:
      - Heinrich († 1284 oder schon 1282), genannt der Streitbare, wurde Nachfolger als Graf von Zweibrücken
      - Agnes ⚭ Ludwig Graf von Saarwerden
      - Jutta († nach 1275) ⚭ Dietrich I. Graf von Isenburg, genannt der Ältere, Sohn von Bruno I. von Isenburg-Braunsberg (*; † vor 1210) und Theodora von Wied (* 1190 und 1218 urkundlich erwähnt).
    Kinder 
    +1. Graf Heinrich II. von Zweibrücken   gest. 1282
    Familien-Kennung F5776  Familienblatt  |  Familientafel
    Zuletzt bearbeitet am 27 Nov 2025

  • Ereignis-Karte
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  • Wappen, Siegel, Münzen
    Zweibrücken - Wappen
    Zweibrücken - Wappen
    Das heutige Zweibrücker Stadtwappen geht auf die Grafschaft Zweibrücken zurück. Der erste Graf von Zweibrücken, Heinrich I., übernahm in seinem Wappen den Löwen aus dem Wappen der Saarbrücker Grafen – seines Stammhauses. Den Löwen belegte er mit einem blauen, dreilätzigen Turnierkragen.

    (Bild: https://www.regionalgeschichte.net/pfalz/zweibruecken/einzelaspekte/das-zweibruecker-wappen.html)
    Saarbrücken Grafschaft - Wappen
    Saarbrücken Grafschaft - Wappen
    Das Wappen der Grafschaft entwickelte sich wie folgt: Das Wappen der Grafen von Saarbrücken zeigte einen rotbewehrten, goldbekrönten, silbernen Löwen. Die Grafen von Saarbrücken-Commercy fügten dem Wappen der Grafschaft die silbernen Fußspitz-Kleeblattkreuze auf blauem Grund von Commercy hinzu (Bild). Die Grafen von Nassau-Saarbrücken ergänzten das Wappen um den goldenen Nassauer Löwen, so dass das nun quadrierte Wappen zweimal den Nassauer und zweimal den Saarbrücker Löwen zeigte.

    (Bild: Wikipedia; drawn by T. Rystau - © Gemeinfrei -)

    Orte
    Ansicht des Schlosses von Saarbrücken im 17. Jahrhundert nach Merian
    Ansicht des Schlosses von Saarbrücken im 17. Jahrhundert nach Merian
    Handzeichnungen Henrich Höers geben die Schlossanlage des 17. Jahrhunderts, die sich durch Umbauten aus der Burg heraus entwickelt hatte, authentisch und topographisch zuverlässig wieder.[8] Dargestellt ist eine Vierflügelanlage innerhalb eines Berings mit verschiedenförmigen Bastionen. Die Schutzvorrichtungen der Schlossanlage wie Türme, Mauern, Torbauten und Gräben folgten der Topographie des Saarfelsens. Das Bollwerk wurde durch dreiecksförmige Eckbastionen verstärkt.

    Bild: Wikipedia; Matthäus Merian - originally from: Fritz Kloeven, Saarbrückens Vergangenheit im Bilde, 1934. - https://de.wikipedia.org/wiki/Matthäus_Merian
    © Gemeinfrei
    Ansicht von Schloss und Stadt Saarbrücken um 1770
    Ansicht von Schloss und Stadt Saarbrücken um 1770
    Das Schloss Saarbrücken, auch „Saarbrücker Schloss“ genannt, ist ein barockes Schloss in der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. Es befindet sich im Stadtteil Alt-Saarbrücken am linken Ufer der Saar. Vorgängerbau am Standort war ein Renaissance-Schloss, das aus einer mittelalterlichen Burg entstanden war.

    Bild: Wikipedia; Autor/-in unbekannt - Übertragen aus de.wikipedia nach Commons., originally from http://www.sarrelibre.de/42/folge-4-eine-weise-stadt/
    © Gemeinfrei

  • Notizen 
    • Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_I._(Zweibrücken)

      Heinrich war der jüngere von zwei Söhnen des Grafen von Saarbrücken, Simon I., zu dessen Gebiet auch die Burg Zweibrücken gehörte. Während Simon II. als der Ältere mit Saarbrücken bedacht wurde, erhielt Heinrich als der Jüngere die östlichen Gebietsteile mit Zweibrücken sowie Linder, Saargemünd und Mörsberg. Außerdem gehörten zur Grafschaft Zweibrücken noch Gebietsteile bei Worms.

      Urkundlich erstmals als Graf von Zweibrücken in Erscheinung tritt Heinrich im Jahr 1190 durch die Beurkundung eines Vertrages mit König Heinrich VI. Darin verkaufte er die Vogtei Dirmstein an das Reich. 1198 schloss er mit dem Abt Wernher des Klosters Hornbach einen Tauschvertrag, der den "Gutinberg" und den "Ruprehtisberc" einbrachte.[2] Auf ersterem entstand dann die Burg Lemberg. In den folgenden Jahrzehnten war Heinrich verschiedentlich Beteiligter oder Zeuge bei Beurkundungen und in der Reichspolitik, so 1211 bei der Bestätigung der Rechte der Stadt Straßburg durch Kaiser Otto IV., ausgestellt im Lager bei Barletta. 1224 begleitete er König Heinrich (VII.) nach Toul zu Verhandlungen mit dem französischen König Ludwig VIII.

      Graf Heinrich übernahm in sein Wappen zwar als Verweis auf die Saarbrücker Herkunft einen Löwen, dieser war jedoch rot mit blauer Zunge in goldenem Schild.

  • Quellen 
    1. [S52] Eduard Rübel, Ahnentafel Rübel-Blass, Blatt 273, 297.