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Flüelen

Geschichte und Wappen

 Flüelen, Schloss Rudenz

Name: Der Name bedeutet "bei den kleinen Fluhen" (Urner Namenbuch I 1062-1066).
Erste Erwähnung: 1266 Vluolon
Brauchtum: Flüeler Chilbi / Fasnacht / Samichlaus
Geschichte von Flüelen

Im Mittelalter lag beim Umschlagplatz am See eine Zollstation des Deutschen Reichs. Der Reichszoll für Güter, die über den Gotthard transportiert wurden, ist im Jahr 1313 erstmals erwähnt. Um 1400 gelangte der Zoll an das Land Uri. 1383 ist in Flüelen eine Säumergenossenschaft erwähnt, 1374 eine Schifffahrtsgesellschaft.

Die Ziegelproduktion ist in Flüelen 1560 erstmals belegt. 1576 übernahm Ritter Walter von Roll die Ziegelhütte. Die erste bekannte Ziegelhütte befand sich im Ausserdorf auf dem Areal der noch heute «Ziegelhaus» genannten Liegenschaft. Die Ziegelei und Baumaterialienhandelsfirma Bernhard Ziegler & Söhne AG gehört seit 2015 zum Baustoffkonzern HGC.

Bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts war Flüelen ein Teil von Altdorf UR. Seither ist die Gemeinde selbständig.

1837 begann der regelmässige Verkehr von Dampfschiffen auf dem Vierwaldstättersee.
Im 2015 feierte das Dorf sein 750-jähriges Jubiläum.

Beim Bau der Eisenbahn um 1870 am Seeufer wurde die alte Hafenanlage zum grossen Teil zugeschüttet und das Dorfbild stark verändert.

Flüelen, Schifflände 1817
Entwicklung

Das Schloss Rudenz, welches wohl im frühen 13. Jahrhundert gebaut wurde, gilt als eigentliches Wahrzeichen von Flüelen. Seit 1999 ist das Schlösschen Rudenz im Besitz der Gemeinde. Nach einer umfassenden Aussensanierung und Neugestaltung der Aussenanlagen konnte ein idyllischer Park für Bevölkerung und Gäste geschaffen werden. 

Die Bedeutung von Flüelen als Hafen- und Umladestation wird schon in der ersten Urkunde von 1309, die sich mit der Schiffahrt auf dem Urnersee befasst, durch die Erwähnung einer Sust unterstrichen. Generell ist Flüelen dank des Gotthardpasses als Mittelpunkt des Verkehrs bekannt. Dem ersten Dampfschiff 1837, folgten die Eröffnung der Axenstrasse 1865 und die Eröffnung der Gotthardbahn 1882. Bis 1951 verkehrte ein Tram von Flüelen zum Hauptort Altdorf, welches wohl heute eine besondere Attraktion darstellen würde. 

Die Eröffnung des langersehnten Umfahrungstunnels im Juni 2005 hat Flüelen vom starken Strassen-Transitverkehr entlastet. Für die Tourismusbetriebe bedeutet dies neue Herausforderungen, Flüelen und die herrliche Umgebung dem Tourismus optimal zu präsentieren. Leider bleibt jedoch vorderhand die grosse Belastung durch den Bahnverkehr. Die Zufahrtslinien zur Neat sind noch nicht gesichert. Flüelen und der Kanton Uri setzen sich für eine Bahnumfahrung von Flüelen ein.

 Flüelen, Ansicht

Geographie

Flüelen liegt am südlichen Ende des Urnersees, einem Arm des Vierwaldstättersees, zwischen der Einmündung der Reuss in den See und der Bergkette des Rophaien östlich des Sees. Im unteren Teil des Berghangs des Rophaien ragt die fast 400 Meter hohe Felswand des Axen direkt aus dem See empor. Sie bildete bis zum 19. Jahrhundert ein für Fahrzeuge unüberwindbares Verkehrshindernis zwischen Brunnen und dem Kanton Uri. Im Nordosten folgt die Gemeindegrenze ungefähr der Wasserscheide mit den markanten Bergen Hüenderegg, Hagelstock, Siwfass und Diepen, der mit einer Höhe von 2222 m. ü. M. den höchsten Punkt auf dem Gemeindegebiet darstellt. Am Passübergang vom Gruontal in die Selezalp über der Ortschaft Bürglen liegt der kleine See Gross Flesch. Das steile Tal des Gruonbachs von der hoch gelegenen Alp Schön Chulm bis zum Urnersee macht den grössten Teil der Gemeindefläche aus. Das Bachbett ist zum Schutz des Siedlungsteils Usserdorf, der sich über den ursprünglichen Schuttfächer des Bachs ausbreitet, und der wichtigen Verkehrswege seit 1884 mit zahlreichen Dämmen und Wildbachsperren verbaut worden.

Der Gruonbach stellt ebenso wie die kleineren Bäche, die bei Flüelen von den Berghängen zum Vierwaldstättersee fliessen, nach starken Niederschlägen ein erhebliches Risiko für Überschwemmungen und Murgänge dar. Bei sehr grossem Wasserabfluss der Reuss und anderer Gewässer in den Nachbartälern tritt der Vierwaldstättersee über die Ufer, so wie beim Hochwasser im Jahr 2005, als der Dorfkern und das ganze Gewerbequartier von Flüelen in der Ebene unter Wasser standen. Das Flussbett der Reuss wurde nach mehreren Überschwemmungen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Talboden bei Altdorf und Flüelen verwüstet hatten, von 1850 bis 1863 begradigt und mit Dämmen gesichert. Im 20. Jahrhundert hat die Reuss jedoch wieder mehrmals die Hochwasserdämme durchbrochen. Die Flutkatastrophe von 1987 beschädigte viele Häuser und die Eisenbahnanlagen und überschwemmte die Autobahn. Nach diesem Ereignis vergrösserte der Kanton Uri das Gerinne im Reusskanal und baute zusätzliche Schutzanlagen und einen Leitdamm einen halben Kilometer östlich der Reuss bis zum Urnersee.

Der Wald am steilen Berghang über dem Dorfkern von Flüelen wurde schon im Jahr 1382 zum Bannwald erklärt. Die Forstwirtschaft klassiert ihn wegen der Topographie als «extremen Steinschlagschutzwald».[Der Gruonwald gehört nach einem Landsgemeindebeschluss von 1675 den Korporationsgemeinden von Flüelen, Altdorf und Bürglen gemeinsam.

Von der Schwemmebene der Reuss am Vierwaldstättersee gehört die rechte Seite des Reussdeltas mit dem weithin sumpfigen Boden zu Flüelen. Die grossen Kiesablagerungen am Deltarand werden seit dem späten 19. Jahrhundert durch die Baggerfirma Arnold & Co. AG ausgebeutet, die seit 1897 Baggermaschinen einsetzt. Seit der Inkraftsetzung des Urner Reussdeltagesetzes von 1986 wird die Kiesausbeutung mit dem Landschaftsschutz im Gebiet des Reussdeltas koordiniert. Vom Ausbruchmaterial des Gotthard-Basistunnels sind rund 1,8 Millionen Tonnen Gestein für Aufschüttungen im See vor dem Reussdelta verwendet worden. Dabei sind drei neue Inseln («Neptuninseln») geschaffen worden.

Die Dorfsiedlung liegt in einem schmalen Landstreifen am See und besteht aus den zusammengewachsenen Ortsteilen Oberdorf, Dorf und Usserdorf. Zwischen der Eisenbahnlinie und der Reuss befindet sich das Gewerbequartier von Flüelen.

Lage im Kanton

Wappen

In Grün eine weisse Rose an ihrem Blätterstiel. Das Wappenbild ist schon um 1860 im Gemeindesiegel enthalten. Seit 1900 kommt es als besonderes Gemeindewappen vor, wobei die Grundfarbe noch lange zwischen Grün und Blau schwankte. Im Jahre 1964 bestimmte der Gemeinderat die Farben Weiss und Grün als offizielle Tinkturen. Das Wappenbild wird gelegentlich als Seerose gedeutet. Wahrscheinlicher ist jedoch die Anlehnung an «Fiora», den in Geschichtsquellen. vorkommenden italienischen Namen für Flüe1en. Nicht ausgeschlossen ist die Anspielung auf den vermuteten Zusammenhang der Herren von Rapperswil mit dem Flüeler Reichszoll  (Die Urschweiz und ihre Wappen, S. 37).




Links

Zitat Text und Bilder aus:  https://de.wikipedia.org/wiki/Flüelen

Zitat Text "Wappen" aus:  http://www.urikon.ch/UR_Gemeinden/GE_Fluelen.aspx



Manfred Stammler, 19 Juli 2019



Flüelen

Portrait der Gemeinde Flüelen, Uri, CH


Verknüpft mitAnton Arnold; Karl Franz Arnold; Xaver Arnold; Anna Maria Aschwanden; Franz Ulrich Aschwanden; Jochen (Joachim) Aschwanden; Johann Franz Aschwanden; Johann Karl Aschwanden, des Raths; Johann Kaspar Aschwanden; Josef Aschwanden; Joseph Aschwanden; Ambros Dubacher; Josef Heinrich Dubacher; Karl Anton Epp; Johann Joachim Epp (von Rudenz); Alois Gisler; Aloisia Gisler; Anna Gisler; Anton Josef Gisler; Ferdinand Josef Gisler; Franz Gisler; Johann Anton Gisler; Josef Gisler; Josef Gisler; Josef Alois Gisler; Josef Felix Gisler; Josef Maria Gisler; Jost Gisler; Karl Johann Gisler; Katherina Gisler; Maria Josefa Gisler; Maria Josefa Gisler; Maria Rosa Gisler; Michael Gisler; Balz Heinrich Huber; Franz Mathias Huber; Johann Balz Huber; Josef Martin Huber; Karl Franz Huber; Maria Barbara Huber; Georg Egidius Imhof; Johann Imhof; Johann Imhof; Johann Franz Imhof; Johann Nikolaus Imhof; Johann Sebastian Imhof; Johann Sebastian Imhof; Josef Martin Imhof; Maria Anna Katharina Karolina Imhof; Maria Ursula Imhof ['Weitere Verknüpfungen']

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