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Silenen / Amsteg / Bristen

Geschichte, Drei Dörfer, Freiherren, Geographie und Wappen

 Silenen  (Foto: Manfred Stammler)

Geschichte von Silenen

Die Ortsbezeichnung Silenen weist auf den keltisch-romanischen Stamm «selino» hin und bedeutet langer, bebauter Landstreifen. Der Fluss - die heutige Reuss – wurde nach der gleichnamigen Göttin «Sila» die Mächtige, das angrenzende «Silana» benannt. Urkundlich wird Silenen erstmals 857 erwähnt, als König Ludwig der Deutsche, dem Priester Berold die Kapelle St. Peter in Zürich und jene in Uri zu Bürglen und Silenen zu Lehen gab. Die Landgüter von Silenen bis Göschenen waren mehrteils Besitztümer des Klosters Fraumünster in Zürich. Bis 1365 dauerte das ritterliche Ministerialiengeschlecht der «von Silenen». 1426 erwarben die Silener Kirchgenossen vom Fraumünster das Meieramt und das Recht, ihrer Kirche selbst einen Priester zu verleihen. 1623 erfolgte die Abkurung von Göschenen und Wassen, 1902 Gurtnellen und der heutigen Silener Filialen Amsteg und Bristen

Amsteg  (Foto: Manfred Stammler)

Eine Gemeinde - Drei Dörfer

Urkundlich wird Silenen erstmals 857 erwähnt. Die Landgüter von Silenen bis Göschenen waren zum grossen Teil Besitztümer des Klosters Fraumünster in Zürich. 1623 erfolgte die Abkurung von Göschenen und Wassen, 1902 jene von Gurtnellen. 

Die Dorfschaften Silenen, Amsteg und Bristen bildeten immer eine politische Gemeinde. Dennoch bewahrten die drei Dörfer ihren eigenständigen Charakter. Ein Blick in die Vereinsliste der Gemeinde unterstreicht diese Tatsache. So gibt es zahlreiche Vereine wie z.B. diejenigen der Schützen, der Samariter oder der Feuerwehr gleich in dreifacher Ausführung!

Der Verkehr prägte die Gemeinde Silenen. Waren es zuerst die Säumerkolonnen, welche in der Sust im Dörfli von Silenen jeweils eine Rast einlegten, so folgte später die Gotthardstrasse, die Gotthardbahn, die Autobahn und als neuster Meilenstein des Verkehrs die Neue Alpentransversale NEAT.

 Bristen  (Foto: Manfred Stammler)

Die "Edlen Freiherren von Silenen"

Im Dörfli, dem sogenannten Obersilenen, ein Weiler von nationaler Schutzwürdigkeit, erhebt sich die 5-stöckige Turmruine – erbaut ca. 1240 – der «Edlen Freiherren von Silenen», die als sogenannte Meier amteten und die Einzüge von Zehnten und Zinsen an das Fraumünster besorgten. Der erste Meier, 1243-1258, war Ritter Werner, dann Ritter Arnold, 1290-1294, zugleich Landammann von Uri und Mitbeschwörer des Ewigen Bundes 1291 auf dem Rütli. Der erste, 1251 nachweisbare Landammann von Uri, war Burkhard Schüpfer, von der Schüpfen zu Silenen. Aus diesem Stamm der «von Silenen», der sich nach Schwyz, Luzern und Wallis ausbreitete, ging auch Jost von Silenen hervor, der in Rom Theologie studierte, zum Priester geweiht Probst zu Beromünster wurde, dann königlicher Rat Ludwig XI., franz. Gesandter in der Schweiz, Bischof und Parlamentspräsident von Grenoble, schliesslich Bischof von Sitten und Graf und Präfekt vom Wallis. In den Wirren der Vorreformationszeit wurde er abgesetzt und starb erst 53-jährig, als Verbannter 1498 in Frankreich. Seine Brüder: Andreas, Domherr zu Sitten, wurde daselbst hinter dem Hochaltar ermordet; Albin, der Heerführer in den Feldzügen ins Eschental, erlag in Verzelli an der Seuche. Mit dem ersten Gardehauptmann zu Rom, «Kaspar von Silenen», gestorben 1562, erlosch das ruhmreiche Familiengeschlecht. Mit der 1081 erstmals urkundlich erwähnten 14-Nothelfer-Kapelle dürften damals nebenan auch die ersten «von Silenen» und späteren Meier des Frauenklosters, Felix und Regula in Zürich, mit dem Bau eines Wohnturmes begonnen haben. Die 1666 nach einem Brand wieder hergestellte Kapelle erweist sich heute, nach Abschluss der Renovationsarbeiten, als ein Gotteshaus von erhöhter Rangordnung, nachdem unter mehreren Übermalungen, namentlich im Chorbereich, Fresken aus dem 16. Jahrhundert zutage traten.

Silenen, Dörfli mit Turm der Edlen (Foto: Roland Zumbuehl)

Sakrale Baukunst

Ins frühe Mittelalter wiesen aufgedeckte Bestände von Mauern, die 1966 anlässlich der Restauration der Pfarrkirche St. Albin in Silenen bei archäologischen Teilgrabungen zutage traten. Mauerreste eines romanischen Gotteshauses aus dem 7. Jahrhundert und späterer Nachfolgebauten kamen zum Vorschein. Laut dem Fachexperten, Dr. H.R. Sennhauser, Archäologe, nimmt Silenen eine Schlüsselposition für die Geschichte des Christentums im Lande Uri und der gesamten Innerschweiz ein. Demnach bestand vor der Erwähnung eines Priesters (857) eine Kapelle am Standort der heutigen restaurierten Pfarrkirche aus dem Jahre 1786. Sie ist ein Meisterwerk des Barocks, ausgestattet mit 3 wertvollen Altären, darunter jener Hochaltar von der Sekinger-Künstlerfamilie Jodok Ritz, der aus der Vorgängerkirche übernommen wurde. Schliesslich die Deckengemälde vom süddeutschen Meister Ignaz Weiss, die in hervorragender Stückausstattung umrahmt sind. Die im Jahre 1511 erbaute und 1723 durch die Kirchenrüfe teils zerstörte und wiederaufgebaute Friedhofkapelle, birgt einen spätgotischen Altar. Erwähnenswert sind die Kapellen St. Anton im Dägerlohn und St. Ursula (Ellbogenkapelle) auf der Stetten, die unter den heutigen Deckengemälden solche des bekannten Kirchenmalers Friedrich Schrötter, aus Freiburg im Breisgau, bergen sollen. Schrötter hat auch für die damalige Pfarrkirche in Silenen und für das Beinhaus Gemälde geschaffen. 

 Kirche von Silenen (Foto: Roland Zumbuel)

Kirchenschatz Silenen

Der Kirchenschatz Silenen enthält wertvolle Objekte mit drei Schwerpunkten: kirchliche Kultgegenstände, Bilder und Gewänder. In der Nähe der Kirche besuchen Sie den Turm von Silenen, die alte Sust und die Nothelferkapelle.

Urkundlich wird Silenen erstmals 857 erwähnt. Die Landgüter von Silenen bis Göschenen waren zum grossen Teil im Besitz des Klosters Fraumünster in Zürich. 1623 erfolgte die Abkurung von Göschenen und Wassen.

Silenen nimmt eine Schlüsselposition für die Geschichte des Christentums in der Innerschweiz ein. 1966  kamen bei Teilgrabungen Mauerreste eines romanischen Gotteshauses aus dem 7. Jahrhundert zum Vorschein. Sehenswert ist die reich ausgestattete barocke Kirche mit dem Hochaltar von der Sekinger-Künstlerfamilie Jodok Ritz und die Deckengemälde des süddeutschen Meisters Ignaz Weiss, ferner die Kapellen St. Anton im Dägerlohn und St. Ursula (Ellbogenkapelle).

 In der Kirche von Silenen 

Saumwesen

Vom ehemaligen Saumweg zum Gotthard, von dem noch Zeugen im Dörfli mit der Sust – erstmals 1354 urkundlich erwähnt – vorliegen, sind auch in den sogenannten Rainen zu Amsteg – früher «Am Stäg» – zu finden. Er führt an der ehemaligen Silener-Filialkapelle Hl. Kreuz vorbei, die schon im Jahre 1504 mit Ablässen bedacht wurde. Von ihr sind noch die Stockmauern mit den beiden spätgotischen Sandsteinportalen erhalten. Sie wurde im Jahre 1788 bei Föhnsturm ein Raub der Flammen; beinahe das ganze Dörfchen lag zugleich in Asche. Die heutige geräumige Pfarrkirche Hl. Kreuz an der Reuss stammt aus dem Jahr 1860 und wurde 1971 renoviert. In Amsteg bilden die markanten Gasthäuser das Dorfgepräge, wo unter anderem auch Goethe bei seinen Schweizerreisen abstieg. Im Mühlemätteli stand schon um 1580 Madranos Hammerschmiede, die bis ins 18. Jahrhundert von weiteren Bergherren in Betrieb gehalten wurd

Das grösste Werk in Amsteg entstand jedoch in den Jahren 1918 – 1922 mit dem SBB-Kraftwerk, das mit seinen sechs Generatoren die Gotthardlokomotiven speist. Ab Amsteg ist der alte Saumweg, später als erste Karrspur nach dem Vorder- und Hinterried, zum Gotthard erhalten. An diesem Passweg steht die im Jahre 1661 erbaute und vor wenigen Jahren restaurierte St. Eligius-Kapelle, des Patrons der Schmiede und der Säumer.

Aus der Bergherrenepoche, Ende des 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts, sind noch mehrere sogenannte Gotthardhäuser in Blockbau anzutreffen. Sie zeichnen sich aus durch ihre Vorkragung über dem Kellergeschoss, abgestützt auf Bugen, mit gotischen Kielbögen, Friesen, Fensterverzierungen und Lauben beidseits. Dieser Baustil ist öfters in der politischen Gemeinde Silenen anzutreffen. Das älteste und noch bewohnte Gebäude ist das «Steinhaus» bei der Kirche in Silenen. In das turmartige Geviert wurde im 15. Jahrhundert ein Blockbau eingefügt. Das Mauerwerk zeigt romanischen Charakter, und seine Entstehungszeit dürfte in das 12. Jahrhundert reichen. Bevor der Gotthardpass bekannt wurde, führte von Nord nach Süd ein Passweg ab Dörfli-Silenen über das Fryenental nach Frentschenberg-Bristen, dann durch das Etzlital über den Chrüzlipass nach Sedrun-Disentis und Lukmanier. Mit der Gründung des Benediktinerklosters in Disentis im 7. Jahrhundert kam mit grosser Wahrscheinlichkeit die Christianisierung in das Land Uri (siehe Mauerfunde eines romanischen Gotteshauses im Bodenbereich der Pfarrkirche von Silenen). Wann Bristen im Maderanertal besiedelt wurde, bleibt noch eine offene Frage. Da aber im Zusammenhang archäologischer Forschungen im Jahre 1978 auf der «Zwing Uri» bei Amsteg Siedlungen aus der mittleren Broncezeit, also um 1500 v. Chr., nachgewiesen werden konnten und auch prähistorische und mittelalterliche Funde, wie z.B. Pfeilspitzen, an den Tag brachten, dann lag das früher genannte Kerstelental den Jägern und kleinen Ziegenbauern nahe genug, um es aufzusuchen. Am 28. März 1291 wurden aber bereits in einem Zinsrodel die Örtlichkeiten Luminon (Limi) in Chersolon (Kerstelen) von einem Wernherr von Konrad an den Abt Volker von Wettingen erwähnt. Um 1385 wird das Nutzungsrecht erneut bestätigt, dass das Fraumünster in Zürich, das schon im 9. Jahrhundert Güter in Uri besass, auf Golzern Vieh auftreiben dürfe.

Das erste kirchliche Wegzeichen in Bristen entstand 1668 in Frentschenberg, damals an der Kirchgass nach Silenen gelegen. 1732 folgte die St. Antonius-Kapelle auf dem Schild, am Wege in das Ried. Erst im Jahre 1782 wurde die Dorfkapelle «Maria zum guten Rat» als Kaplanenpfrund gebaut. Sie wurde 1911 abgebrochen und durch eine neue Kirche, nach den Plänen von Architekt A. Gaudy, Rorschach, auf dem Felsenhügel ersetzt. Die Einweihung erfolgte am 26. November 1911.

Mit dem Aufbau der ausgedehnten Hotelanlage SAC auf dem «Egg», zuhinterst im Maderanertal, entstand 1888 zugleich die Hl. Kreuz-Kapelle. Im Jahre 1948 wurde schliesslich die Bruderklausen-Kapelle auf der Sonnenterrasse Golzern erbaut.

Amsteg, 1811  (Aquarell: Teilansicht; Holzbrücke über die Reuss, auf der anderen Seite der Brücke einigen. Bauernhäuser. Auf der Rückseite Bleistiftzeichnung von Bauernmädchen.)

Geographie

Hauptort der politischen Gemeinde Silenen ist die gleichnamige Ortschaft am rechten Ufer der Reuss. Sie besteht aus den Teilen Dörfli, Russ und Rusli. Zu Silenen gehören ausserdem zahlreiche Weiler, Streusiedlungen, Häusergruppen und Einzelgehöfte. Die nördlichste Siedlung ist Schützen (484 m ü. M.). Sie liegt mehr als drei Kilometer nördlich der Ortschaft Silenen. Südlich davon liegt Buechholz (525-580 m ü. M.; 2,7 km nördlich von Silenen). Weiter talaufwärts folgen Öfibach am gleichnamigen Bach (510-560 m ü. M.) und Dägerlohn südlich des Selderbachs (510 m ü. M.). Alle liegen am rechten Ufer der Reuss. Ein Kilometer südöstlich von Silenen befindet sich oberhalb des Bristentobels am Südwesthang der Kleinen Windgällen der Weiler Frentschenberg (817 m ü. M.). Im Reusstal hingegen liegt das Dorf Amsteg (1 km südlich von Silenen; 524 m ü. M., rätoromanisch Audio-Datei / Hörbeispiel La Punt?/i). Der südlichste Ortsteil Silenens im Reusstal ist die Streusiedlung Ried (Vorder- und Hinterried; 2,5 km südwestlich des Dorfs). Zur Gemeinde gehört aber auch das vom Chärstelenbach durchflossene Maderanertal. Dort gibt es zahlreiche Weiler und Streusiedlungen, von denen nicht alle ganzjährig bewohnt sind. Vorderste Häusergruppe ist St. Anton (oder Vorderbristen; 716 m ü. M.). Weiter östlich liegt das Dorf Bristen (oder Hinterbristen; 770 m ü. M.). Weiter taleinwärts finden wir Cholplatz (784 m ü. M.) und noch mehrere aneinander liegende Weiler (Hälteli, Steinmatte, Schattigmatt usw.) Vom Reussgrund aus geht es hinauf zum Hochplateau von Golzeren. Zwischen Maderanertal und Golzern befinden sich die Siedlungen Hofstetten und Silblen (1236 m ü. M.). Auf Golzeren gibt es mehrere Weiler, von denen Egg, Hüseren (je 1395 m ü. M.) und Seewen (1423 m ü. M.) die Bedeutendsten sind. Auf der Hochebene liegt ausserdem der malerische Golzerensee (1409 m ü. M.).

Silenen ist die flächenmässig grösste Gemeinde im Kanton Uri. Doch sind darunter bloss 104 ha oder 0,7 % der Gemeinde Siedlungsfläche. Davon sind wiederum 48 ha Gebäude- und zwei ha Industrieareal sowie 42 ha Verkehrsfläche. Umfangreicher ist die Landwirtschaftsfläche mit 1860 ha oder einem Anteil von 12,8 %. Darunter befinden sich grosse Alpgebiete im Maderanertal. Diese bedecken eine Fläche von 1444 ha. Dazu kommen 407 ha Wies- und Ackerland. Ausserdem sind 2647 ha oder 18,3 % von Wald und Gehölz bedeckt. Unproduktives Gebiet umfasst den Grossteil des Gemeindegebiets, genauer 9685 ha oder 68,1 %. Es handelt sich fast ausschliesslich um vegetationslose Flächen (Hochgebirge und Gletscher) oder Gebiete mit unproduktiver Vegetation (hochalpine Vegetation). Unter dem Gletscher Hüfifirn liegt die SAC-Hüfihütte.[3]

Nachbargemeinden von Silenen sind Erstfeld und Gurtnellen im Westen, Schattdorf, Unterschächen und die Spiringer Exklave Urnerboden im Norden, die Glarner Gemeinde Glarus Süd und die Bündner Gemeinde Disentis im Osten und das bündnerische Tujetsch im Süden.

Lage im Kanton Uri

Gemeindewappen

In Gelb ein roter Löwe. Das Wappen geht auf die ritterliche Ministerial-familie von Silenen zurück. Das Gemeindewappen ist bereits 1794 nachweisbar. Die Keule, welche der Löwe trägt, ist im Verlauf des 20. Jahrhunderts verschwunden.



Dägerlohn - Chilcherberge - Golzerensee - Golzeren
Das Urnerland gilt als Kanton der Seilbahnen. Die Fahrt mit dem offenen Seilbähnli von Silenen auf die Chilcherberge, dem Ausgangspunkt des Silener Höhenweges, ist ein besonderes Erlebnis; wohl nicht jedermanns Sache. Kurz nach Wanderbeginn folgt die nächste Attraktion: die 48 Meter lange Hängebrücke Schipfental. Weiter geht’s hauptsächlich durch den Wald, immer wieder an einem Aussichtspunkt vorbei. Der Höhenweg ist gut ausgeschildert und tadellos unterhalten. Einige Stellen sind mit Seilen gesichert. Nach der Querung eines Wiesenhanges vor Golzeren wäre in wenigen Minuten die Bergstation der Seilbahn erreichbar. Es lohnt sich jedoch, vor der Fahrt ins Tal den Weg zum Golzerensee unter die Füsse zu nehmen. In Seewen laden zwei Bergrestaurants zur Einkehr ein. Beim See weist ein Wanderschild auf den empfehlenswerten Seerundgang hin, der an Brätel- und Badeplätzen vorbeiführt. Die vielseitige Wanderung endet bei der Bergstation der Seilbahn Golzeren.
 Golzerensee

 Silenen, Buechholz

Acherli mit Blick ins Maderanertal  (Foto: Manfred Stammler)

Evibach  (Foto: Manfred Stammler) 

Frutt  (Foto: Manfred Stammler)

Bristen - Berg

Der Bristen ist ein 3073 m ü. M. hoher Berg in den Glarner Alpen. Er liegt im Schweizer Kanton Uri, südlich von Amsteg. Dabei überragt er als gleichmässige, dreikantige Pyramide das komplette Reusstal und ist schon vom Urnersee aus zu sehen. Er gilt als das Wahrzeichen des Kantons Uri schlechthin.

Seinen Namen hat der Bristen vom gleichnamigen Bergdorf Bristen, welches nördlich im Maderanertal liegt. Sein historischer Name ist Stägerberg, Berg beim Dorf „ze Steg“ (alter Name von Amsteg). In Seelisberg wurde der Bristen auch Mittagsstock genannt, was auf den Stand der Sonne zu Mittagszeit hindeutet. Ein 2762 m ü. M. hoher Felsaufschwung im Nordostgrat wird Rotbristen genannt, was auf das rötliche Gestein zurückzuführen ist.

Der Bristen wurde vermutlich schon recht früh von Gemsjägern oder Kristallsuchern bestiegen. Die erste gesicherte touristische Besteigung erfolgte am 23. Juli 1823 durch den aus Altdorf stammenden Arzt Karl Franz Lusser zusammen mit Einheimischen unter der Führung von Hans Indergand. Als Route wählten sie dabei den Nordostgrat, der auch noch heute den Normalweg bildet.

  Bristenstock von der Strängmatt aus gesehen (Foto: Planomenos)

Ried
Abhangterrasse an der Westflanke des Bristen, fällt ins Tobel der Reuss ab. Das Gebiet ist ein eigentlicher Gemeindeteil von Silenen, der von Amsteg und Meitschligen und über einen Fussgängersteg unter einer Eisenbahnbrücke zugänglich ist. Im Winter oft durch Lawinen abgeschnitten. Eigene Kapelle. Das Ried liegt schattenhalb und ist während des Winterhalbjahres monatelang ohne Sonne. Die Bewohner werden Rieder genannt. 




Links

Zitat Texte und Fotos  aus:   https://www.silenen.ch

Zitat Text "Kirchenschatz Silenen" und Foto "In der Kirche von Silenen  aus:   http://www.museen-uri.ch

Zitat Text "Dägerlohn - Chilcherberge - Golzerensee" und Foto  aus:   https://www.wanderungen.ch

Zitat Text "Geographie" und Foto  aus:   https://de.wikipedia.org/wiki/Silenen_UR

Zitat Text  "Bristen - Berg" und Foto aus:   https://de.wikipedia.org/wiki/Bristen_(Berg)



Manfred Stammler, 9 Apr 2018/20. Juli 2019



Silenen / Amsteg / Bristen

Portrait der Gemeinde Silenen, mit Amsteg, Bristen und weiteren Ortsteilen, Uri, Schweiz


Verknüpft mit(Maria) Helena Baumann; Albin Baumann; Anna Maria Baumann; Anna Maria Baumann; Anna Maria Aloÿsia Baumann; Franz Aloÿs Josef Maria Baumann; Johann Aloÿs Baumann; Johann Josef Albin Baumann; Johann Peter Baumann; Johann Sebastian Baumann; Josef Anton Baumann; Joseph Baumann; Katharina Baumann; Magdalena Baumann; Maria Baumann; Maria Anna Baumann; Maria Anna Josa Baumann; Maria Anna Josefa Baumann; Maria Barbara Baumann; Maria Katharina Baumann; Ursula Baumann; Balthasar (Balz) Bessler von Wattingen; Johann Karl Bessler von Wattingen; Josue Bessler von Wattingen; Josue Bessler von Wattingen, des Raths; Anna Maria Bill (Büll); Johann Martin Bill (Büll); Josef Bill (Büll); Maria Bill (Büll); Johann Bräm (Brem); Johann Jost Bräm (Brem); Johann Melk Bräm (Brem); Fridolin Martin Josef Brand; Johann Peter Brand; Anna Daxli; Anna Katharina Daxli; Anna Maria Daxli; Anna Maria Daxli; Anna Maria Daxli; Helena Daxli; Johann Daxli; Johann Daxli; Josef Daxli; Maria Daxli; Maria Anna Daxli; Maria Barbara Daxli; Maria Barbara Daxli; Maria Katharina Daxli; Sebastian Daxli, des Raths; Sebastian Daxli, des Raths ['Weitere Verknüpfungen']

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