Orte, Wohnen

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Altdorf

Geschichte und Wappen

Altdorf, Tell-Denkmal

Geschichte von Altdorf

Einzelfunde auf dem Gemeindegebiet von Altdorf gehen bis in die Bronzezeit zurück und häufen sich ab der späten La-Tène-Zeit. Die Anwesenheit von Alemannen ist für das 7. Jahrhundert nachgewiesen. Die frühste Erwähnung des Orts als Alttorf stammt aus dem Jahre 1223; der Ortsname ist allem Anschein nach eine Zusammensetzung aus den Wörtern alt und dorf und könnte darauf hinweisen, dass zur Zeit der alemannischen Einwanderung schon eine geschlossene Siedlung bestand.

Altdorf brannte 1400, 1693 und 1799 ganz oder teilweise ab. Am 5. April 1799 – Altdorf war von den Franzosen besetzt – waren 400 Gebäude betroffen, unter ihnen 225 Wohnhäuser.  Nach dem letztgenannten Vorfall wurde das Rathaus von Uri 1805/08 durch Architekt Niklaus Purtschert neu erbaut.

1899 wurde die Klausenpassstrasse eröffnet, die von Altdorf aus durch das Schächental und über den Klausenpass (1948 m) nach Linthal im Kanton Glarus führt.

Laut dem Stück von Friedrich Schiller ist Altdorf der Schauplatz des Apfelschusses von Wilhelm Tell. Nachdem dieser sich weigerte, Gesslers Hut auf der Stange zu grüssen, wurde er von Gessler dazu gezwungen, einen Apfel vom Kopf seines Sohnes zu schiessen. Dies soll sich auf dem Altdorfer Marktplatz ereignet haben, wo deswegen 1895 am Fusse eines alten Turms (Türmli) das Telldenkmal, eine Bronzestatue des Zürchers Richard Kissling, die Tell und seinen Sohn zeigt, errichtet wurde. 1899 wurde nahe dem Ort ein Theater (Tellspielhaus) eröffnet mit dem alleinigen Zweck, Friedrich Schillers Schauspiel Wilhelm Tell aufzuführen.

 Altdorf, Ansicht mit Urnersee

Ortssagen - Der Name Altdorf

In graualter Zeit stand ein Dörflein am Südwestfusse des Gruonberges. Da es von Rübenen und Steinschlägen zerstört wurde, zogen die Einwohner aus und liessen sich in der Mitte des Tales nieder, da, wo gegenwärtig an der Attinghausenerstrasse die »Zwyerkapelle« sich erhebt. An der Stelle der Zwyerkapelle soll die Kirche gestanden und im Holdermätteli, das durch die Strasse von der Kapelle getrennt ist, ein Friedhof die Toten aufgenommen haben. Alte Leute, besonders aber die Besitzer des Holdermätteleins, behaupten, es seien Totengebeine von riesig grossen Menschen zu Tage gekommen, als man das alte Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert im Holdermätteli gebaut und den tiefen Keller darinnen ausgegraben habe. Aber hier war die Ansiedelung noch schlimmer gebettet; sie hatte zwei gar schlimme Nachbarn, die Reuss und den Schächen, wilde Bergwasser, die sich zu Zeiten recht ungestüm aufführten und nicht bloss die leichten Gebäude zerstörten, sondern auch den Menschen Grund und Boden unter den fliehenden Füssen wegfrassen. Da sprachen[41] sie zu einander: »Wir wollen in das alte (d.h. ehemalige) Dorf zurückkehren«, und zügleten wieder an den Fuss des Gruonberges. Daher der Name Altdorf für den Hauptort des ältesten schweizerischen Standes.
Nach anderer Aussage sei das erste oder zweite Dorf gestanden an der Stelle des heutigen Bahnhofes; das alte (ehemals Tannersche) Haus in Gebrüder Gammas Langmatt habe als Rathaus gedient, und der Hochaltar der Kirche habe sich genau an der Stelle erhoben, wo vor dem Bau des Bahnhofes das sogenannte »Friärächäppäli« in der Kreuzmatte, ein schöner Rundbau, der jetzt durch ein neues Bethäuschen an der Hausmauer ersetzt ist, seinen Platz einnahm. Später seien die Menschen, von Reuss und Schächen bedroht, an den Fuss des Gruonberges übersiedelt und hätten das Dörflein ungefähr an der Stätte der jetzigen Hammerschmiede am Wege nach Bürglen aufgebaut (also beim Turm der Herren von Utzingen). Dort sei es verbrannt und hernach auf den heutigen Standort verlegt worden.
Die Gegend beim Zwyerkapellchen hiess früher und heisst teilweise heute noch Maggingen. Sowohl bei der Zwyerkapelle als auch beim Kapellchen am Hause in der Kreuzmatte, jetzt Gasthaus zum Bahnhof, macht, jedenfalls seit altem, die feierliche Flurprozession an Christi Himmelfahrt Halt, und der Priester erteilt hier den Segen. Früher mag statt der Kapelle ein Feldkreuz gestanden haben, daher der Name Kreuzmatt. Auch der untere oder mittlere Teil von Löwenwirt Arnolds Grossmatte, wo die Flurprozession ebenfalls vorbeizieht, hiess ehemals Kreuzmatte, und die Gegend war Unterroyen benannt.

  Altdorf, Rathaus

Rathaus

Das Rathaus ist der Sitz von Landrat und Regierungsrat. Hier ist auch die Standeskanzlei des Kantons Uri untergebracht. Doch das Urner Rathaus will nicht nur Amtsgebäude sein. Es beherbergt auch zahlreiche Bilder und Plastiken von Urner Künstlerinnen und Künstlern. Im Bannersaal werden zudem die alten Banner des Landes Uri aufbewahrt.

Eggberge - Altdorfs Sonnenterrasse

Die Eggberge liegen auf rund 1500 Meter über Meer über der Reussebene. Die Altdorfer Sonnenterrasse bietet einen herrlichen Ausblick auf die Urner Bergwelt und den Urner See. Die Eggberge verfügen über ein gut markiertes Netz von Wander- und Spazierwegen. Im Winter garantiert ein Skilift ungetrübtes Wintersportvergnügen. Das beliebte Ausflugsziel ist bequem mit der Seilbahn Flüelen-Eggberge zu erreichen.

 Altdorf, Eggberge

Geographie

Der Ortskern von Altdorf liegt auf 458 m ü. M. in der Reussebene, wenig oberhalb der Mündung der Reuss in den Urnersee.

Zur Gemeinde gehört neben dem Dorf auch die Streusiedlung Eggberge (1410–1678 m ü. M.) am Westhang der Höch-Egg (1785 m ü. M.).

235 ha oder 23,0 % der Gemeinde sind Siedlungsfläche. Davon sind 116 ha Gebäude- und 27 ha Industrieareal sowie 69 ha Verkehrsfläche. Etwas umfangreicher ist die Landwirtschaftsfläche mit 367 ha oder einem Anteil von 35,9 %. Darunter befinden sich keine Alpgebiete. Dagegen sind 360 ha Wies- und Ackerland. Ausserdem sind 402 ha oder 39,3 % von Wald und Gehölz bedeckt. Unproduktives Gebiet umfasst den kleinen Rest des Gemeindegebiets, genauer 19 ha oder 1,9 %.

Die westliche Gemeindegrenze bildet die Reuss. Kurz vor ihrer Einmündung in den Urnersee dreht die Gemeindegrenze nach Nordosten, umschliesst in einem Halbrund die Streusiedlung Eggbergen und geht zur Höchegg. Von dort verläuft sie in südlichen Richtungen bergab bis kurz vor den Schächen(-Bach). Und schliesslich nördlich des Bachs in westlicher Richtung zurück zur Reuss. Durch die Gemeinde fliesst der Altdorfer Dorfbach.

Altdorf grenzt im Westen an Attinghausen und Seedorf, im Norden an Flüelen, im Osten und Süden an Bürglen. Die Agglomeration Altdorf hat also, mit der zwischen Bürglen und Attinghausen gelegenen Gemeinde Schattdorf, etwa 24 000 Einwohner.

Lage im Kanton

Wappen
Gespalten von Gelb mit halbem, rotbewehrtem und -gezungtem schwarzem Adler am Spalt und von Rot mit zwei weissen Linksschrägbalken. Das heutige Altdorfer Wappen lässt sich bis 1684 zurückverfolgen. Die linke Schildhälfte mit den drei roten Tinkturen soll an die drei Dorfbrände von 1400, 1693 und 1799 erinnern, während der schwarze Adler in Gelb auf die ehemalige Reichszugehörigkeit hinweist (Die Urschweiz und ihre Wappen, S. 33).




Links

Zitat Geschichtstext  aus:  https://de.wikipedia.org/wiki/Altdorf_UR

Zitat Ortssagen - Der Name Altdorf: http://www.zeno.org/Märchen/

Zitat Rathaus  aus:  http://www.sgkgs.ch

Text "Wappen"  aus:  http://www.urikon.ch/UR_Gemeinden/GE_Altdorf.aspx



Manfred Stammler, 19 Juli 2019



Altdorf

Portrait der Gemeinde Altdorf, Uri, Schweiz


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