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Seelisberg

Geschichten, Tourismus, Geographie und Wappen

Seelisberg, unten beim See die Rütliwiese

Geschichten und Geschichte

- Zu den Füssen von Seelisberg befindet sich das Rütli, die Geburtsstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

- Der Elbst ist ein Wassergeist, der in einem Bergsee bei Seelisberg in der Schweiz hausen soll. Vermutlich ist der Name abgeleitet vom Wort Alb oder Alp. Er wird beschrieben als treibendes Holz, wie Baumstämme oder eine Insel, die an der Oberfläche treibt und er soll Menschen in die Tiefen ziehen. Doch er kann durchaus auch andere Gestalten annehmen, wie die einer Schlange, eines Drachen, einer schwarzen Sau, eines Fisches, eines Feuerrades, einer feurigen Kugel und dergleichen. Auf jeden Fall soll sein Erscheinen immer als böses Omen gedeutet werden. Der Ratsschreiber Renward Cysat beschrieb den Elbst wie folgend: Da hatt man zuo underschydenlichen Zythen vnd noch jüngst Anno 1585 jn demselbigen Sew by hällem tag gsehenzwey Gespenst umher schwümmen unglycher Form...jetzt wie ein gross Sagholz, jetzt wie ein Höwburde.

Zahlreiche weitere Sagen, Geschichten und Erzählungen erläutern das Dorfleben einst und heute. Auf einem Dorfrundgang hören sie einige der spannenden Erzählungen.


Geschichte von Seelisberg

8. Jahrhundert     Erste Erwähnung von Seelisberg unter dem Namen "Cinglin"

21.7.853 König Ludwig von Deutschland schenkt Seelisberg der Fraumünsterabtei von Zürich

1284 Erste Urkunde, welche das Vorhandensein einer Kirche in Seelisberg belegt

1291 angeblicher Rütlischwur unterhalb vom Seelisberg auf der Rütliwiese

1340 das heute noch bestehende (2. älteste Haus von Uri) Haus Buchholz wird gebaut, oberhalb von Volligen

4.3.1418 Loskauf von Seelisberg von der Fraumünsterabtei von Zürich bzw. vom Kloster Engelberg (7.1.1452)

8.8.1457 Der Bischof von Konstanz weiht eine neue Kirche (besteht bis 1935)

1482 Erwähnung vom Haus zur Treib

1530 Erbauung vom Schloss Beroldingen

1637 bis 1767 finden im Haus zur Treib 72 Tagsatzungen (Parlamentssitzungen) statt

1666 Bau der heutigen Wallfahrtskapelle Maria Sonnenberg

1763 Volligen erhält eine eigene Kapelle (heutige Kapelle St. Anna von 1880)

um 1800 erstes Restaurant "Chilewirtschaft", am Ort vom heutigen Hotel Montana im Kirchendorf in Seelisberg

16.06.1843 zum ersten Mal legen an der Schiffstation Treib die Kurs-Dampfschiffe an

1859 die Rütliwiese kommt durch Sammlung der Schweizer Schuljugend in den Besitz der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft

21.10.1860 der Mythenstein zwischen Treib und Rütli wird zu Ehren vom deutschen Schriftsteller Friedrich Schiller in Schillerstein unbenannt und beschriftet

um 1860 die ersten Unterlagen sprechen von einem Badebetrieb am Seelisberger Seeli

1861 Beginn der Tradtionen vom Rütlischiessen am Mittwoch vor dem Martinstag im November

1874 Michael Truttmann baut das heute noch bestehende Grandhotel Kulm und Sonnenberg

1900 Seelisberg erhält die erste Bergkäserei

30.05.1916 die Treib-Seelisberg-Bahn verkehrt zum ersten Mal und löste Kutsche und Sänftenträger ab

1936 die heutige Pfarrkiche St. Michael wird erbaut und eingeweiht

25.07.1940 General Henri Guisan versammelt die ganze Armeespitze auf der Rütliwiese zum Rapport

1947 Treffen der Religionsgemeinschaften in Seelisberg zur Anerkennung des Judentums in der Schweiz

1960 Die Idee einer Schnellstrasse von Beckenried über Seelisberg nach Altdorf wird zu Gunsten vom Bau vom Seelisbergtunnel fallen gelassen

1966 Aufnahme eines Dorfbusbetriebs in Seelisberg

1991 Zur 700-Jahr-Feier der Schweiz wird der Weg der Schweiz vom Rütli über Seelisberg und über Flüelen nach Brunnen eröffnet

2015 Der Naturcamping und -badi am Seelisberger Seeli wird nach einer Totalsanierung neu eröffnet

2017 Nach der Treib-Seelisberg-Bahn kann in diesem Jahr Seelisberg Tourismus das 100-jährige Bestehen feiern

Zahlreiche Sagen, Geschichten und Erzählungen erläutern das Dorfleben einst und heute. Auf einem Dorfrundgang hören sie einige der spannenden Erzählungen.

Seelisberg, Ansicht mit Seelisbergsee

Tourismus

In einem grösseren Bergsee, dem Seelisbergsee, kann im Sommer gebadet werden; ein idyllischer Campingplatz (nur Zelte) befindet sich unmittelbar beim Seeli. Das Rütli ist der Startpunkt des Wegs der Schweiz. Der landschaftlich gestaltete Wanderweg, der vom Rütli via Seelisberg, Bauen, Flüelen und Sisikon nach Brunnen führt, war ein Geschenk der Kantone an die Bevölkerung der Schweiz zum 700-jährigen Jubiläum der Eidgenossenschaft. Die Route begeistert mit wunderbaren Ausblicken, schlängelt sich den Berg hoch, am See entlang durch Wälder, über Wiesen. Gut ausgebaute Picknickplätze mit Bänken und Brunnen laden zu einer Rast ein.

Seelisberg, Wallfahrtskapelle Maria Sonnenberg (Foto: Andreas Faessler)

Geographie

Seelisberg liegt am östlichen Hang eines Bergs, dessen höchster Punkt die Brandegg (1'108 m ü. M.) ist. Das Dorf liegt etwa 400 m oberhalb des Vierwaldstättersees und ist die nördlichste Gemeinde des Kantons Uri. Es besteht aus den Teilen Sunnenberg, Oberdorf und Unterberg. Der tiefste Punkt der Gemeinde liegt auf 434 m ü. M. am Ufer des Vierwaldstättersees, der mit 2'117 m ü. M. höchste Punkt befindet sich am Oberbauenstock. 

Zu Seelisberg gehören auch die am Vierwaldstättersee gelegene Schiffsanlegestelle Treib (436 m ü. M.), die Weiler Volligen (508 m ü. M.) ebenfalls am See, Schattenhalb am Nordhang des Zingelbergs (beide nordwestlich des Dorfs), Beroldingen (864 m ü. M.) und Wyssig (761 m ü. M.) südlich des Dorfs und Geissweg (793 m ü. M.; südwestlich des Dorfs an der Strasse nach Emmetten). Bekanntester Ortsteil der Gemeinde ist sicherlich das Rütli, wo gemäss mythischer Überlieferung die Gründung der Schweiz stattfand. Das Rütli ist eine Wiese am Ufer des Vierwaldstättersees mit einem Restaurant, keine eigentliche Siedlung.

Seelisberg grenzt im Westen an die Nidwaldner Gemeinde Emmetten,im Norden und Osten an den Vierwaldstätter-see und im Süden an Isenthal und Bauen.

Lage im Kanton


Gemeindewappen

In Rot auf weissem Dreiberg der weisse Erzengel Michael, mit weissen Flügeln, in der Rechten eine weisse Waage und in der Linken ein weisses Schwert haltend. Das Wappen hat sich aus dem im 19. Jahrhundert verwendeten Kirchensiegel entwickelt (Die Urschweiz und ihre Wappen, S. 43).





Links

Zitat Texte und Fotos aus:   https://de.wikipedia.org/wiki/Seelisberg

Zitat Text "Geschichte von Seelisberg" aus:   https://www.seelisberg.com





Manfred Stammler, 9 Apr 2018 / 22 Jul 2019


Seelisberg

Portrait der Gemeinde Seelisberg, Uri, Schweiz


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